Samsung GALAXY Note 2 (N7100) - Ein ausführlicher Test

Nachdem wir bereits Ende August live vom Unpacked Event 2012 aus Berlin berichteten, wo Samsung u.a. das neue GALAXY Note 2 (N7100) vorgestellt hat, folgt nun mein ausführlicher Erfahrungsbericht zum neuesten Smartlet - Samsung GALAXY Note 2. Das Gerät tritt in die Fußstapfen des sehr erfolgreichen Erstlings (N7000), und soll vor allem durch eine in allen belangen aufgebohrte Ausstattung überzeugen. Nachfolgend möchte ich sowohl auf die übernommenen Funktionen, sowie Neuheiten des Samsung GALAXY Note 2 eingehen, aber nun viel Spaß beim Lesen.

Übersicht

Nachfolgend eine kleine Übersicht über die Themen und Bereiche des Artikels:

  • Lieferumfang
  • Gehäuse -und Verarbeitung
  • Touchscreen
  • Benutzeroberfläche
  • Kamera
  • Bedienung und SPen
  • Akku- und Empfangseigenschaften
  • Technische Daten
  • Musik- und Video-Player
  • Sprachsteuerung
  • Verbindungsmöglichkeiten
  • Office-Funktionen
  • Multi-Tasking / Mehrfachbildschirm
  • Navigation und Ortung
  • Internetbrowser
  • E-Mail
  • Software-Market
  • Fazit
  • Bilder, Videos und Links

Lieferumfang

Das Gerät bietet das fast schon übliche "Standard"-Zubehörpaket. So findet sich in dem weißen Karton folgendes Zubehör wieder:

  • Samsung Galaxy Note 2
  • Li-Ionen Akku 3100 (mAh)
  • Ladeadapter
  • USB-Datenkabel
  • 3,5 mm Stereo-Headset
  • Eingabestift (S-Pen)
  • Kurzanleitung

Gehäuse und Verarbeitung

Das Samsung Galaxy Note 2 kommt trotz des großen Displays und starken Akkus mit einem angenehm flachen Gehäuse, genauer mit Abmessungen von 151.1 x  80.5 x  9.4 mm, daher. Das Gewicht des Gerätes ist mit 180 Gramm für ein Gerät dieser Größe noch als angemessen zu bezeichnen; bei der gebotenen Ausstattung inklusive des riesigen Touchscreens gehen das Gewicht und die Größe meines Erachtens nach vollkommen in Ordnung.

Die Gehäuseoptik mit dem weißen Kunststoff kann man als sehr schlicht und zurückhaltend bezeichnen. Egal, ob man die weiße Front- oder Rückseite des Samsung Galaxy Note II nimmt, beide sind wohl aus Gewichtsgründen komplett aus Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist gut, dem Gehäuse lässt sich trotz auswechselbarem Akku und der damit einhergehenden demontierbaren Rückwand, kein Knacken oder Knarzen entlocken. Das ganze Gehäuse wirkt insgesamt sehr stabil und hochwertig.

Was den Farbton des Gerätes angeht, wirkt die durchgängig weiße Gehäusevariante wirklich edel und dezent. Das Rückcover der grauen Farbvariante soll übrigens aus mehreren Schichten Polycarbonat bestehen, was dem Gehäuse einen gewissen Tiefeneffekt verleiht. Aufgrund der optischen Unterschiede zwischen beiden Farbvarianten muss wohl der persönliche Geschmack entscheiden. Ich empfehle die beiden Farben im direkten Vergleich live zu betrachen und dann erst eine Kaufentscheidung zu fällen.

Die Front des Gerätes wird, wie bereits erwähnt, vom großen und brillanten 5,5-Zoll-Display dominiert, was 14,09 Zentimeter in der Diagonalen entspricht. Unterhalb des Displays befinden sich die drei samsungtypischen Hardware-Tasten wieder; die Tasten sind im Einzelnen von links nach rechts: "Menü", "Home" und "Zurück". Hier gilt noch anzumerken, dass nur die zentrale Taste eine echte "Hardware-Taste" ist, bei den anderen beiden Tasten handelt es sich um sensorische "Touch-Tasten".

Was mich besonders freut, ist die Nachrichten-LED (RGB), die links vom Lautsprecher verbaut wurde. So kann man ohne Einschalten des Displays schon von weitem sehen, ob ein Ereignis in Abwesenheit stattgefunden hat. Hierzu zählen u.a verpasste Anrufe, SMS, E-Mails, Kalendereinträge. Sobald ein verpasstes Ereignis vorliegt, blinkt die LED rhythmisch hellblau. Lädt man den Akku, leuchtet die LED z.B. währenddessen rot, wenn der Akku voll ist grün. Mit Apps wie Light Flow aus dem Android-PlayStore lässt sich die LED für verschiedene Ereignisse individuell konfigurieren. So kann man eine individuelle LED-Farbe einstellen und beispielsweise die Blinkgeschwindigkeit variieren.

Kommen wir jetzt zum restlichen Teil des Gehäuses. Auf der oberen Gehäuseseite befindet sich der 3,5-mm-Headset-Anschluss. An der rechten Gehäuseseite hat man wiederum die Power-Taste, um das Gerät zu starten (bzw. zur Gerätesperre), auf der linken Seite des Gehäuses ist die Wipptaste zur Lautstärkenregelung verbaut worden. Die Geräterückseite beherbergt die 8.0-Megapixel-Kamera mit Autofocus und LED-Blitzlicht sowie die Lautsprecheröffnung. Der Akkudeckel lässt sich dank einer dafür vorgesehen Einkerbung problemlos öffnen; zum Vorschein kommen darunter der 3.100 mAh starke Akku, der micro SIM-Kartenschacht sowie der Einschub für die microSD Karte. Der Akku muss übrigens nicht entfernt werden, um die microSD Karte auszutauschen - ein sogenannter "hot swap" (Kartenwechsel im laufenden Betrieb) ist damit möglich.

Touchscreen

Der 5,5 Zoll große Touchscreen mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln beherrscht nahezu die komplette Gerätefront. Das Display stellt maximal 16,7 Mio Farben dar und ist selbstverständlich kapazitiv, Multitouch wird somit auch problemlos unterstützt. Das Display reagiert präzise auf die Eingabe per Finger oder S Pen (das ist der Stift auf der Rückseite). So lassen sich die einzelnen Menüicons oder Menüpunkte genau treffen und bedienen.

