Samsung muss alte Smartphones nicht mit Updates versorgen

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Samsung versorgt unter anderem das Galaxy S6 und Galaxy S6 edge nicht mehr mit Updates
Samsung versorgt unter anderem das Galaxy S6 und Galaxy S6 edge nicht mehr mit Updates(© 2015 CURVED)

Verbraucherschützer haben versucht, Samsung per richterlichem Beschluss dazu zu bringen, Smartphones schneller und insbesondere länger mit Sicherheitsupdates zu versorgen. Das Gericht folgte jedoch der Auffassung des Herstellers.

Die niederländische Organisation Consumentenbond hatte gegen den Tech-Giganten geklagt und dem südkoreanischen Unternehmen vorgeworfen, es würde unrechtmäßig Updates zurückhalten, meldet die BBC. Zum Hintergrund: Google stellt den Herstellern von Android-Smartphones regelmäßig Sicherheitsupdates  zur Verfügung. Die Hersteller müssen die Patches vor dem Rollout aber erst noch für ihr Geräte anpassen. Der Verbraucherorganisation nach brauche Samsung bei diesem Prozess grundsätzlich zu lange und würde den Service bei älteren Geräten zu früh einstellen.

Forderungen sind "unzulässig"

Der Konzern solle Smartphones bis zu vier Jahre nach dem Release oder für mindestens zwei Jahre nach Verkaufsende mit Aktualisierungen versorgen, forderten die Kläger. Das zuständige Gericht urteilte allerdings zugunsten des Herstellers. Die Forderungen seien "unzulässig", so die Richter. Samsung könne nicht vorhersagen, welche Software-Fehler in der Zukunft auftreten und ob veraltete Hardware ein Schließen der Lücken dann überhaupt zulasse. Daher könne das Unternehmen auch nicht über so viele Jahre zu Aktualisierungen verpflichtet werden.

Samsung prüfe die Google-Aktualisierungen zunächst gründlich auf Kompatibilität und kommuniziere offen, wie lange auf den eigenen Geräten Sicherheitslücken gestopft werden, verteidigte sich der Hersteller vor Gericht. Zuletzt stellte das Unternehmen unter anderem die Unterstützung für das Galaxy S6 ein. Das vor rund drei Jahren veröffentlichte Modell erhält künftig nur noch Updates bei kritischen Problemen.


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