Samsung Wave 3 mit Bada 2.0 - Ein erster Eindruck

Das Samsung Wave 3 ist das aktuelle Flagschiff mit dem hauseigenen Betriebssystem Bada, welches erst vor kurzem auf die nächste Version 2.0 gebracht wurde. Samsung ist somit (zumindest bei diesem Gerät) vollkommen unabhängig von Googles Android und hat selbst den direkten Einfluss auf Hard- und Software. Wer mehr über die Apps und das neue Betriebssystem herausfinden möchte sollte sich unbedingt unseren News Beitrag: "Samsung Wave Apps im Test" durchlesen.

Lieferumfang
Das Samsung kommt in einer kleinen weißen Schachtel. Neben dem Handy ist natürlich ein Ladegerät und der Akku mit dabei. Ebenso ist ein Headset und ein zusätzliches USB Anschlusskabel für den PC enthalten. Das Handy setzt dabei auf Micro-USB es wird also kein Spezialkabel benötigt. Das (In-Ear-)Headset hat ebenfalls einen Standard 3,5mm Klinkeanschluss. In der beiliegenden Kurzanleitung ist nur das nötigste beschrieben (Beispielsweise wie man das Gerät öffnet um die Sim-Karte einzulegen).

Verarbeitungsqualität
Der Aufbau dieses Handys ist absolut durchdacht. Es gibt keine Akkuklappe im eigentlichen Sinne, sondern die gesamte Rückseite des Handys, welche übrigens aus Metall gefertigt ist, wird nach oben geschoben. Dadurch hat das Gehäuse eine extrem hohe Stabilität und fühlt sicht sehr wertig an. Was mich besonders freut: Es gibt keine hervorstehenden Elemente am Handy. Auch die Kamera ist komplett ins Gehäuse eingelassen.

Akku und Gewicht
Der Akku leistet 1500mAh, was der Leistungsfähigkeit des iPhone4S entspricht. Ich werde das Handy auf jeden Fall im Alltag testen und in einem weiteren Beitrag dann besser einschätzen können wie das Handy mit dem Akku zurechtkommt. Ein Vergleich mit ähnlichen Android-Smartphones würde hinken, da der Akkuverbrauch auch sehr durch die Software beeinflusst wird. Auf die Wage bringt das Wave 127g und ist damit ein sehr leichtes Smartphone. Zum Vergleich hätten wir das iPhone 4S mit 140g oder das HTC Sensation XE mit 151g.

Display und Performanceindikatoren
Im Wave 3 wurde ein SuperAMOLED Display mit 4 Zoll Diagonale eingebaut. Leider ist die Auflösung für die Displaygröße doch nur Mittelmäßig ausgefallen mit 800px*480px, was einer Pixeldichte von etwa 220dpi entspricht. Die Farben und die Helligkeit sind sehr gut und auch der Schwarzwert ist hervorragend was wohl der AMOLED Technologie zu verdanken ist.
Als Prozessor kommt ein Singlecore 1,4Ghz zum Einsatz. Ein Dualcore würde auch nicht funktionieren, da dieser in Bada 2.0 noch nicht unterstüzt wird. Samsung hat die Multicoreunterstüztung allerdings für Bada 3.0 angekündigt was nach aktuellen Infos sogar noch dieses Jahr erscheinen soll.
Über den Arbeitsspeicher sagt Samsung im offiziellen Datenblatt leider nichts und auch in den Geräteeinstellungen konnte ich nichts darüber finden. Sobald ich was finde werde ich die Info in einem nächsten Bericht nachreichen.

Software
Bis zu diesem ersten Test hatte ich nur Android und iOS im Blick. Aber wie ich nun lernen musste hat auch Samsung in der Softwareentwicklung ganze Arbeit geleistet. Das System läuft direkt mit der ersten Nutzung erstaunlich rund und zeigt einem per Assistent die ersten Schritte um den Einstieg zu erleichtern. Mein Google-Konto (für die Syncronisation meiner Kontakte, Kalender und eMails) habe ich als Exchange-Konto eingerichtet (so kenn ich es vom iPhone) und es hat sofort funktioniert. Auch der "Social Hub", eine Samsung eigene App für Facebook, Twitter & Co., hat sofort nach Eingabe der Logindaten funktioniert. Bis zu diesem Punkt kann ich also erstmal nur gutes von Bada 2.0 berichten.

Technische Daten im Überblick
- Maße Gehäuse (HxBxT): 126*64*9,9mm
- Gewicht: 127g
- Display: 4 Zoll Super AMOLED (800px*480px)
- Akkuleistung: 1500mAh
- CPU / RAM: 1,4Ghz (SingleCore) / ???
- Kamera: 5MP Rückseite, VGA Frontkamera
- Speicher: 4GB intern, bis zu +32GB mit microSD

Wie geht der Test weiter:
- Einsatz im Alltag (Akkulaufzeit, Bedienkomfort)
- Syncronisation mit PC & Mac (Musik, Fotos, Videos)
- Die Bada Welt (Appverfügbarkeit und Kosten)