Das besondere ist beim Galaxy Note 2 wohl der beiliegende Stift (wie gesagt auch S Pen genannt). So lassen sich wie in alter PDA-Manier sämtliche Menübefehle per Stift bedienen. Beim Note 2 ist der Stift vor allem zum Schreiben von Notizen oder kurzen Memos (S Note App) gedacht, einige entsprechende Apps liefert Samsung gleich mit. Weitere Details zur Bedienung folgen später im Test.

Was die Pixeldichte angeht, so kann sich das Samsung Galaxy Note 2 mit seinen 267 PPI (Pixel per Inch) durchaus sehen lassen. Es kommt zwar nicht ganz an die 329 PPI des iPhone "Retina Display" heran, jedoch hält man das Note 2 vermutlich auch etwas weiter entfernt in der Hand als ein vergleichsweise kleines iPhone-Display. Fakt ist, mit bloßem Auge lassen sich bei der Nutzung keine Pixel ausmachen.

Ein vom Samsung Galaxy S3 übernommenes Feature ist übrigens die "Intelligenter Schlafmodus" (englisch: Smart Stay) genannte Funktion. Das Samsung Galaxy Note 2 hält die Displaybeleuchtung aktiv, solange man das Gerät auch wirklich betrachtet. Eine wirklich geniale Sache, wenn man wirklich mal einen längeren Text liest, so muss man nicht alle paar Sekunden das Display antippen um das Display aktiv zu halten. Um dies zu erreichen, benutzt Samsung schlicht und einfach die integrierte Frontkamera um zu überprüfen ob der Nutzer das Gerät betrachtet. Die Funktion kann übrigens im Menü aktiviert und deaktiviert werden. In wieweit sich dies auf die Akkulaufzeit auswirkt, ist schwer zu beurteilen. In meinem Test quittierte die Funktion allerdings in etwas dunklerer Umgebung den Dienst, da es dem Anschein nach die Augen einfach nicht mehr erkennen konnte.

Das Anzeigeformat wird selbstverständlich durch Drehen des Gerätes beeinflusst, da auch beim Samsung Galaxy Note 2 ein Lagesensor verbaut wurde. Hält man das Gerät also im Hochformat, ist der Bildschirminhalt auch im Hochformat ausgerichtet; hält man das Gerät dann im Querformat, so wechseln die eingeblendete Tastatur und die Displayanzeige mitsamt ins Querformat. Hier wurde übrigens auch ein neues Feature namens "Smart Rotate" umgesetzt, das dafür sorgen soll, dass je nach Kopfneigung nicht automatisch ins Querformat gedreht wird. Dies ist vor allem beim Hinlegen praktisch, da die Anzeige so in Leserichtung bleibt.

Eine Augenweide stellen die Farbwiedergabe, der Kontrast und die Helligkeit des Samsung Galaxy Note  2 dar. Das Gerät kommt mit einem "HD Super AMOLED" getauften Display daher, was eine besonders satte und kontrastreiche Wiedergabe ermöglichen soll. Beim Test unter Sonnenlicht bleibt das Display wirklich gut lesbar, bei maximaler Helligkeit leidet allerdings die Akkulaufzeit merklich darunter.

Benutzeroberfläche

Das Android Betriebssystem (Android 4.1.1 / Jelly Bean) kommt mit einem mittlerweile weitesgehend bewährten Bedienkonzept daher. Dank der neuen Touchwiz-Version sind einige Neuerungen dazu gekommen, die es ermöglichen das Gerät unter anderem noch individueller anzupassen. Das Gerät bietet sieben durchschaltbare Desktops (auch Homescreens genannt), die mit Shortcuts, Ordnern oder Widgets belegt werden können.

Zwischen den Desktops blättert man einfach per Fingerstreich hin und her; im oberen Bereich wird dabei ein Indikator eingeblendet, der anzeigt, auf welcher der sieben Seiten man sich gerade befindet. Oberhalb des jeweiligen Desktops gibt es eine aufrufbare Statusleiste, unterhalb des Desktops das aufrufbare Hauptmenü. Dieses Hauptmenü beherbergt alle installierten Programme. Möchte man ein Programm auf dem Desktop platzieren, so reicht es, dieses Icon auf einen der Desktop zu ziehen und loszulassen. Wer mag, kann die einzelnen Programme auf dem Desktop und Hauptmenü in umbenennbare Unterordner platzieren. Aus dem Hauptmenü (englisch: App-Drawer) lassen sich folgende Einstellungen treffen:

  •     Ordner erstellen
  •     Anwendungen verbergen
  •     Widgets und Apps auf die Desktops ziehen
  •     Playstore starten
  •     Downloads sortieren
  •     Apps deinstallieren
  •     Anzeigetyp (Anpassbares Raster, Alphabetisches Raster oder Alphabetische Liste)

Was die einzelnen Widgets angeht, so gibt es u.a. schon einige vorinstallierte Widgets: Alarm, Bilderrahmen, Dual-Uhr (analog), Dual-Uhr (Digital), E-Mail, Google Mail, Energiesteuerung, Kalender, Kontakt, MP3-Player, S Note, S Planer, verschiedene Uhren, ein Google-Suchfeld, und vieles mehr stehen zur Auswahl. Weitere Widgets stehen problemlos über den Play-Store zum Download bereit.

Wenn man viele Programme installiert hat, wird das Hauptmenü bei den meisten Android-Geräten ziemlich schnell unübersichtlich. Hier hat Samsung aber mitgedacht und eine Möglichkeit geschaffen, die Programme in eigene Ordner zu verschieben. Des Weiteren kann man bei Bedarf das Layout ändern; zur Auswahl stehen die Möglichkeit der Rasteransicht oder einer Listenansicht. Wer mag kann die Optik des Gerätes also dank der Vielseitigkeit nach Belieben anpassen.
Das Samsung Galaxy Note 2 liefert ab Werk zusätzlich einige wirklich hübsche Wallpaper (Hintergründe) mit, sowohl stille Bilder als auch bewegte Live-Hintergründe.

