Samsung Galaxy S3 Test – Mein Eindruck nach 24 Stunden

Samsung Galaxy S3 Test

Samsung Galaxy S3 Unboxing, Samsung Galaxy S3 Hands On - mein Newsfeed quillt über mit Meldungen rund um das neue Flaggschiff der Android Front und auch mich treibt dieses Thema an. Ich durfte höchstpersönlich der Vorstellung in London beiwohnen und habe danach meinen ersten Eindruck zum bestem gegeben.

Jetzt ist es endlich so weit, kurz vor dem nahenden Verkaufsstart und der BASE Midnight Shopping Aktion darf ich mein Samsung Galaxy S3 in marble-white schon in Händen halten. Kollege Marc hat auch eins erhalten, also könnt ihr euch auf massig Input in nächster Zeit freuen und genießt hier an einer Stelle direkt zwei unabhängige Kundenmeinungen. Artikel von Marc: Samsung Galaxy S3 Test - Das neue Android Flaggschiff

Mit der Auflistung von harten Fakten und dem Vergleich mit anderen Smartphones habe ich meinen letzten Artikel begonnen, daher lass ich dies hier zu Anfang weg. Dafür kommen nun persönliche Eindrücke, Gedanken, Meinungen und Tipps für den Anwender. Ihr könnt natürlich gerne zurück blicken: Samsung Galaxy S3 Test beim Unpacked Event

Für alle lesefaulen Besucher sei erwähnt, dass ich unten eine ausführliche Bildergalerie mit vielen Screenshots folgen lasse - und - hier zudem ein HD-Spiele für Samsung Galaxy S3 im Test Artikel mit In-Game Videos zu finden ist.

Design, Form und Qualität

Das Design von der Natur inspiriert, die Formen möglichst natürlich und für den Menschen optimiert. So lässt sich wohl das Konzept von Samsung hinter dem Samsung Galaxy S3 zusammenfassen. Und mein erster Eindruck an dieser Stelle war vollkommen richtig, auch nach längerem Gebrauch (und endlich ohne Diebstahlsicherung) liegt das Gerät super angenehm in der Hand. Es ist angenehm leicht, toll ausbalanciert und überall entsprechend abgerundet, sodass keinerlei störenden Kanten zu spüren sind. Die Positionierung der Buttons ist angenehm und ich als alter Samsung Nutzer fühle mich direkt wie zu Hause.

Die Benachrichtigungsleuchte oben links ist einfach super praktisch, dazu später mehr. Von der Optik und Funktion her bescheinige ich ihr eine vernünftige Ablesbarkeit in allen Farben (Weiß, Blau, Grün, Rot), ob dies auch für das blaue Modell gilt, kann ich nicht verbindlich beurteilen.

Der Ein-/Ausschalter sowie die Lautstärke wippen liegen  von der Höhe her so, dass ich sie bequem auch bei einhändiger Bedienung nutzen kann, alles wunderbar.

Auf der Rückseite liegt die Kameralinse mittig und wird vom Blitz sowie Lautsprecher symmetrisch umgeben. Mittige Kamera gefällt mir immer sehr gut, es ist einfach etwas natürlicher beim Fotografieren, wenn man keinen Versatz beachten muss. Die Lage des Lautsprechers kam mir allerdings beim Spielen auch schon ungelegen. Da landete gerne mal der Finger genau auf der Abdeckung und ich musste mich über dumpfen Ton wundern. Aber das ist wohl Gewöhnung, bzw. Typ Frage, wie man sein Handy so hält.

Das Einsetzen des Akkus der microSIM sowie eventueller Speicherkarte verläuft selbsterklärend, ansonsten rate ich zum Blick ins Handbuch. Der Akkudeckel ist wie bei den letzten Samsung Geräten üblich extrem biegsam, sitz aber stets super fest.

Insgesamt würde ich dem Samsung Galaxy S 3 Bestnoten bei der Verarbeitungsqualität bescheinigen, da es keine unregelmäßigen Spaltmaße aufweist, nichts klappert oder knarzt. Jetzt kommt aber der Hammer, denn mein Gerät ist beschädigt. Da es ein Pressegerät ist, welches durch unzählige Hände ging, kann ich nicht beurteilen wie das passiert ist und ob es vertretbar ist oder nicht. Jedoch sind rund um meinen Kamerahügel Rissen in der Lackierung zu erkennen. Wenn man den Deckel abnimmt, ist an der Innerseite nichts zu erkennen. Ich werde die Augen in den Weiten des Internets offen halten, ob sich ähnliche Fälle häufen. Bisher habe ich keinen Grund dazu, hier einen Serienfehler zu unterstellen. Screenshot ist unten in der Galerie.

