Samsung Galaxy NX – die erste Android-Systemkamera

Beim Samsung Premiere 2013 Event im Juni in London hat Samsung mit der Galaxy NX die Produktneuheit gezeigt, die wir vorher schon vermutet hatten.

 

Nach der ersten Galaxy Camera, welche vergangenes Jahr zusammen mit dem Samsung Galaxy Note II präsentiert wurde, hat sich einiges getan. Denn es handelt sich bei der Samsung Galaxy NX eben nicht um eine einfache Digi-Cam mit Android-Betriebssystem. Wer sich ein wenig auskennt, dem wird der Name Samsung NX schon geläufig sein, denn hier bildet Samsung sein Systemkamera-Sortiment ab. Die GALAXY NX ist die weltweit erste Systemkamera mit 3G-Anbindung und Android.

Für den ambitionierten Hobbyfotografen bis hin zum Semi-Professionellen Bereich findet man bei Samsung NX Kameras eine breiten Auswahl an Wechselobjektiven vor.

Konkret hat Samsung  aktuell 13 Objektive für die neue Galaxy NX präsentiert. Diese reichen von Pancake, über Fischauge, bis hin zu Zoomobjektiven unterschiedlichster Brennweiten. Ich entschuldige mich hier schon direkt dafür, dass ich kein Profi in diesem Segment bin und Maße mit daher nicht an die Qualität der Objektive beurteilen zu können.

 

Die technischen Rahmendaten der Kamera:

  • 20,3 MP APS-C Sensor
  • DRIMe IV Image Signal Prozessor
  • Advanced Hybrid Auto Focus
  • Verschlusszeit 1/6000sek bei 8,6 Bildern pro Sekunde
  • Android Jelly Bean
  • Wifi, 3G, 4G
  • 4,8” Display

Hier kommen wir mal zu dem, was die Samsung Galaxy NX von den meisten Konkurrenten abgrenzt. Statt eines proprietären Betriebssystems, welches die Kamerafunktionen abbildet, bekommen wir die für viele Nutzer vertraut wirkende Android-Oberfläche. Die Software wurde entsprechend angepasst, sodass ein Zugriff auf die Kamerafunktionen jederzeit möglich ist und man die Hardware-Tasten entsprechend nutzen kann um schneller durch Menüs zu navigieren.

Der nächste Punkt ist natürlich die Möglichkeit die Bilder von der Kamera zu transferieren - via WLAN, UMTS oder sogar LTE. WLAN in Verbindungen mit automatischen Backup-Tools klingt für mich persönlich super verlockend. Vorbei die Zeit, in der man zu Hause herum lief und das passende Kabel für den PC oder den Fernseher suchte. Damit 3G/4G aber so richtig spannend ist, muss sich wohl in der kompletten Tarifstruktur der Provider noch was tun. Denn mal ehrlich, ich mach doch kein 20 MP-Bild mit Zoomobjektiv um das direkt durch Instagram zu jagen. Obwohl, nur weil ich das nicht machen werde, heißt es ja nicht das die Käufer dieser Kamera vielleicht doch so ticken. Manches macht man ja eben dann doch, wenn man kann ;)

 

Wird die Galaxy NX ein Erfolg?

Insgesamt bleibt es sehr fraglich, ob Samsung mit dieser Kamera signifikante Absatzzahlen erzielen kann. Ich denke es gibt viele Skeptiker und wer in diesem Preissegment investieren will, der experimentiert eventuell nicht so gern, sondern setzt doch lieber auf bewährte Systeme. Warten wir mal die Markteinführung ab und schauen wie sich die Preise dann über die ersten Wochen entwickeln.

Angekündigt ist die Galaxy NX  für den deutschen Markt ab August zu einem Preis ab 1499 Euro.