Kamera

Das Samsung Galaxy Note 2 kommt mit einer 8.0-Megapixel-Kamera daher. Diese Kamera wurde auf der Rückseite samt eines LED Blitzlichts relativ unauffällig verbaut. Was die Einstellmöglichkeiten angeht, so hat das Samsung Galaxy Note 2 unter anderem folgende Punkte:

  • Selbstportrait: Ein/Aus
  • Fotolicht: Ein/Aus
  • Aufnahmemodus: Einzelbild / Bestes Foto / Bestes Gesicht / Gesichtserkennung / Panorama Aufnahme senden / HDR / Foto teilen & Beauty / Smile / Schwaches Licht
  • Szenen-Modus: ohne / Portrait / Landschaft / Sport / Party / Strand / Schnee Sonnenuntergang / Morgendämmerung / Herstfarbe / Text / Kerzenlicht
  • Belichtungswert: -2.0 bis + 2.0
  • Fokus Modus: Autofokus/Makro
  • Timer: Aus/2 Sek./5 Sek./10 Sek.
  • Effekte: Ohne/Negativ/Graustufen/Sepia/Cartoon/Verwaschen/Rot-gelber Punkt/Blauer Punkt/ Grüner Punkt/Solarisation/Farbtontrennung/Antik
  • Auflösung: 8MP/6MP/3.2MP/2.4MP/0.9MP/0.3MP
  • Weißabgleich: Auto/Tageslicht/Bewölkt/Glühlampenlicht/Fluoreszierend
  • ISO: Auto/100/200/400/800
  • Messung: Mittenbetont/Spot/Matrix
  • Sichtbarkeit im Freien: Ein/Aus
  • Bildstabilisator: Ein/Aus
  • Autom. Kontrast: Ein/Aus
  • Hilfslinien: Ein/Aus
  • Bildqualität: Sehr fein/Fein/Normal
  • GPS Tag: Ein/Aus
  • Speicherort: Telefon/Speicherkarte
  • Kontextabhängie Dateinamen: Ein/Aus

Die maximale Kameraauflösung für Standbilder liegt im 4:3 Format bei 3264x2448 Pixeln. Selbstverständlich bietet die Kamera einen Autofokus, der beim Auslösen der Kamera automatisch fokussiert und scharf stellt. Die Bilder selbst werden im Schnitt ca. 2,0 - 3,0 MB groß; logischerweise abhängig vom gewählten Motiv und der Auflösungsstufe.

Was die Qualität angeht, liefert das Samsung Galaxy Note 2 wirklich sehr ordentliche Bilder. Man kann durchaus brauchbare Schnappschüsse mit der Kamera anfertigen; die Kamera steht anderen 8.0-Megapixel-Modellen in nichts nach. Erst bei geringerem Licht treten die üblichen Probleme der kleinen Kameralinsen auf, so kommt es dann zu einem Rauschen und Unschärfe in den Bildern.

Zu den weiteren Neuerungen gegenüber dem ersten Samsung Galaxy Note gehört unter anderem die Serienaufnahme, bei der das Gerät sehr schnell 20 Bilder hintereinander schießt. Hierbei kann man auch einstellen, ob man per "Best Shot" das beste der 20 Bilder auswählen möchte. Die Auswahl geschieht entweder per Software oder aber man kann manuell auch mehrere Bilder aus der Serie herauspicken. Eine weitere Neuerung ist das Speichern von Fotos aus einer laufenden Videoaufnahme heraus. Hierbei erscheint während der Aufnahme ein kleines Kamerasymbol als Auslöser in der unteren Bildecke.

Des Weiteren bietet das Samsung Galaxy Note 2 eine Kamera ohne  Auslöseverzögerung (englisch: Zero Shutter Lag). So sollte kein Bild mehr verpasst werden. In der Praxis merkt man das schon beim ersten Foto. Man will anfangs nicht glauben, dass ein geschossenes Bild schon aufgenommen und gespeichert ist

Wer bei den Bildern von Personen den Überblick behalten möchte, kann die Gesichts-Tag -Funktion nutzen. Das Gerät erkennt Gesichter auf den geschossenen Fotos automatisch. Das einzige, das man als Anwender noch tun muss, ist die jeweilige Person auf dem Foto mit dem entsprechenden Kontakt aus dem Telefonbuch zu verknüpfen. Hat man das erledigt, kann man geschossene Bilder in der Galerie nach Personen sortieren und bei Bedarf direkt mit dem passenden Kontakt per sozialem Netzwerk oder E-Mail teilen.

Neben Standbildern kann das Samsung Galaxy Note 2 natürlich auch Videos aufnehmen. Die maximale Auflösung liegt bei 1920 x 1080 Pixeln (1080p). Auch hier gibt es wie im Fotomodus folgende Einstellungen:

  • Fotolicht: Ein/Aus
  • Aufnahmodus: Normal / Begrenzung für MMS / Zeitlupe / Schnelle Bewegung
  • Belichtungswert: -2.0 bis +2.0
  • Effekte: Ohne/Negativ/Graustufen/Sepia/Cartoon/Verwaschen/Rot-gelber Punkt/Blauer Punkt/ Grüner Punkt/Solarisation/Farbtontrennung/Antik
  • Auflösung: 1920x1080/1280x720/720x480/640x480(/320x240
  • Weißabgleich: Auto/Tageslicht/Bewölkt/Glühlampenlicht/Fluoreszierend
  • Sichtbarkeit im Freien: Ein/Aus
  • Bildstabilsator: Ein/Aus
  • Videoqualität: Sehr fein/Fein/Normal
  • Hilfslinien: Ein/Aus
  • Speicherort: Telefon/Speicherkarte

Die Länge der aufgenommen Videos ist übrigens variabel; hier sind wahlweise zeitlich begrenzte (z.B. für MMS) oder unbegrenzt lange Aufnahmen (nur durch den freien Speicherplatz begrenzt) möglich. Insgesamt ist die Qualität gut, auch Full-HD Aufnahmen sehen auf dem heimischen TV-Gerät oder Computer wirklich sehr passabel aus.

Wo wir schon bei der Wiedergabe von Videos sind: Das Samsung Galaxy Note 2 kann durch die neue "Popup Play"-Funktion Videos im Fenstermodus abspielen. Das heißt man kann ein Video im Vollbild anschauen, und während der Videowiedergabe das Video nahtlos verkleinern. Nachdem das Video nun verkleinert weiterläuft, kann man die sonstigen Funktionen des Gerätes nutzen. Das Video selbst lässt sich hierbei komplett frei über den Bildschirm verschieden. Eine praktische Sache - man kann also ein Video ohne Unterbrechung laufenlassen, und währenddessen beispielsweise eine Notiz oder eine SMS schreiben.

Bedienung und SPen

Das Bedienkonzept als Kombination aus Touchscreen, dem bereits erwähnten Stift, der eingeblendeten QWERTZ-Tastatur oder alphanumerischer Tastatur ist gut gelöst. Das Display reagiert auf die Eingaben sehr präzise, sodass es so gut wie nie vorkommt, dass man eine Eingabe ein zweites Mal bestätigen muss. Ansonsten ist die zur Verfügung stehende Fläche für die Tastatur natürlich mehr als ausreichend groß, selbst mit großen Fingern kann man so gezielt die einzelnen Tasten treffen. Sollte es aber mal doch zu einer Fehleingabe kommen, gibt es noch als kleinen Zusatz eine Rechtschreibkorrektur, die diese Fehler dann für den Nutzer ausbügelt.