Auf die Große Diskussion zur Wertigkeit der Materialen gehe ich hier nicht weiter ein, das Samsung Galaxy S 3 ist sehr leicht und mir gefällt es. Ihr dürft gerne eure Meinung in die Kommentare packen ;)

Software,  Homescreens und App-Menü

Zur Erinnerung: Alles was ich hier beschreibe, findet ihr unten in der Screenshot-Sammlung wieder.

Das mir vorliegende Gerät läuft mit dem aktuellen Android 4.0.4, Firmwareversion I9300XXALE8. Somit ist die Software noch mal etwas neuer als damals in London und entspricht nach meinem Kenntnisstand auch der ersten Auslieferungsversion.

Zurück zu Android Ice Cream Sandwich, welches Samsung zwar angepasst hat, aber doch sehr nah am Original liegt. Ihr findet standardmäßig sieben Homescreens vor, mit einem Icon Gitter von 4x4 Apps bzw. Widgetplätzen. Die Anzahl der Homescreens und welcher davon euer Hauptbildschirm ist, könnt ihr ganz einfach in der Übersicht einstellen. In der unteren Dock Leiste finden bis zu fünf Symbole Platz, endlich ist hier auch das Ablegen von Ordnern erlaubt worden.

Im App Drawer, also der Übersicht aller Apps, findet ihr nun drei Reiter vor. Menü, Widgets und Heruntergeladene Anwendungen. Ich stelle alle drei Kategorien kurz vor.

Menü: Dies ist die Standardansicht, die alle Apps auf eurem Gerät umfasst, wobei Samsung so nett war eine Funktion zu integrieren, die euch erlaubt ungeliebte Apps einfach ausblenden zu lassen. Zudem könnt ihr aus drei Anzeigetypen wählen, dem frei anpassbaren Raster, dem automatisch alphabetisch sortiertem Raster und der alphabetischen Liste. Vielen Dank, dass endlich diese Optionen hier Einzug gefunden haben.

Heruntergeladene Anwendungen: Hier befindet sich eine Übersicht über die Apps, die nicht fest mit dem System verbunden sind. In meinem Fall waren hier direkt schon Apps vorinstalliert, die sich aber auch einfach wieder entfernen lassen. So kann ich gut mit App Empfehlungen leben, weil ich alle ungewollten Apps direkt über Bord werfen kann.

Widgets: Mit der Vorstellung von Android 4 hatte Google hier die alte Systematik hinter der Widgetverwaltung komplett erneuert. Man findet seine Widgets nicht mehr über langes drücke auf den Homescreen, sondern hat hier ein eigenes Menü. Netterweise haben alle Widgets eine Vorschau, somit weiß man viel leichter um was es sich eigentlich handelt und muss nicht jedes Widget durch probieren.

Ein kleiner Unterschied zum originalen Android 4 liegt darin, dass Samsung sich entschieden hat, die einzelnen Kategorien nicht durch scrollen zu verbinden. In jeder Kategorie kann ich durch scrollen und komme nach der Letzten, wieder auf die erste Seite. Dies gilt übrigens auch für die Homescreens.

Tipp für Fortgeschrittene: Wenn ihr euch ganz sicher seid, dass ihr bestimmte Apps oder Widgets niemals brauchen werdet, dann schaut mal unter Optionen > Anwendungsmanager > Alle, wählt die entsprechende Anwendung aus und deaktiviert diese. Aber bitte nur machen, wenn man weiß was man tut!

Standard Apps

Ich denke es sprengt den Rahmen, wenn ich jetzt zu jeder App etwas erzähle, die sich auf so einem Gerät befindet, aber ein paar Details finde ich Erwähnenswert.

Nachrichten (SMS):

Klassisches SMS Programm wie es jeder kennt, also nicht weiter spannend. Womit Samsung sicherlich vielen eine Freude macht, ist die Möglichkeit das Design zu verändern. Einfach in der SMS Anwendung die Menü Taste drücken und dann Optionen wählen. Darstellung der Sprechblasen und Hintergrund lassen sich nun aus einer kleinen Auswahl von vorgefertigten Designs wählen. Natürlich kein Killer-Feature, aber freut den ein oder anderen sicherlich.

