Schnüffelstation: Mit oPhone endlich Bilder riechen!

Mit oPhone sollen wir schon bald solche Bilder auch riechen können.
Mit oPhone sollen wir schon bald solche Bilder auch riechen können. (© 2014 CC: Flickr/SodanieChea)

Ein Bild sagt mehr aus als tausend Worte, aber ein einziger Geruch wirkt mehr auf die Phantasie als das Auge. Um die Fantasie des modernen Digital Native durch Gerüche anzuregen, hat der Harvard-Professor David Edwards nun das oPhone entwickelt, das bald schon passenden Geruch zu all den Bildern transportiert, die wir heutzutage verschicken – wenn die Indiegogo-Kampagne genügend Unterstützung findet...

Wie wäre es denn, wenn man passend zu seinen #foodporn-Bildern auch gleich den passenden Duft liefern könnte? Anstatt nur schnöde den Hunger mit leckern Bildern zu kitzeln, kann man durch wohlriechende Düfte den Hunger ins Unermessliche steigern.

"Es geht konkret darum, die weltweite Kommunikation von heute zu ändern"

Professor Edward hat zusammen mit seinen Studenten der Harvard Universität eigens die Firma Vapor Communications gegründet, um die Geruchsstation oPhone, die App oSnap und auch die Geruchskapseln oChips zu entwickeln. Ziel der Entwicklung ist  es, "die weltweite Kommunikation von heute zu ändern", sagt Professor Edward.

Aber wie funktioniert das eigentlich? Simple gesprochen: der Versender knipst ein Bild, fügt einzelne Geruchskomponenten bei und der Empfänger schnüffelt nach Eingang der Nachricht an der oPhone-Station. In dem oPhone befinden sich Kapseln mit Basisgerüchen wie Schokolade, Erdbeeren und anderen. Aus diesen Geruchskapseln entlässt das oPhone dann den vom Versender der Nachricht eingestellten Gerüche als Duftwolke.

Jeder der Bilder auch riechen möchte, der braucht diese Schnüffelstation(© 2014 Facebook/ScentMessaging)

Auch Google hatte schon einmal die Idee, die Nase und den Geruchssinn der Menschen anzusprechen. Mit Google Nose sollte die Suchmaschine von Google erweitert werden, aber leider war das nur ein Aprilscherz des Internetriesen im vergangenen Jahr.

oNote: Fotos mit Geruchsnoten verschicken

Seit dem 17. Juni können interessierte iPhone-Nutzer sich schon oSnap im App Store besorgen. Mit dieser App lassen sich dann die geschossenen Bilder mit 32 verschiedenen Basis-Gerüchen belegen. Da das oPhone aber noch nicht käuflich zu erwerben gibt, hat sich Edwards etwas einfallen lassen. Bis April 2015 sollen so genannte „HotSpots“ in verschiedenen Städten entstehen, in denen die Nutzer von oSnap ihre Nase in das oPhone halten können.

Die Indiegogo Kampagne für das oPhone läuft vom 16. Juni bis zum 31. Juli. Bis dato scheint das Feedback noch nicht sehr groß zu sein, denn es sind gerade mal 6 Prozent der anvisierten 150.000 US-Dollar erreicht. Wahrscheinlich halten viele das Projekt für einen erneuten Scherz und halten sich daher mit monetärer Unterstützung noch zurück.


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