SAR-Wert: Diese Smartphones strahlen am stärksten – und am wenigsten

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Wenn ihr Handy-Strahlung fürchtet, solltet ihr das OnePlus 5T meiden
Wenn ihr Handy-Strahlung fürchtet, solltet ihr das OnePlus 5T meiden(© 2017 CURVED)

Erinnert ihr euch noch an den SAR-Wert? Dieser soll Aufschluss über die Handy-Strahlung geben. Auch wenn bisher offen ist, ob diese wirklich schadet, ist es sicherlich gut zu wissen, wie stark euer Smartphone strahlt.

Statista hat in der Datenbank des Bundesamtes für Strahlenschutz gestöbert und darauf basierend aufgelistet, welche aktuellen Smartphones am stärksten und am geringsten strahlen. Die beiden Listen beschränken sich auf die Hersteller Apple, BlackBerry, Google, HTC, Huawei, LG, Motorola, OnePlus, Samsung, Sony, Xiaomi und ZTE. Nicht darin enthalten sind Smartphones, deren Veröffentlichung nach dem 10. Dezember 2018 erfolgt ist. Die angegebenen SAR-Werte beziehen sich auf die Nutzung am Kopf.

Ein Xiaomi-Smartphone ist der Strahlenkönig

Die ersten vier Plätze unter den am meisten strahlenden Smartphones gehen an chinesische Hersteller. Der höchsten Strahlung seid ihr offenbar mit dem Xiaomi Mi A1 ausgesetzt, das auf einen SAR-Wert von 1,75 (Watt pro Kilogramm) kommt. Mit SAR-Werten von jeweils 1,68, 1,58 und 1,55 gehen die Plätze drei bis vier an das OnePlus 5T, das Xiaomi Mi Max 3 und das OnePlus 6T.

Das Xiaomi Mi A1 strahlt offenbar sehr intensiv(© 2018 Xiaomi)

Auf Platz 5 kommt das HTC U12 life (1,48), gefolgt vom Xiaomi Mix Mix 3 (1,45). Mit einem SAR-Wert von 1,39 "sichert" sich das Google Pixel 3 XL den siebten Platz im Ranking der strahlungsintensivsten Smartphones – und befindet sich damit auf demselben Level wie das OnePlus 5. Das erste Apple-Gerät kommt auf Platz 9, der an das iPhone 7 geht (1,38). Das Sony Xperia XZ1 Compact (1,36) komplettiert schließlich die Top Ten.

Samsung-Smartphones strahlen weniger

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, taucht in der Aufzählung kein einziges Samsung-Gerät auf. Tatsächlich scheint der Hersteller aus Südkorea einen guten Job zu machen, was die Reduzierung der Handy-Strahlung anbelangt. Denn in der Rangliste der strahlungsärmsten Smartphones ist Samsung gleich mehrmals vertreten. Unter anderem sichert sich das Samsung Galaxy Note 8 hier die Top-Platzierung – mit einem SAR-Wert von nur 0,17. Gleichauf damit liegt nur das ZTE Axon Elite.

Das Galaxy Note 8 ist eines der strahlungsärmsten Smartphones(© 2017 CURVED)

Auf Platz drei folgen das LG G7 und das Samsung Galaxy A8, beide mit einem SAR-Wert vom 0,24. Den nächsten Platz teilen sich zwei weitere Samsung-Smartphones – das Galaxy A8 und das Galaxy S7 edge (beide 0,26). Auch das LG Q6 (Plus) und das HTC U11 life (0,28) sind gleichwertig, was die Strahlung angeht. Letzteres überrascht, denn der Nachfolger strahlt wie anfangs erwähnt offenbar deutlich stärker.

Auf Platz neun liegt Samsungs aktuelles Top-Modell Galaxy S9 Plus (0,29). Zehntes Gerät unter den strahlungsärmsten Smartphones ist das Moto G5 Plus. Weitere Geräte findet ihr auf den Seiten von Statista. Einen noch umfassenderen Überblick erhaltet ihr direkt auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz.  Dessen Datenbank lässt sich nach Hersteller und nach dem SAR-Wert am Körper sowie am Kopf filtern.

Wie hoch sollte der SAR-Wert liegen?

Wie anfangs erwähnt, ist nicht eindeutig erwiesen, dass Handy-Strahlung uns schadet. Dennoch gibt die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung eine Empfehlung ab: Die spezifische Absorptionsrate (SAR) sollte nicht mehr als 2 Watt pro Kilogramm betragen. Wie ihr seht, überschreitet keines der genannten Smartphones diesen SAR-Wert. Selbst beim Xiaomi Mi A1 liegt die spezifische Absorptionsrate darunter.

Besonders strahlungsarme Smartphones bekommen den Blauen Engel verliehen. Voraussetzung für diese Auszeichnung sind ein SAR-Wert von maximal 0,5 am Kopf und höchstens 1,0 beim Tragen am Körper. Das allein genügt aber nicht: Die Produktion muss nachhaltig, umweltfreundlich und sozialverträglich erfolgen. Darüber hinaus muss der Hersteller grundlegende Sozialstandards und unternehmerische Sorgfaltspflichten bei Konfliktrohstoffen beachten.


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