Was die Eingabe per Stift angeht, so ist dies eine nette Ergänzung. Eben auf der Karte von Google Maps einen Treffpunkt eingekreist, eine kurze Notiz als Gedächtnisstütze geschrieben, all das bringt der Stift so mit sich. Auch für den, der bisher nicht mit der Bedienung per Finger auf dem Touchscreen zurechtkam, könnte die Bedienung des Gerätes per Stift eine echte Alternative darstellen.

Der Stift befindet sich übrigens fest verstaut in einer Haltemulde auf der Rückseite des Samsung GALAXY Note 2. Gegenüber seinem Vorgänger ist der Stift größer und auch zugleich griffiger geworden. Ausßerdem wurde die Position des Druckknopfes etwas verändert, sowie die Genauigkeit der Stiftspitze verbessert.

Was den S Pen des Samsung Galaxy Note 2 so besonders gegenüber einfachen Stiften für kapazitive Display macht, ist die Druckempfindlichkeit. So ist es ein Zusammenspiel aus Stift und speziellem Display (Digitizer), was dafür sorgt, dass es bis zu 1024 Abstufungen in der Drucksentivität unterscheiden kann. Mit anderen Worten kann man wie mit einem normalen Stift auf dem Display des Galaxy Note 2 schreiben, je nach Stärke des Aufdrückens werden die Linien dann unterschiedlich fein oder breit auf dem Display dargestellt.

Akku- und Empfangseigenschaften

In der Disziplin Akkulaufzeit liefert das Samsung Galaxy Note 2 aufgrund des 3.100 mAh starken Akkus eine sehr ordentliche Vorstellung ab. Mit eingeschaltetem WLAN und UMTS, automatisiertem Sync zu Google und gelegentlichem Surfen und E-Mailen bringt man das Gerät auf knapp 2 bis 2,5 Tagen Laufzeit. Bei ausgedehnterer Nutzung (mehrere Stunden telefonieren, surfen und Videos anschauen) ist das Gerät allerdings schon nach knapp einem Tag reif für die nächste Aufladung.

Sollte man mit dem Samsung Galaxy Note 2 regelmäßig telefonieren, so wird man feststellen, dass dies eine Paradedisziplin des Note 2 ist. Der Lautsprecher hat einen guten Klang und verschiedene Gesprächspartner bestätigten mir eine gute Sprachqualität. Gerade in diesem Bereich spielt der Akku seine Stärken aus. So sind deutlich über 10 Stunden Gesprächszeit ohne Nachladung möglich. Auch bei der Musikwiedergabe macht der Lautsprecher eine gute Figur, er übersteuert erst bei maximaler Lautstärke etwas. Ansonsten reicht die Lautstärke unter normalen Umständen aber locker aus, um auch mal hier und da Musik über das Gerät wiederzugeben.

Was den Empfang angeht, so ist das Samsung Galaxy Note 2 wirklich gut. Das Gerät kann eine Empfangsleistung bieten; so bleibt der Empfangspegel im GSM- und UMTS-Bereich konstant. Das Gerät hält in verschiedenen Empfangsbereichen stabil das Signal, auch unter schwierigeren Empfangsbedingungen (nur noch 1 Balken im Display) hält das Gerät sehr lange eine stabile Verbindung aufrecht.

Das Gerät wird wie gewohnt über einen micro-USB Anschluss aufgeladen. Das ist sehr lobenswert; kein proprietärer Stecker wie es früher mal der Fall war bzw. heute noch bei Apple der Fall ist. Dieser Anschluss dient nicht nur als Ladeanschluss, sondern auch als Daten- und Videoschnittstelle (per MHL-Adapter). Der Kopfhöreranschluss ist als konventioneller 3.5-mm-Klinke-Anschluss umgesetzt worden; so kann man hier frei entscheiden, welchen Kopfhörer man verwenden möchte.

Technische Daten des Samsung Galaxy Note 2

Das Samsung Galaxy Note 2 weiß mit einer Menge an Ausstattung aufzuwarten, auch wenn ein Teil der (Multimedia-) Features erst mit Programmen aus dem "Play Store" weitere sinnvolle Funktionen entfalten kann - aber dazu gleich mehr.

Nachfolgend die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

  • Designtyp: Smartlet
  • Länge x Breite x Höhe in mm:  151.1 x 80.5 x 9.4 mm
  • Gewicht: ca. 180 g
  • Akku: Li-Ionen-Akku, 3.100 mAh
  • Frequenzbänder GSM: Quadband (850, 900, 1800, 1900 MHz)
  • GPRS/EDGE: Klasse 12/Klasse 12
  • UMTS/HSDPA/HSUPA: Ja / Ja (bis 21,0 Mbit/s) / Ja (bis 5,76 Mbit/s)
  • LTE: Optional je nach Geräteversion (50/100 Mbits) N7105
  • Hauptdisplay: HD Super AMOLED Display, mit 16,7 Mio. Farben, 1280 x 720 Pixel
  • Kamera: 8,0 Megapixel Kamera
  • Frontkamera: 1,9 Megapixel-Auflösung (1600 x 1200 Pixel)
  • CPU/Prozessor: 1,6 GHz QuadCore Samsung Exynos 4412 CPU
  • Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
  • Interner Speicher, der dem Nutzer zur Verfügung steht: 16GB / 32 GB / 64 GB (je nach Modellvariante)
  • Externe Speichererweiterung: Micro SD, max. 64 GB)
  • Betriebssystem: Android OS 4.1.1 (Jelly Bean)
  • MMS und SMS in einer Konversationsansicht
  • E-Mail: SMTP, POP3, IMAP4
  • Browser: vollwertiger HTML-Webbrowser
  • Klingeltöne: polyphone Klingeltöne, WAV, WMA, MP3
  • Musik: MP3 Player, UKW-Radio (mit RDS)
  • Sprachfunktionen: Freisprechfunktion, SVoice
  • Schnittstellen: Bluetooth 4.0, USB, WLAN, NFC
  • SIM: micro-SIM Format (3FF)
  • WLAN: IEEE 802.11 a/b/g/n ((2.4 sowie 5 GHz)
  • Ortung: GPS / GLONASS Satellitenunterstützung
  • Synchronisation: Google Kontakte, KIES Software
  • Navigation: Google Maps

Samsung hat für das Galaxy Note II übrigens bereits ein Update auf Android 4.1.2 geplant. Wann dieses ausgerollt wird, steht allerdings noch nicht genau fest.

