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Design-Idee von Samsung: Galaxy-Handy als Sechsaugenspinne?

Galaxy S20 Ultra
Dreht Samsung die Kamera des Galaxy S20 Ultra (Bild) – und ergänzt ein Objektiv? (© 2020 Samsung )
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16.06.20 von

Michael Keller

Wie viele Objektive braucht eine gute Smartphone-Kamera? Samsung ist die Fünffach-Kamera im Galaxy S20 Ultra offenbar nicht genug. Ein Patent deutet darauf hin, dass uns in Zukunft eine Sechsfach-Kamera in einem Smartphone erwartet – vielleicht schon im Galaxy S30?

Dem Patentantrag von Samsung zufolge verfügt das Smartphone über fünf Weitwinkel- und eine Zoom-Linse, wie LetsGoDigital berichtet. Diese sind in horizontaler Ausrichtung angeordnet – ihr könnt euch die Kamera des Galaxy S20 Ultra um 90 Grad gedreht vorstellen. Doch nicht nur die reine Anzahl an Objektiven macht den Design-Entwurf besonders: Die Kamerasensoren sind offenbar neigbar, wodurch eine noch bessere Bildqualität erreicht werden könnte.

Panorama-Bokeh-Fotos

Im Patent beschreibt Samsung detailliert, wie die neigbaren Sensoren eingesetzt werden können. Bei zwei Weitwinkel-Linsen direkt nebeneinander überschneidet sich demnach der Bildausschnitt an der Innenseite. Wenn beide Sensoren nun leicht nach außen gedreht werden können, ist es möglich, den Winkel deutlich zu erweitern und eine größere Brennweite zu erreichen. Auf diese Weise seien sogar Panorama-Fotos mit Bokeh-Effekt (unscharfer Hintergrund) möglich.

Der einzige Nachteil an dieser Ausrichtung: Auf kurze Distanz wird der Bereich an der Innenseite nicht mehr erfasst. Deshalb ist es wichtig, dass die Sensoren verstellbar sind, um an die jeweilige Aufnahmesituation angepasst werden zu können. Wir erinnern uns: Gerade in Bezug auf Nahaufnahmen bereitet etwa der Autofokus des Galaxy S20 Ultra Probleme.

Viel Platz, viel Energie

Doch ein Smartphone mit den sogenannten Array-Kameras von Samsung hätte noch weitere Vorteile als die Panorama-Bokeh-Fotos. So könnten beispielsweise bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Ergebnisse erzielt werden. Außerdem wären ein ausgezeichneter Fokus und ein höherer Dynamikbereich (HDR) möglich.

Eine solche Kamera nimmt in einem Smartphone viel Platz ein. Dem Samsung-Patent zufolge könnte dieses Problem etwas eingeschränkt werden, indem zum Beispiel eine Pop-up-Kamera verwendet wird. Ein weiteres Problem ist der hohe Energiebedarf. Um diesen zu minimieren, soll die Kamera nur die Linsen aktivieren, die für den jeweiligen Modus tatsächlich gebraucht werden.

Aus dem Patent geht nicht hervor, ob und wann das Unternehmen tatsächlich ein Smartphone mit einer solchen Kamera veröffentlichen könnte. Möglicherweise wird es also keine Marktreife erlangen. Vielleicht sehen wir aber schon relativ bald ein Gerät mit neigbaren Linsen – zum Beispiel Anfang 2021 in Form des Galaxy S30.

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