Samsung Galaxy S4 – viele Software-Extras

Schon beim Galaxy S3 und beim Galaxy Note 2 hat Samsung auf Software-Features gesetzt, die dem Gerät das gewisse Etwas geben und es von anderen Smartphones unterscheiden. Beim neuen Android-Flaggschiff, dem Samsung Galaxy S4 schlagen die Koreaner auch diesen Weg ein und statten es mit satten Extras aus, die sich sehen lassen können.

Samsung hatte ja bereits vor der Präsentation des Galaxy S4 erklärt, dass man weniger mit technischer Ausstattung als vielmehr mit innovativen Funktionen punkten will. Natürlich finden Features wie Smart Stay, Smart Alert, S-Voice und Pop-up-Play, die von anderen Samsung-Modellen bereits bekannt sind, auch ihren Weg aufs Samsung Galaxy S4. Der neue High End-Bolide, der Ende April 2013 auf den Markt kommen wird, hat aber noch einiges mehr zu bieten.

Smarte Features für mehr Bedienkomfort

Bedienkomfort wird beim Samsung Galaxy S4 groß geschrieben. Schon vor der Vorstellung des neuen Smartphones war viel über Features wie Air View geredet worden. Das Samsung Galaxy S4 hat nun tatsächlich die vom Galaxy Note 2 bereits bekannte Air View-Funktion bekommen. Allerdings wird beim SGS4 nicht der S Pen wie beim Note 2 benötigt, sondern der Finger ist ausreichend. Dank Air View kann man den Finger knapp über den Bildschirm halten und bekommt so beispielsweise eine schnelle Vorschau auf die Inhalte von SMS, E-Mails, Kalendereinträgen, Bilder-Galerien oder Videos. Ähnlich funktioniert auch Air Gestures: Beispielsweise in einer Bilder-Galerie oder beim Musik hören kann man mit einer einfachen Handbewegung (und ohne dabei das Display berühren zu müssen) durch die Fotos blättern oder zum nächsten Song weitergehen. Auch Anrufe können so mit nur einer Wisch-Geste angenommen werden und der Nutzer kann im Browser zum nächsten Tab blättern.

Das Samsung Galaxy S4 muss nicht berührt werden, um es zu bedienen. (Bild: Samsung)

Das Samsung Galaxy S4 weiß, was der Nutzer macht

Eine wirklich nette Funktion ist auch Samsung Smart Pause. Beim Videoschauen wird die Wiedergabe automatisch gestoppt, sobald der Nutzer die Augen nicht mehr auf den Bildschirm gerichtet hat. Dreht man sich dann wieder dem Display zu, startet das Video von selbst wieder. Auch über Samsung Smart Scroll war schon vor der Präsentation des Samsung Galaxy S4 spekuliert worden und tatsächlich statten die Koreaner das neue Top-Modell mit dieser Funktion aus. Smart Scroll soll das Lesen im Browser oder von E-Mails erleichtern, indem es sowohl die Augen als auch Bewegungen des Handgelenks erkennt und automatisch entsprechend hoch- oder herunterscrollt.

Die Kamera des Samsung Galaxy S4 wird smarter

Auch für die Kamera des Samsung Galaxy S4 hat sich Samsung einiges einfallen lassen. Zwar kommt weder, wie im Vorfeld spekuliert eine 3D-Kamera noch die Photo Sphere-ähnliche Funktion Orb zum Einsatz, doch die Funktionen, mit denen Samsung die Kamera im neuen Flaggschiff ausstattet machen das locker wett. So können Fotos und Videos dank der Dual Camera Funktion gleichzeitig mit der Front- und mit der rückwärtigen Kamera aufgenommen werden. Diese Fotos und Videos können durch eine ganze Reihe von Effekten ergänzt werden, außerdem kann der Nutzer sie in allen möglichen Variationen zu einem Bild oder Video zusammenfügen. Außerdem kann man beispielsweise auch während eines Videochats mit der Hauptkamera noch Fotos aufnehmen.

Das Samsung Galaxy S4 kann beide Kameras gleichzeitig nutzen. (Bild: Samsung)

Auch einen Burst Modus bekommt das Samsung Galaxy S4. Damit lassen sich bis zu 100 Bilder in nur vier Sekunden aufnehmen. Dank der Funktion Drama Shot können sie dann beispielsweise zu einem einzigen Bild zusammengefügt werden, um so eine Art Zeitraffer-Aufnahme zu erhalten. Sound & Shot wiederum ermöglicht es, zu einem Bild auch für einige Sekunden einen Ton aufzunehmen, was dann einen ganzheitlichen Eindruck schafft. Ein weiterer neues Modus ist Eraser. Die Kamera nimmt mehrere Fotos von einer bestimmten Szene auf und setzt sie dann zu einem einzigen Bild zusammen, aus dem unerwünschte Objekte entfernt werden.