Die integrierte Bluetooth-Schnittstelle unterstützt das A2D-Profil (Bluetooth Stereo Profil) sowie die Nutzbarkeit als Modem - wobei es ab Werk eine Funktion („Mobiler Zugangspunkt“) gibt, um das Samsung Galaxy Note II zum WLAN-Hotspot zu machen. So kann man bequem mit dem Computer online gehen, ohne ein Kabel verwenden zu müssen.

Tipp: Wer den Bluetooth-Dateiversand und -empfang vereinfacht und übersichtlicher nutzen möchte, dem lege ich das Programm "Bluetooth File Transfer" ans Herz; so lassen sich mit dem Samsung Galaxy Note II recht komfortabel Dateien mit anderen Geräten austauschen.

Insgesamt sorgt der 1,6-GHz-Quadcore-Prozessor übrigens für eine flüssige Menügeschwindigkeit. Das Gerät arbeitet sich flink durch die Menüs und Programme, Ruckler oder Hänger gibt es hier nicht zu vermelden. Hier mal die Werte eines von mir durchgeführten Quadrant Benchmark: Das Galaxy Note 2 landet mit  6,181 Punkten deutlich vor dem Vergleichswert des Samsung Galaxy S3 i9300 oder HTC One X+ (mit Standard ROM).

Musik- und Video-Player

Selbstverständlich darf ein Musik-Player nicht fehlen. Das Gerät bietet einen optisch komplett überarbeiteten Touchplayer. In der Hauptübersicht stehen zur Auswahl: Alle Titel, Wiedergabeliste, Alben, Interpreten, Genre, Music Square, Ordner, Komponisten, Jahre. Wem das zuviele Menüpunkte sind, der kann im Untermenü auch ungewünschte Menüpunkte entfernen.

Der Player selbst bietet während der Wiedergabe die übliche Android-Musikoberfläche, bestehend aus großem Album-Cover, Play, Pause, Vorwärts, Rückwärts, Repeat, Zufallswiedergabe sowie dem Wechsel zur Wiedergabeliste. Einen Klangregler (SoundAlive getauft) bietet das Gerät natürlich auch. Hier kann man unter anderem wählen zwischen:

  • Normal
  • Pop
  • Rock
  • Jazz
  • Klassik
  • Dance
  • Vocal
  • Bass Boost
  • Treblebooster
  • Benutzerdefiniert

Wer mag, kann den Klang des MP3-Players noch verfremden, indem man zwischen den weiteren Sound-Effekten (7.1 Kanäle virtuell, Externalisierung, Cafe, Konzertsaal) wählt. Der Player bietet des Weiteren die Möglichkeit Liedtexte zum Musiktitel anzuzeigen, sofern diese für den jeweiligen Titel verfügbar sind.

Selbstverständlich spielt der MP3-Player auch im Hintergrund weiter, da das Gerät vollständig multitaskingfähig ist. Die Wiedergabe im Standbymodus wird dann in der Titelleiste oben signalisiert; hierüber kann man dann auch in den Player zurückwechseln. Bei Bedarf lässt sich der 16 GB große interne Speicher auch mit microSD-Karten bis zu 64 GB erweitern, dann macht man das Gerät wirklich zu einem wandelnden Musikarchiv.

Sollte der Speicher irgendwann dann trotzdem mal ausgehen, kann man auf den kostenfreien 50GB-Dropbox-Speicherplatz zurückgreifen. Die einsprechende Cloudlösung ist für 2 Jahre gratis, danach wird man sicherlich vor die Wahl gestellt, ob man mit weniger Gratisspeicher leben kann oder kostenpflichtig bei den 50GB Speicherplatz bleiben möchte.

Kommen wir zum Thema Klang. Dieser ist mit den beiliegenden Kopfhörern ziemlich gut. Da es sich bei den beiliegenden weißen Kopfhörern um In-Ear Ohrstöpsel handelt, ist der Bassanteil schon recht ordentlich, die höheren Frequenzen kommen auch nicht zu kurz. Für Musikliebhaber lohnt nichtsdestotrotz der Kauf eines hochwertigeren Kopfhörerpaares. Beim Samsung Galaxy Note II ist wie bereits gesagt ein 3.5 mm Klinkeanschluss verbaut worden, so dass eigenen Kopfhörern nichts im Wege steht.

Ich habe für meinen Klangtest Monster Beats by Dr.Dre genutzt. Der Klang ist wirklich hervorragend. Selbst die gebotene Lautstärke des Samsung Galaxy Note II ist mehr als ausreichend, der Klang ist sauber und ausgewogen, die Höhen sind sauber und die Bässe haben ordentlich Druck. Je nach Effekteinstellung verliert das Samsung Galaxy Note II allerdings einiges an Lautstärke, weshalb ich u.a. bei den neutralen Einstellungen bleiben werde.

Wem dann doch mal die MP3s ausgehen oder wer mal Lust auf Musik aus dem Radio hat, der kann auf das integrierte UKW-Radio zurückgreifen. Hier gibt es natürlich einen Sendersuchlauf und einen Speicher für die Stationen. Das Radio funktioniert übrigens nur, wenn das Headset angeschlossen ist, hierüber wird nämlich die Antenne zum Empfang bereitgestellt.

Wer mit dem Samsung Galaxy Note 2 auch Videos anschauen möchte, kann dies natürlich auch problemlos tun. Das Gerät schafft es spielend, Videos (bis hin zu Full HD Auflösung) sauber und ruckelfrei wiederzugeben. Der Player bietet zwar nicht allzu viele Einstellungsmöglichkeiten, spielt aber immerhin ab Werk DivX ab. Insgesamt hat der Player keine Probleme mit diversen Wiedergabeformante, so spielt er mühelos WMV, .AVI (DivX und XviD), .MP4 und .MKV (H.264) Dateien ab. Ansonsten kann man Videos per Video Editor direkt zuschneiden. Untertitel lassen sich ebenfalls einblenden.

Sprachsteuerung

Die Softwarelösung zur Sprachsteuerung des Samsung Galaxy Note 2 hat Samsung "S-Voice" getauft. Durch einen Doppelklick auf die Home-Taste ist die Funktion schnell aktiviert und das Gerät wartet auf Sprachkommandos. Entweder drückt man zur Ansage die eingeblendete Mikrofontaste oder aber man startet dies durch die Worte "Hallo Galaxy". Schon ist das Gerät aufnahmebereit für die die Spracheingabe durch den Benutzer.

Das Gerät versteht zum Marktstart acht Sprachen. Neben Deutsch sind Englisch (britisch/amerikanisch), Italienisch, Französisch, Spanisch und Koreanisch vertreten.