Telefon:

Tatsache, manch einer von uns benutzt auch diese App ab und an. Vier Reiter hat sie zu bieten und einige praktische Handgriffe sind möglich. Es ist eine Liste aller Vorwahlen hinterlegt, sodass die Nummern optisch an passenden Stelle unterbrochen werden, z.B. in 0177 123456. Des Weiteren wird das schnelle wählen im T9-Stil ermöglicht. Eine Funktion ohne die ich nicht leben kann. Wenn ihr z.B. den Ulf anrufen wollt, dann drückt ihr einfach 853, wie beim SMS schreiben per T9 sucht das Samsung Galaxy S3 automatisch den richtigen Kontakt.

Der zweite Reiter, dass Anrufer Protokoll. Was habe ich hier schon verärgerte Nutzer erlebt, weil dieses Protokoll entweder zu viel oder zu wenig aussagt. Manch einer mag hier nur gewählte Nummer sehen, andere mögen SMS dazwischen oder noch was anderes. Samsung lässt uns wählen: Optionen > Anzeigen: siehe Screenshot unten.

Der Reiter Favoriten ist selbsterklärend, spar ich mir große Ausführungen. Es sei nur gesagt, er kann die automatisch von Google übernehmen, super wenn man es einmal eingerichtet hat.

Letzter Reiter, Kontakte: Hier wird automatisch in die Kontakte App umgeschaltet und man findet alles was man brauch, komplette Liste, Suche oder Gruppen. Kleiner Tipp für alle mit großem Telefonbuch, die trotzdem nicht die Suche nehmen wollen. Mit dem Finger über die Leiste am rechten Rand fahren und ihr bekommt den Buchstaben eingeblendet, z.B., „M“. Jetzt den Finger leicht Richtung Displaymitte bewegen und weiter runter fahren. Jetzt geht ihr innerhalb des Buchstaben „M" weitere Buchstaben durch, z.B. „Ma“, „Mi“, „Mu“.

S Planer (Kalender):

Das volle Programm für den Heimanwender sag ich mal, da ich keinen Exchange Server habe um das komplette Business-Umfeld zu testen. Für jeden Geschmack ist was dabei, Jahres-, Monats-, Wochen-, Tagesansicht und eine Agenda mit allen anstehenden Terminen. Ich finde es übersichtlich gegliedert und gut zu benutzen, auch hier noch ein kleiner Tipp. Einfach die typische Zoomgeste mit zwei Fingern machen um die Zeiträume zu verkleinern oder zu vergrößern.

Integriert in den Kalender ist auch eine Aufgabenverwaltung, welche sich allerdings leider nur mit Samsung Synchronisieren lässt und nicht mit dem Google Konto, für mich ein Grund es nicht zu nutzen.

Tastatur:

Man kann wählen zwischen der altmodischen 3x4 Eingabe (Zahlenfeld) oder der modernen QWERTZ Variante. Die Samsung Tastatur macht einen guten Eindruck und bietet, wenn gewünscht, auch brauchbare Korrektur und Wortvervollständigungen an. Zudem lässt sich die Funktion T9-Trace aktivieren. Manchem sicher bekannt als Swype, wurde diese Technik nun in die normale Tastatur eingebunden und der geneigte User kann wischen statt tippen. Muss man einfach mal ausprobieren, ich habe schon genug Einsteiger sehr schnell damit glücklich werden sehen. Ich persönlich wechsle immer Phasenweise hin und her. Wem die Tastatur nicht gefällt, der kann aber ja Android typisch einfach alternativen aus dem Play Store laden.

Internet (Browser):

Wer dann doch nicht für alles eine App hat, der greift gerne mal zum mobilen Browser. Was Samsung hier abgeliefert hat, ist ein ausgereiftes Programm. Die Verwaltung der Favoriten, mehrere Tabs, Inkognito Modus, fließendes Zoomen per Fingergeste, Zoomen per Fingertippen, Desktop Modus, Offline Speichern usw.

Die Geschwindigkeit beim Scrollen ist auch erste Sahne, selbst bei vollwertigen Desktop Versionen kann man zügig und ohne nachladen über große Seiten navigieren. Hier sucht man sich nicht mehr mühselig irgendwas am Handy zusammen, da hat man vollwertiges Surfvergnügen. Natürlich kein Vergleich zu einem 10 Zoll Tablet vom Platzangebot her, aber ihr wisst schon wie ich das meine.

