Schoolwork: Apple will mit Tablets und Apps Schulbücher ersetzen

Die Schoolwork-App auf einem iPad.
Die Schoolwork-App auf einem iPad.(© 2018 Apple)

Neben dem neuen günstigen iPad 9.7 (2018) hat Apple auch passende Software vorgestellt, damit sich das Tablet von Schülern und Lehrkräfte in der Klasse benutzen lässt. Was Schoolwork und Co können, erfahrt ihr hier.

Im App Store hat Apple bereits 200.000 Bildungs-Apps gezählt und mit Schoolwork kommt im Juni eine weitere dazu. Sie soll nach Angaben von Apple Lehrkräften dabei helfen "den Fortschritt der Schüler im Auge zu behalten und die Leistungsfähigkeit von Apps auf aufregende neue Art und Weise in den Unterricht einzubringen". Oder anders ausgedrückt: Mit der App können Lehrer Aufgaben erstellen und an die Schüler verteilen. Durch die App dürften sich diese leichter an einzelne Schüler anpassen lassen als Übungszettel auf Papier.

Aufgaben verteilen und einsammeln

So sollen die Lehrkräfte zum Beispiel mit der Schoolwork App Aufgaben verteilen und einsammeln können, die Fortschritte der einzelnen Schüler im Blick haben und von überall mit ihnen zusammenarbeiten können. Die Schüler sehen die Aufgaben ihrerseits nach Fächern sortiert, mit Abgabeterminen versehen und nach Priorität sortiert. Am Ende soll Schoolwork dabei helfen den Unterricht an die individuellen Bedürfnisse der Schüler anzupassen.

Da Datenschutz in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist, verspricht Apple, dass nur die Lehrkräfte die Fortschritte der einzelnen Schüler sehen können und niemand anderes. Nicht einmal Apple selbst. Ob dies auch für die ab sofort 200 Gigabyte Online-Speicherplatz in der iCloud gilt ist unklar. Bisher standen jedem Schüler und jeder Lehrkraft nur fünf Gigabyte pro Apple ID in der iCloud zur Verfügung.

Schoolwork und Classrom.(© 2018 Apple)

Den Rahmen für Schoolwork bildet das neue Bildungs-Framework ClassKit. Es ist analog zu HealthKit oder ARKit der Rahmen für Entwickler in diesem Bereich. Über ClassKit verbinden sie ihre Anwendungen mit Schoolwork und stellen sie so den Lehrern zur Verfügung.

Über ClassKit steht Schoolwork auch mit der Classroom-App in Verbindung. Die Anwendung gibt es schon etwas länger und ermöglicht es Lehrkräften alle iPads einer Klasse zu verwalten und zum Beispiel auf allen gleichzeitig eine App, ein Buch oder eine Webseite für den Unterricht aufzurufen. Bisher ist Classroom nur für iOS verfügbar, soll im Juni aber in einer Beta-Version für macOS erscheinen.

Bildung ist ein gutes Geschäft

Das Engagement für Apple im Bildungsbereich lohnt sich für den Konzern auch finanziell. Bei der Hardware steht er in den USA mit den günstigeren iPads gegenüber der Konkurrenz mit ihren Chrombooks und Googles Chrome OS im Wettstreit um die Technik-Budgets der Schulen wieder besser da. Bei der Software verdient Apple vier Mal so viel an einer App als Google mit den Android-Apps aus dem Play Store.


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