Samsung-Smartphones: Kritische Sicherheitslücke entdeckt

Auf die Sicherheitslücke aufmerksam wurde Alephzain bei der Suche nach einer einfachen Möglichkeit, das Samsung Galaxy S3 zu rooten. Wie er berichtet, liegt die Schwachstelle im Kernel versteckt, der Lese- und Schreibzugriff sowohl auf verschiedene Bibliotheken als auch auf den Kernel selbst erlaubt. Das bedeutet zwar, dass man sich relativ leicht Root-Zugriff auf den betroffenen Geräten verschaffen kann, allerdings heißt es auch, dass Angreifer dies genauso leicht tun können.

Schwachstelle vereinfacht das Einschleusen von Schadcode

Die Sicherheitslücke ermöglicht es, den Speicher auszulesen und ihn zu beschreiben. So kann relativ einfach Code in den Kernel eingeschleust werden. Noch ist nicht bekannt, ob diese Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird. Gefährdet sind jedoch Millionen von Smartphones auf der ganzen Welt. Von der Schwachstelle betroffen ist neben dem Samsung Galaxy S3 und dem Samsung Galaxy Note auch das Samsung Galaxy S2 und das Samsung Galaxy Note Tab 10.1 sowie das Meizu MX.

Samsung über Problem informiert

Medienberichten zufolge ist Samsung bereits über das Problem informiert, dazu geäußert hat man sich bei dem koreanischen Elektronik-Konzern bislang jedoch noch nicht. Allerdings ist davon auszugehen, dass es relativ schnell einen offiziellen Patch geben wird, der die Sicherheitslücke schließt.


In der Community wird die Schwachstelle heiß diskutiert – aber nicht nur das. XDA Mitglied Chainfire hat eine App entwickelt, mit deren Hilfe man testen kann, ob das eigene Smartphone gefährdet ist. Außerdem gibt es auch bereits einen ersten inoffiziellen Patch von AndreiLux, mit dem der Fehler korrigiert werden soll.