Freudige Neuigkeit für alle Google Chrome Nutzer am PC, eure Bookmarks werden auf Wunsch direkt synchronisiert.

S Voice (Sprachsteuerung):

Eigentlich ist die Sprachsteuerung nichts Neues am Mobilfunkhimmel, aber seit Apple Siri vorgestellt hat, konnte das Thema wieder an Aktualität gewinnen. Leider habe ich kein iPhone 4s greifbar und meine Erfahrungen mit Siri sind daher auf Testberichte andere begrenzt. Soll ja angeblich ganz gut funktionieren, auch wenn ich es für komplett nutzlos in meinem persönlichen Alltag halte. Ich bin durchaus schneller mit der normalen Bedienung und zu dem kommt es mir komisch vor in der Öffentlichkeit diese Befehle zu diktieren, geht ja auch niemanden etwas an.

Zurück zu S Voice! Die Reihe von verfügbaren Befehlen ist lang und kann gerne unten in der Screenshotgalerie bewundert werden. Grob gesagt könnt ihr es nutzen für Wettervorhersagen, Google Suchanfragen, Telefonie, SMS, Kalender, Wecker und Kalendereinträge. Die ersten Gehversuche meinerseits mit der Funktion waren durchwachsen, einerseits versteht er mich schon ganz gut, andererseits bin ich viel zu ungeduldig für sowas. Ich denke er hat es nicht verstanden und ruf noch etwas hinterher, natürlich ein Fehler.

Ich werde mich in Zukunft mal zwingen S Voice einzusetzen um einen ausführlicheren Bericht dazu abzuliefern. Für den Anfang würde ich sagen, dass ist ganz nett, aber kein Kaufgrund!

Update 05. Juni 2012: Samsung Galaxy S3 - S Voice und App-Sprachbefehle

Dropbox (Cloudspeicherdienst):

Historisch betrachtet keinen Standard Funktion eines Telefons, aber es gehört heute halt zum guten Ton, dass man eine Lösung in der Cloud bietet. Samsung hat hier nichts Eigenes aufgebaut, sondern bietet einen Partnerschaft mit dem etablierten Dienstleister Dropbox an. Dropbox verschenkt generell zwei Gigabyte Speicher an jeden Kunden, Samsung legt 48 GB für 24 Monate oben drauf. Diese addieren sich einfach mit eurem bisherigen Speicherplatz, bei mir sind es nun also 73 GB ;)

Bei Fragen zur Nutzung von Dropbox, meldet euch ruhig, ich kenn mich da recht gut aus, will nun hier aber nicht dem Rahmen sprengen. Für die besorgten unter euch, Server Standort USA.

Benachrichtigungsleiste und Energiesteuerung

Typisch für Android ist die Benachrichtigungsleiste, eine super praktische Angelegenheit, die jeder Nutzer in kürzester Zeit zu schätzen lernt. Samsung hat hier schon seit vielen Modellen eine zusätzliche Energiesteuerung platziert, also den Zugriff auf gewisse Schalter wie WLAN ein/aus. Neuerdings ist diese Leiste nun seitlich verschiebbar, somit passen ganze zehn Schnellzugriffe dorthin, wo mein Samsung Galaxy Note nur 6 beherbergen konnte.  Zusätzlich findet ihr darunter ein kleines Zahnrad, was euch direkt in die kompletten Einstellungen bringt.

Für alle die Android 4 noch nicht kennen, man kann nun auch einzelne Benachrichtigungen entsorgen, in dem man sie einfach rechts aus dem Bild herausschiebt.

Ansonsten die Screenshots anschauen oder fragt nach, ich gehe aber mal davon aus, dass die meisten das grundlegende Android Konzept kennen. Ich beantworte aber, wie gesagt, gerne jede Frage!

Sperrbildschirm mit vielen Optionen

Alle Optionen zum Sperrbildschirm findet ihr unter Optionen > Sicherheit > Bildschirmsperre bzw. Optionen zum Sperren des Bildschirms.

