Rückkehr des Sliders: Ist das Samsungs Wunderwaffe gegen Apple?

Samsung arbeitet mit Hochdruck an einem besseren Nachfolger des Galaxy Fold (Bild)
Samsung arbeitet mit Hochdruck an einem besseren Nachfolger des Galaxy Fold (Bild)(© 2019 CURVED)

Mit dem Galaxy Fold hat Samsung ein Smartphone im Handel, das bereits andeutet, wohin die Reise nach Ansicht der Südkoreaner geht. Der Nachfolger für 2020 sowie ein in einem Patent beschriebenes Slider-Gerät sind noch einen Schritt weiter – und sie dürften Apple einige Sorgen bereiten.

Gerüchten zufolge habe Samsung so beispielsweise das perfekte Material für die Oberfläche flexibler Displays gefunden. Ein erster Einsatz sei bereits für das Galaxy Fold 2 geplant. Noch spannender liest sich ein frisch veröffentlichter Patentantrag des Hersteller: Darin beschreibt Samsung den Aufbau eines Slider-Smartphones, das bei Bedarf zusätzliche Bildschirmfläche abrollen kann.

Samsung führt das Display-Geschäft an

In der Vergangenheit hat Samsung nicht nur einmal seine Expertise in der Entwicklung von Displays unter Beweis gestellt. Den Anfang machte 2013 das Galaxy Round mit seitlicher Krümmung für einen besseren Halt in der Hand. Später folgten mit verschiedenen Edge-Modellen Krümmungen um die Display-Ränder. Das sorgte nicht nur für einen speziellen Look, sondern bot auch zusätzliche Anzeigemöglichkeiten. Beim Galaxy Fold lässt sich der Bildschirm erstmals vom Nutzer falten, um eine größere Fläche zu erhalten. Samsung ist zudem Zulieferer der OLED-Panels, auf denen Apples “Super Retina XDR Display” basiert.

Doch das, was als Nächstes kommt, könnte alles ändern: Wie der für gewöhnlich gut informierte Leak-Experte IceUniverse berichtet, erhält das Galaxy Fold 2, welches bereits 2020 auf den Markt kommen soll, eine wichtige Verbesserung: Der faltbare Bildschirm des Klapp-Smartphones soll nämlich nicht von Kunststoff, sondern von flexiblem Glas bedeckt sein. Damit könnte Samsung das Problem von Unebenheiten im Bereich der Krümmung gelöst haben.

Alles bereit für Rückkehr des Sliders

Wie beispielsweise auch LG arbeitet Samsung nicht nur an faltbaren, sondern ebenfalls an aufrollbaren Bildschirmen. Wie sich diese Technologie sinnvoll in einem Smartphone unterbringen ließe, zeigt nun ein Patentantrag des Unternehmens aus Südkorea, auf den PatentlyApple gestoßen ist. Das Ergebnis ist ein Slider-Smartphone wie wir es aus der Zeit vor dem iPhone kennen. Es gibt bloß einen Unterschied: Fahrt ihr das kompakte Gerät aus, legt ihr so nicht eine physische Tastatur, sondern weitere Display-Fläche frei.

Sollte Samsung diese Technologie mit den kommenden Geräten bereits so weit perfektionieren, dass sie robust und praktisch nutzbar ist, könnte dies den Smartphone-Markt stark durcheinanderwirbeln. Bringt Apple nicht selbst eine Neuerung dieser Größenordnung hervor, könnte das US-Unternehmen unter Druck geraten.


Weitere Artikel zum Thema
Samsung Galaxy S20 Ultra: Das Spit­zen-Smart­phone im Test
Markus Wegertseder
Her damit8Das Galaxy S20 Ultra im Test.
Samsung Galaxy S20 Ultra 5G im Test: Kann Samsungs Spitzenmodel überzeugen und ist es seinen Preis wert?
Galaxy S20 Ultra: Kann Samsung das iPhone 11 Pro Max im Akku­test besie­gen?
Lars Wertgen
Auch das Galaxy S20 Ultra hält nicht so lange durch wie das iPhone 11 Pro Max
Das iPhone 11 Pro Max hielt im Akku-Vergleich bisher länger durch als jedes andere Top-Handy. Das Samsung Galaxy S20 Ultra will dies ändern.
Huawei P40 Pro vs. S20 Ultra: Erster Vergleich des Nacht­mo­dus
Guido Karsten
Als Premium Smartphone besitzt das Huawei P40 Pro natürlich auch einen Nachtmodus
Auch die Huawei P40 Pro Kamera soll einen tollen Nachtmodus besitzen. Kurz nach Vorstellung folgt der Vergleich zum Galaxy S20 und iPhone 11 Pro Max.