Persönliche Foto-Alben ohne viel Aufwand

Mit dem Feature Story Album können automatisch Foto-Alben erstellt werden. So erkennt das Samsung Galaxy S4 beispielsweise, wenn man im Urlaub ist (vorausgesetzt, es kennt den Heimatort) und sortiert Bilder dann ohne weiteres Zutun automatisch in ein entsprechendes Album. Ergänzt werden kann das durch Memos, Standort- und Wetterinformationen oder Beiträgen aus sozialen Netzwerken. So entsteht dann ein ganz persönliches Foto-Album. Außerdem lässt sich eine Timeline aus besonderen Anlässen und Veranstaltungen zusammenstellen.

Samsung Galaxy S4 für Unterwegs

Auch für Autofahrer hat das Samsung Galaxy S4 bestimmte Features in petto. So passt sich die Nutzeroberfläche des Smartphones dank S Voice Drive & Navigation beispielsweise automatisch an und zeigt größere Icons an. Außerdem kann das SGS4 während einer Autofahrt komplett per Sprachsteuerung bedient werden. Verbindet man das Smartphone via Bluetooth mit dem Auto, wird der Kfz-Modus automatisch gestartet. In diesem Fall werden zum Beispiel Nachrichten vorgelesen, sodass man den Blick beim Autofahren nicht von der Straße abwenden muss. Und natürlich ist auch eine Navigationslösung mit Sprachausgabe integriert. Wer viel im Ausland unterwegs ist, der freut sich vielleicht auch über das Feature S Translator. Die Funktion soll sowohl Text als auch Sprache übersetzen und auch bei der richtigen Aussprache helfen. Bislang funktioniert S Translator in neun Sprachen. Außerdem soll das Galaxy S4 auch das Feature S Travel bekommen, das wohl irgendwie mit Trip Advisor verbandelt ist. Allerdings ist bislang noch nicht ganz klar, was S Travel kann und macht.

Macht eine gute Figur: Das Samsung Galaxy S4. (Bild: Samsung)

Galaxy S4 für alle Lebensbereiche – privat und beruflich

Neben all den Funktionen für Alltag oder Urlaub hat Samsung aber auch diejenigen nicht ganz vergessen, die das Samsung Galaxy S4 nicht nur privat, sondern auch beruflich nutzen. An sie richtet sich Samsung Knox. Dabei werden die Daten, die für den beruflichen Einsatz wichtig sind in einem separaten Bereich gespeichert, der speziell abgesichert ist. Im Prinzip ist es ein extra Modus für den beruflichen Einsatz des Smartphones, der mit einer ursprünglich für den US-Geheimdienst NSA entwickelten Version von Android abgesichert wird. So können die beruflichen und die privaten Daten unabhängig voneinander gespeichert werden.

Ein Smartphone für gesundes Leben

Samsung denkt an unsere Gesundheit! Die Software S Health soll dabei helfen, die eigene Gesundheit immer im Blick zu haben. Dazu gehört ein Schlafmonitor, ein individueller Fitness- und Ernährungsplaner aber auch ein Schrittzähler, der nicht nur Schritte zählt, sondern diese auch in verbrauchte Kalorien umrechnet. S Health soll den Nutzer und seinen Zustand sowie äußere Einflüsse im Blick haben und so die Lebensqualität steigern können. Samsung will speziell für S Health auch noch Zubehör wie beispielsweise eine Waage oder ein Armband, das beispielsweise den Puls misst, anbieten.

Innovativ ist man nicht mehr durch Hardware

Die Liste der Features und Funktionen, die Samsung dem Samsung Galaxy S4 spendiert hat, ließe sich noch ein ganze Stück weiter fortsetzen. Wir haben uns hier auf die wichtigsten beschränkt. Diese vielen Extras zeigen aber ziemlich deutlich, wohin der Weg für Smartphones wohl in Zukunft gehen wird: Immer weniger wird über die Hardware entschieden, ausschlaggebend für gute Bewertungen und wohl auch für den Erfolg eines Geräts dürfte immer mehr die Software sein. Hier haben die Hersteller auch mehr Gestaltungsfreiraum. Denn bei der Hardware kristallisieren sich doch recht schnell einige Ausstattungsdetails heraus, die ein High End-Modell haben muss und woran sich dann alle Hersteller mehr oder weniger orientieren. Wer als Smartphone-Hersteller heute ein Alleinstellungsmerkmal möchte, der muss das über Features wie Air View, Smart Pause oder S Health erreichen.