Ihr dürft wählen aus ganzen acht möglichen Sperrbildschirmen: Wischen, Bewegen, Gesichts-Entsperrung, Gesicht und Stimme, Muster, Pin, Passwort, Keine

Das Ganze in kürze erläutert, da wo es nötig ist:

  • Wischen: Einfach Geste auf dem Bildschirm, funktioniert an jeder Stelle in jede Richtung
  • Bewegen: Finger aufs Display drücken und dann das Ganze Smartphone einmal zurück und vor Kippen, fertig entsperrt
  • Gesichts-Entsperrung: Die Kamera scannt euer Gesicht, funktionierte im Test einwandfrei, ihr solltet nur keine zu ähnlich aussehenden Geschwister haben ;)
  • Gesichts und Stimme: Ihr könnt alternativ zum Gesichtsscann auch per Sprachbefehl entsperren lassen, sicherlich ein cooles Feature in der Bahn, da der Text frei wählbar ist. Ich werde es wohl eher nicht benutzen J
  • Muster: Sollte bekannt sein, ihr zeichnet einen Pfand mit eurem Finger aufs Display, dieser muss der Vorgabe exakt entsprechen
  • PIN und Password sind alte Bekannte, je nach Belieben eine Zahlenkombination oder doch ein komplexes Passwort eintippen.
  • Keine: Knopfdrücken und los geht es, der Sperrbildschirm wird gänzlich ausgelassen. Kann interessant sein, je nach dem was ihr so für eine Handytasche nutzt.

Das wäre jetzt schon mal gar keine schlechte Ausgangsbasis was Samsung uns hier anbietet, aber für das Samsung Galaxy S3 wollte man noch einen drauf setzen. Daher ist für den normalen Sperrbildschirm noch einiges an Einstellungen möglich. Diese funktionieren allerdings nicht für Gesichtserkennung, Muster, PIN, Passwort, da man hier wohl eher nicht möchte, dass jedermann viele Informationen direkt einsehen kann.

Anbei eine Liste der einzeln zu aktivierenden zusätzlichen Features für euren Sperrbildschirm:

  • Schnellzugriffe: Bis zu vier frei wählbare Apps, welche sich direkt per Geste ohne zu entsperren starten lassen
  • Ticker: News oder Aktienkurse lassen sich einblenden, Themengebiete bzw. Aktienwerte, Aktualisierungsintervall und Geschwindigkeit sind selber zu wählen. Als Quelle dient hier Yahoo und liefert die Neuigkeiten in gewünschter Sprache aus, auch auf Deutsch verfügbar. Ein wesentlicher Fortschritt, mein erstes Galaxy konnte ähnliches nur auf Englisch.
  • Kamera-Schnellzugriff: Wer seine vier Anwendungen schon vergeben hat, kann hier zusätzlich die Kamerageste aktivieren. Finger aufs Displaylegen und Gerät um 90° drehen und schon kann man fotografieren, ich hab mich innerhalb von einem Tag an den Handgriff gewöhnt, hier hat jemand wirklich was sinnvolles geschaffen.
  • Uhr: Ein- oder Ausblenden möglich, vielleicht wollt ihr ja lieber das Foto eurer Liebsten in vollem Umfang genießen. Cooles zusätzliches Feature, befindet man sich in einer anderen Zeitzone, kann man sich auch beide Zeiten einblenden lassen.
  • Wetter: Passend zum aktuellen Standort gibt es Temperatur, ein Bildchen zur Lage und den Ort.
  • Welleneffekt: Jeder der die Präsentation des Samsung Galaxy S3 gesehen hat weiß was gemeint ist, alle anderen werden es schnell lernen. Es ist nur eine optische Spielerei, wer diese nicht mag kann hier eine etwas klassische Variante wählen.
  • Hilfetext: Jeder kennt es, wenn man sein Handy mal etwas länger hat, brauch man keine Einblendung mehr, die uns erklärt „Zum Entsperren über den Bildschirm streichen“. Auch hier danke an Samsung, dass man auf die Nutzer hört und so Kleinigkeiten beachtet.
  • Wecken in Samsung-Entsperrung: Der Punkt ist jetzt mal nicht selbst erklärend. Es geht darum, dass zusätzlich die Sprachsteuerung auf dem Sperrbildschirm aktiv ist. Ihr könnt dann im Untermenü Entsperrbefehl festlegen eurem Gerät noch ein paar Tricks beibringen und auf eigene Kommandos hin unzählige direktzugriffe einspeichern. Wie z.B. das starten der Kamera oder das Anzeigen der verpassten Anrufe.

Am Rande sei noch erwähnt, dass verpasste SMS und Anrufe auch direkt auf dem Sperrbildschirm gezeigt werden und man in diesem Fall, durch streichen über das entsprechende Symbol auch direkt dorthin gelangt.