Das Gerät kann dank S-Voice recht treffsicher das Wetter ermitteln, den Wecker stellen, eine SMS verfassen oder beispielsweise eine E-Mail verfassen. Zu den weiteren Befehlen gehört der Start der Musikwiedergabe, die Suche im Web oder aber das Suchen eines Kontaktes inklusive Start eines Anrufes. Einen etwas detailierten Überblick über die möglichen Befehle kann man sich mit folgenden Scrennshots machen:

Anfangs fühlt man sich vermutlich etwas überfordert mit den vielen verschiedenen Befehlen bzw. Kommandos, die man S-Voice geben kann. Doch mit der nötigen Übung  kann es eine nette Arbeitserleichterung sein. In meinem bisherigen Test funktionierte S-Voice bereits ganz gut. Allerdings reichen schon leisere Umgebungsgeräusche, um die Erkennungsrate der Sprachkommandos deutlich zu verschlechtern.

Ich für meinen Teil stehe den Sprachsteuerungen egal ob S-Voice oder Apples Siri insgesamt immer noch eher skeptisch gegenüber. Die Funktionsvielfalt ist sicherlich ordentlich und einiges funktioniert schon wirklich gut, doch irgendwie komme ich mit der klassichen Bedienungen eines Smartphones besser und schneller zurecht. Die Funktionen, die ich oft nutze, kenne ich in- und auswendig. Da bringt mir auch die beste Sprachsteuerung keinen echten Mehrwert.

Verbindungsmöglichkeiten

Was die einzelnen Verbindungsmöglichkeiten angeht, so ist das Galaxy Note II mit allen aktuellen Standards vertraut. Bluetooth, WLAN, EDGE, GPRS, UMTS, HSUPA und HSDPA (LTE Optional) stellen das Grundgerüst dar. Es surft sich dank dieser Funkstandards sehr zügig und passabel. Alles andere wäre aber auch verwunderlich gewesen, ist das Samsung Galaxy Note II doch genau darauf ausgelegt.

Wer mag, kann übrigens das automatische Synchronisieren abstellen, um die Mobilfunkverbindungen bzw. den Datenverbrauch unter Kontrolle zu halten. Hinzugesagt sei aber, dass das Samsung Galaxy Note II unterwegs nur mit einem ordentlichen Datenpaket oder noch besser einer Datenflatrate sinnvoll zu nutzen ist. Nur so lässt es sich unterwegs wirklich entspannt und sorglos surfen. Nicht ohne Grund werden bei Anbietern wie BASE Geräte wie das Samsung Galaxy Note 2 inklusive Internet Flatrate vertrieben.

Das Gerät kann dank beiliegendem USB-Kabel als Wechseldatenträger genutzt werden; man erlangt so problemlos Zugriff auf die im Gerätespeicher liegenden Bilder, Videos und Dokumente.

Die integrierte Bluetooth-Schnittstelle unterstützt das A2D-Profil (Bluetooth Stereo Profil) sowie den apt-X Codec, der eine verlustfreie Audioübertragung auf das Bluetooth-Gerät ermöglicht. Eine oftmals schon bekannte Funktion gibt es auch beim Samsung Galaxy Note 2, die Rede ist vom "mobilen WLAN Hotspot" um das Handy zum drahtlosen Internet-Hotspot umzufunktionieren. So kann man bequem mit dem Computer online gehen, ohne ein Kabel verwenden zu müssen.

Office-Funktionen

Kommen wir also nun zu den PIM-Programmen wie Kalender, Kontakte etc., die das Samsung Galaxy Note 2 beherrscht.

Der Kalender bietet eine Monats-, Wochen- und Tagesübersicht. Die Eingabe selbst ist ziemlich detailliert geraten; die zur Verfügung stehenden Felder sind:

  • Ereignis
  • Datum und Uhrzeit
  • Ganztägig: ja / nein
  • Wiederholen (Ohne/Täglich/Jeden Werktag/Alle 2 Wochen/etc.)
  • Standort
  • Teilnehmer
  • Erinnerungen
  • Kalender, mit dem gesynct wird (z.B. Google Calendar)
  • Datenschutz
  • Beschreibung
  • Memos
  • Bilder

Beim Telefonbuch sieht es ähnlich umfangreich aus. Hier sollte man in der Regel mit den zur Verfügung stehenden Feldern problemlos auskommen. Hier eine kleine Übersicht, welche Felder das Telefonbuch anbietet:

  • Vorname, Familienname
  • Rufnummer (Mobil, Privat, Arbeit, Fax (dienstlich), Fax (zuhause), Pager, Andere, Benutzerdef.)
  • Internetanruf
  • E-Mail Adresse Privat, Arbeit, Andere, Benutzerdefiniert)
  • Klingelton
  • Vibrationsmuster
  • Postanschrift (Privat, Arbeit, Andere, Benutzerdefiniert)
  • Organisation (Firma, Titel)
  • IM (AIM, Windows Live, Yahoo, Skype, QQ, ICQ, GoogleTalk, etc.)
  • Memos
  • Webseite
  • Spitzname
  • Geburtstag
  • Ereignisse
  • Beziehung (Assistent, Bruder, Kind, Lebensgefährte, Vater, Freund, Manager, etc.)

Durch die benutzerdefinierten Felder kann man nach Belieben Informationen hinzufügen und verwalten. Wer will, kann selbstverständlich auch ein persönliches Anruferbild für jeden Kontakt hinzufügen. Zur besseren Übersichtlichkeit gibt es auch die Möglichkeit, die Kontakte nach Gruppen zu unterteilen.

Bei Office-Dateien setzt Samsung weiterhin auf die Polaris Office Funktion. Mit dieser lassen sich die verschiedensten Dateiformate öffnen und betrachten. So lassen sich unter anderem Office Dateien (Word, Excel, Powerpoint) sowie PDF-Dateien oder reine Textdateien öffen. In meinem Test war selbst das öffnen größerer Dokumente mit vielen Bildern kein Problem, auch der stufenlose Zoom lief ohne Ruckeln.

Um das Gerät mit dem heimischen PC zu synchronisieren, gibt es von Samsung eine Software namens KIES. Diese ermöglicht es, das Gerät mit MacOS 10.5 ~ 10.7, Windows XP, Vista sowie Windows 7 und 8 zu verbinden.

Wer Notizen mit dem Gerät machen möchte, kann auf die S-Note-Funktion zurückgreifen. Hier lassen sich Notizen per Finger oder Stift schreiben. Alternativ geht auch eine Eingabe per Bildschirmtastatur. Zur aktuellen Notiz lässt sich außerdem eine Sprachnotiz aufzeichnen sowie ein Titel benennen bzw. ein Tag hinzufügen.