LED-Anzeige

Unter Optionen > LED Anzeige sind verhältnismäßig wenig Einstellungen vorhanden. Ihr könnt nur entscheiden, ob die LED benutz wird beim Laden, als Akku Warnung und bei verpassten Ereignissen. Ich hätte damit gerechnet, dass die Farben frei belegbar sind. Dazu gibt es aber normalweise Lösungen aus dem Google Play Store, ich werde bei Gelegenheit mal eine vorstellen ;)

Ansonsten klappt das ganze wunderbar bei mir, alle System Apps wie auch selber heruntergeladene Anwendungen greifen auf die leuchte zu und man spart sich ständiges nervöses entsperren des Displays.

Wird mein Gerät z.B. grade geladen, leuchtet die LED in Rot. Da ich aber nun einen verpassten Anruf habe, blinkt sie alle fünf Sekunden blau. Alles in allem eine sehr praktische Geschichte, die ich schon bei meinem HTC Sensation XE sehr gemocht habe. Nur das die LED beim Samsung Galaxy S3 wesentlich markanter leuchtet und besser meine Aufmerksamkeit erregt.

Für alle, die sich jetzt um ihren Akku sorgen. Natürlich braucht so eine LED Strom und läuft nicht mit Luft und Liebe, allerdings ist der Verbrauch einer einzelnen LED wirklich zu vernachlässigen. An einem meiner letzten normalen Handys von Sony Ericsson war eine verbaut, die immer leuchtete und der Akku hielt die ganze Woche.

Display

4,8 Zoll und 720p Auflösung. Es macht auf mich einen großartigen Eindruck, die Wiedergabe der Farben und die Schärfe sind absolut top. Wir befinden uns hier vom Verhältnis der PPI (Pixel per Inch) zwar nicht ganz auf dem Wert des iPhone 4 oder Samsung Galaxy Nexus, aber es ist schon richtig gut. Wer nicht grade von einem der anderen Geräte wechselt wird seine wahre Freude haben. Ob man jetzt ein Freund von LCD oder von SAMOLED Displays ist, dass bleibt jedem selbst überlassen. Ich bevorzuge OLED Technik, da hier die schwarzen Pixel wirklich ausgeschaltet sind und nicht eine schwarze Folie durchleuchtet wird, was nun mal zu grau führt (LCD).

Nun ja, ich will keinen mit technischen Details langweilen, wer sie hören will schaut mal bei Wikipedia rein oder schreibt mir was in die Kommentare.

Ich habe zusammen mit dem Dominik mal ein paar Testbilder geschossen, im Vegleich zu sehen sind: Samsung Galaxy Note, Samsung Galaxy S3 und Apple iPhone 4. Bei allen wurde mit maximaler Helligkeit gearbeitet. So nebeneinander betrachtet sind die unterschiede schon erheblich. Mir persöhnlich ist das iPhone Display zu hell und grell, allerdings hat es wohl deutlich bessere Weiß-Werte. Es ist alles irgendwo Geschmackssache, aber wer empfindliche Augen hat, könnte sich an der Färbung des Samsung Galaxy S3 stören.

Es sei noch erwähnt, dass ihr unter Optionen > Anzeige > Bildschirmmodus aus vier verschiedenen Voreinstellungen wählen könnt, welche die Farbtemperatur des Displays an eure Vorstellungen anpassen.

Kleiner Tipp noch, wo wir grade bei den Optionen zur Anzeige sind. Jeder sollte man einen Blick auf den Unterpunkt Schriftgröße werfen und ein bisschen damit spielen. Es wirkt sich systemweit auf fast alle Standardapps aus und sollte somit an die eigenen Augen angepasst werden. Ich bevorzuge kleine Schriften und bekomme somit viel Inhalt auf einen Bildschirm, aber das muss nicht jedem gefallen.

Performance

Quad Core Power vom feinsten ist am Werk und lässt das komplette Menü und die Homescreen Verwaltung zackig und ohne jedes stottern ablaufen. Es ist einfach nur weich und schön, herrlich. Aber gut, das haben wir bei dem Preis auch alle so erwartet.

Also bin ich mal an die Spielefront gezogen und habe GTA III und ShadowGun ausprobiert, aber bei beiden konnte ich keinerlei Verzögerung oder ruckeln erzeugen. Zudem sei erwähnt, dass die Wärmeentwicklung sich in Grenzen hielt. Mein Samsung Galaxy Note hat da ganz andere Temperaturen gefahren, das Samsung Galaxy S3 wird hier nur lau warm, weit entfernt von heißen Geräten wie dem S2 oder dem neusten iPad. Also jeder Spieler kann hier zuschlagen, noch ist kein Spiel im Market was das S3 fertig machen kann. Wer hier noch was getestet haben möchte, sagt Bescheid, ich gebe auch mal n Euro aus um die Grenzen des Gerätes auszuloten.

Ich erspare mir und euch an dieser Stelle unzählige Screenshots von Benchmark Programmen. Dies ist mein sechstes Android Telefon und ich beurteile es einfach mal aus dem Bauch heraus. Die Kiste rennt und rennt und rennt. Die Menüs laufen super flüssig, wenn man den Videoplayer öffnet spielt er alle vorhanden Videos gleichzeitig in der Miniaturvorschau ab. Zusätzlich kann man sich Videos in ein schwebendes Fenster legen lassen und diese problemlos weiter schauen während man im Internet surft und ähnliches. So was kann mir kein Benchmark zeigen, da steht einem einfach der Mund offen, dass dies grade auf meinem Telefon passiert.

Kamera, Bild und Video

8 Megapixel und ein Blitz, das ist die Basis mit der wir es zu tun haben. Es sind sicherlich nicht die meisten Megapixel am Markt, aber der Bildsensor scheint wirklich gut zu sein. Ich bin mit den Bildern sehr zufrieden und habe natürlich unten eine ganze Reihe Probeaufnahmen und ein Video für euch bereitgestellt.

Die Kamera App an sich ist vollgestopft mit Funktionen, wie dem Kamerawechsel Front/Rück, Blitz, diversen Aufnahmemodi wie Einzelbild, Serie, HDR, Smile, Beauty, Panoramabilder, Cartoon. Alt bekannt sind auch die Szenen wie Portrait, Landschaft, Party und viele mehr. Dazu gesellen sich Einstellungen zur Belichtung, zum Weißabgleich usw.

Meine Kenntnisse im Bereich der Fotografie reichen nicht aus um hier irgendwelche kompetenten Auswertungen zu machen, daher lasse ich es bleiben. Festzuhalten ist definitiv eine super Auslöseverzögerung, man kann einfach auf den Auslöser hämmern und es wird sofort Bild um Bild geschossen, echt top.

Die Videofunktion bei 1080p läuft auch super gut auf dem Gerät, zwischendurch mal eben auf den eingeblendeten Auslöser drucken stört auch kein bisschen. Schaut euch das Video an, ich denke man erkennt nicht, dass ich nebenbei noch Fotos mache ;)

Fazit

Bestes Android Smartphone am Markt möchte man sagen, aber das steht mir nicht ganz zu. Das HTC One X hab ich nicht in eigenen Händen um in allen Disziplinen zum Vergleich anzutreten. Aber alles in allem bekommt ihr ein super solides Stück Hardware mit meiner Meinung nach richtig gut bedachter Software.

Die Performance ist hier noch nicht ausgereizt, egal was ich ausprobiert habe, es ließ sich nicht zum ruckeln bringen. Aber auch hier gilt, dass Gerät ist noch neu und es ist nicht zugemüllt, mal sehen was ich dazu später sagen kann. Trotzdem ist es toll zu sehen was Samsung so dazu lernt über die letzten Jahre, ein frisches Samsung Galaxy S der ersten Generation war da noch was ganz anderes.

Zu bedenken bleibt, dass dies mein erster Eindruck nach einem Tag ist. Viele Funktionen müssen sich im Alltag noch beweisen. Zum Beispiel die Nutzung von S Voice im Alltag, die Qualität des GPS bei Navigation, die Funktionstüchtigkeit von SmartStay bei verschiedenen Lichtverhältnissen und natürlich die Akkulaufzeit nach einem größeren Zeitraum.

Die technischen Details gibt es für alle interessierten direkt bei Samsung.

Ansonsten folgen jetzt einfach viele Bilder, wer mag kann gerne Fragen und Anregungen für weitere Artikel geben.

Bilder Galerie 1 von 3: Vergleich Samsung Galaxy Note, Samsung Galaxy S3, Apple iPhone 4

Bilder Galerie 2 von 3: Screenshots

 

Bilder Galerie 3 von 3: Probeaufnahmen

Probevideo in 1080p:

Autor: Heiko Both