Multitasking / Mehrfachbildschirm

Selbstverständlich bietet das Samsung Galaxy Note 2 die Möglichkeit des Multitaskings, d.h. mehrere Programme lassen sich parallel ausführen oder laufen im Hintergrund weiter. Neu ist die sogenannte Mehrfachbildschirm-Funktion (engl. Multi-Window), hier lassen sich zwei aktive Programme nebeneinander oder untereinander anordnen. Dies geht u.a. mit folgenden Programmen:

  • Internet Browser
  • GoogleTalk
  • ChatOn
  • S Note
  • Video-Player
  • Facebook
  • Galerie
  • E-Mail
  • Google Mail

So kann man z.B. Bilder oder Textpassagen vom einen Programm in das andere übertragen. Oder man lässt ein Video laufen und surft parallel dazu im Internet. Die Möglichkeiten sind vielseitig und erleichtern das produktive Arbeiten mit dem Gerät immens. Mal eben ein Bild aus dem Internet ausgeschnitten und in ein Word Dokument eingefügt, eine mathematische Formel mit Hilfe der "Formelübereinstimmung" gesucht und in eine Tabellenkalkulation weiterverwendet, es ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten, je öfter man die Funktion nutzt. Wie sich das ganze in der Praxis nutzen lässt, sollte jeder für sich selbst ausprobieren.

Navigation und Ortung:

Beim Samsung Galaxy Note 2 ist natürlich ein Empfänger zur Positionsbestimmung verbaut worden. Der Chipsatz unterstützt sowohl den Empfang der Satelliten per GPS, als auch das noch recht junge GLONASS Satellitennavigationssystem der Russischen Föderation. Als Anwender profitiert man von einer noch genaueren Positionsbestimmung. Insgesamt stehen im Anwedner dank der Kombination beider Systeme bis zu 55 Satelliten (31 GPS + 24 GLONASS) zur Verfügung.

Das Android Betriebssystem bietet ab Werk einige Programme die zur Ortung genutzt werden können. So gibt es auf der einen Seite die Lokalisierungstools Google Latitude, Google Places und andererseits auch Google Maps als Navigations- und Ortungssystem. Diese Lösung ist mittlerweile eine richtige, d.h. sprachgeführte Navigation, wie man sie von vollwertigen Navigationsgeräten kennt. Da keinerlei Kartenmaterial lokal gespeichert ist (Offboard-Navigation), ist auch hier eine Datenverbindung erforderlich. Das Gerät lädt so die abgebildeten Kartenausschnitte sowie die Fahrkommandos per Internet-Verbindung herunter.

Da Google seine Maps immer weiter verbessert, stellt dies eine durchaus brauchbare Lösung dar. Ein sinnvolles Update gab es z.B. mit Version 5.7 - seither kann man Kartenausschnitte mit einem Umkreis von 16 km auf dem Gerät abspeichern und so auch ohne Datenverbindung nutzen. Hierzu muss in den Einstellungen under den Google Labs nur der "Vorab-Cache" aktiviert werden.

Wer mag, kann natürlich auch auf namhafte Onboard-Lösungen wie beispielsweise Navigon, ALK CoPilot oder Aura (ehemals Sygic mobile maps) zurückgreifen. Mit diesen Softwarekomponenten macht man sein Samsung Galaxy Note 2 zum Navigationsgerät mit Spurassistent und weiteren Features. Dank des 5,5 Zoll großen Displays kann man die angezeigten Inhalte und Karten dann auch wunderbar ablesen.

Internetbrowser

Kommen wir zu einer der wohl wichtigsten Applikationen bei einem Smartphone - die Rede ist natürlich vom integrierten Webbrowser. Wie es sich für ein aktuelles Smartphone/Tablet gehört, ist ein vollwertiger HTML-Browser integriert worden.

Der Browser kommt mit den meisten Internetinhalten klar, die Darstellung ist auf Wunsch nahezu identisch mit der des heimischen Desktop-Computers. Der Browser unterstützt:

  • WML
  • HTML
  • XHTML
  • CSS
  • JavaScript

Das Surfen im Internet und der Seitenaufbau sind sehr schnell, auch aufwändigere Websites werden sehr schnell geladen und gerendert. So gibt es keine großen Ladezeiten, und auch das Scrolling gestaltet sich flüssig.

Wer mag, kann eine Übersicht über die Webseite über einen kurzen Displaydruck aufrufen und so auf den gewünschten Teil der Webseite zum Zoomen doppelklicken. Wie bei anderen Android-Geräten wurde auch hier der Zoom per „Pinch und Zoom“ Fingergeste umgesetzt; so kann man per Fingerspreizen stufenlos in die gewünschten Webinhalte rein- und rauszoomen.

Im Browser sind maximal 16 Fenster parallel möglich, zwischen denen man per Menü nahtlos hin und her wechseln kann. In der Regel sollten diese 16 Browserfenster für Fans des Browser-Multitasking vermutlich genügen. Des Weiteren kann man im Browser die Schriftgröße einstellen und einen Popup-Blocker aktivieren. Adobe Flash wird ab Werk nicht mehr unterstützt, da Adobe den Support für Googles neuestes Android Betriebssystem eingestellt hat. Wer Flash trotzdem nutzen möchte, findet die passende Adobe Flash Installationsdatei problemlos im Internet.

Wie bei einem Desktop-Browser gibt es beim Samsung Galaxy Note 2 natürlich auch die Möglichkeit, Lesezeichen anzulegen, diese zu verwalten oder den Verlauf zu betrachten. Des Weiteren gibt es neben dem Standard-Browser natürlich auch Browser-Alternativen wie den Opera Mobile, Skyfire, Puffin, Dolphin HD oder Firefox 4. Hier entscheiden also wieder der persönliche Geschmack und die Anforderungen, die man an den Browser so stellt.

E-Mail

E-Mails sind wie nicht anders zu erwarten auch beim Samsung Galaxy Note 2 problemlos abzurufen. Der bevorzugte Weg führt natürlich wie schon erwähnt über den GMail (Google Mail) Account. Hier werden die Mails dann im Push-Verfahren auf das Gerät übertragen.

Wer lieber eine andere E-Mail-Adresse auf dem Samsung Galaxy Note 2 nutzen will, kann dies natürlich auch tun; hier bietet das Gerät den Zugriff auf IMAP oder POP3 Konten. In diesem genannten Fall wird Push-Mail per Exchange-Mail unterstützt; alternativ kann man auch das automatische Abrufintervall nach Belieben verändern, der kleinste Wert liegt bei rund 5 Minuten. Dies sollte sicher immer noch mehr als ausreichend schnell sein, wenn man seine Mails unterwegs lesen möchte. Anhänge kann man selbstverständlich auch mit dem Samsung Galaxy Note 2 empfangen und versenden, Bilder oder Musik als Beispiel stellen natürlich kein Problem dar.

Software-Market

Wer die Funktionen des Gerätes noch etwas erweitern möchte, sollte sich im Play Store (früher Android Market) umschauen. So gibt es u.a Programme für eine automatische Umschaltung der Lautstärke je nach Standort, ein Programm, das den nächsten Supermarkt in der Nähe findet, und viele weitere Tools. Hier lohnt auf jeden Fall ein regelmäßiger Blick in den Play Store. Klar gibt es hier auch viele eher unnütze Programme oder auch mal fehlerhafte Software, doch es gibt vieles, das sich wirklich lohnt anzuschauen.

Hier einige Programme, die ich durchaus empfehlen kann, auf dem Samsung Galaxy Note 2 zu installieren:

  • Angry Birds (ein sehr gutes kostenloses Spiel)
  • Astro (ein guter Dateimanager)
  • barcoo (Barcode Scanner mit Preisanzeige)
  • Business Calender (schönes Widget mit Kalenderübersicht)
  • Beautiful Widgets (nette Wetter- und Uhranzeige)
  • Bluetooth File Transfer (gute Übersicht über die BT-Verbindungen)
  • Currents (Newsreader von Google)
  • DB Railnavigator (Fahrplaninformation für Bahnfahrer)
  • Fancy Widgets (Wetter- und Uhranzeige)
  • GO SMS Pro (ein alternatives SMS-Programm mit schönen Themes)
  • IMDB (eine ziemlich bekannte Film- und Schauspielerdatenbank)
  • kicker.de (hier dreht sich alles um Fußball)
  • Layer (Augmented Reality Browser, Standortinformationen)
  • nachrichten.de (Nachrichtenübersicht nach Themen)
  • Nova Launcher (eine weitere Launcher-Alternative)
  • Programm Manager (das TV Programm im Überblick)
  • Quick Profiles (Umgebungsprofile anlegen und umschalten)
  • Qype (Restaurantbewertung mit GPS-Nutzung)
  • ran (alles zu Fußball / Sat1 Sport)
  • Soundhound (Titel und Interpret eines Musikstücks erkennen lassen)
  • Spare Parts (diverse Einstellungen am Android Betriebssystem vornehmen)
  • Sportschau (wie der Name vermuten lässt, geht es um Sport)
  • SPOX (hier dreht sich ebenfalls alles um Sport)
  • Tagesschau.de (hier weiß wohl jeder, worum es geht)
  • TaskSwitcher (einfaches Tool, um zwischen laufenden Programmen zu wechseln)
  • QuickProfiles (Profilumschaltung, Akku schonen und weitere Features)
  • Translate (Übersetzungstool für ca. 150 Sprachen)
  • TuneIn Radio (sehr gut sortiertes Online Radio)
  • Wapedia (Online-Enzyklopädie)
  • WeatherBug (Wetterinformationen mit Anzeige der Temperatur in der Statusleiste)
  • Wikitude (Standortinformationen)

Dies ist nur eine kleine Auswahl für das Samsung Galaxy Note 2. Es gibt noch wesentlich mehr an kostenlosen und auch kostenpflichtigen Programmen (~600.000 Apps / Stand: Okt. 2012). Es muss jeder selbst einen Blick auf den Android Market werfen, um zu schauen, was einem gefällt bzw. wichtig ist. Wer mag, kann mal auf http://play.google.com vorbeischauen.

Alternativ bietet Samsung unter dem Programmpunkt "Samsung Apps" einen eigenen Programmpunkt, um Apps herunterzuladen. Auch hier gibt es wahlweise kostenpflichtige und kostenlose Apps zu finden, die sich aber nahezu vollständig mit dem Google Gegenstück gleichen. Eine nette Idee, die aber noch extrem verbesserungswürdig ist, da die Anzahl der Apps meiner Meinung nach stark zu wünschen übrig lässt. Etwas positives hat der Samsung Apps Store aber, Samsung bietet gelegentlich Premium-Spiele (die sonst zum Teil ca. 5 Euro kosten) kostenfrei oder zum Aktionspreis an.

Fazit zum Samsung Galaxy Note 2

Das Samsung Galaxy Note 2 ist das wohl beste Zwittergerät aus Smartphone und Tablet auf dem Markt. Das Gerät bietet eine sehr gute Bedienung und vollständige Ausstattung. Dank des großen und leuchtstarken Displays lassen sich sämtliche Inhalte sehr gut auf dem Gerät ablesen. Die Ausstattung des Gerätes offenbart wie schon erwähnt keine Lücken; der größte Nachteil (oder auch Vorteil, kommt auf den Blickwinkel des Betrachters an) ist die Gerätegröße, die sicherlich nicht jedermanns Sache sein wird.

Vor dem Kauf sollte jedem klar sein, dass das Samsung Galaxy Note 2 schon ziemlich groß ist und es sich daher nicht immer einhändig bedienen lässt (dafür braucht man schon relativ große Hände). In die Hosentasche passt es aufgrund des flachen Gehäuses noch sehr gut, ohne unnötig aufzutragen. Das Gewicht von 180 Gramm wirkt in der Hand nicht so schwer wie es sich auf dem Papier vielleicht darstellt; ganz im Gegenteil, es liegt wirklich gut in der Hand. Das Gewicht wurde vermutlich durch die Verwendung von Kunststoff für das komplette Gehäuse erzielt; hier wäre etwas hochwertiger wirkendes Material schön gewesen.

Das Samsung Galaxy Note 2 spielt technisch in einer Liga mit dem Samsung Galaxy S3 oder HTC One X+, auch wenn diese im Vergleich natürlich kleinere Displays bieten. Das Hauptargument, mit dem Samsung das Gerät auf dem Markt antreten lässt, ist sicherlich das 5,5 Zoll große Display. Hier kann es im direkten Vergleich wirklich überzeugen, keines der anderen Geräte bietet so eine feine Auflösung und Displayfläche.

Wer also auf der Suche nach einem Nischengerät zwischen Smartphone und Tablet ist, wird mit dem Samsung Galaxy Note 2 definitiv seine Freude haben.

Bilder, Videos und Links

Hier finden sich abschließend noch einige Livebilder, die ich von dem Gerät gemacht habe. Des Weiteren folgen noch einige, weiterführende Links und Videos zum Samsung Galaxy Note 2.

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