Schrei nach Liebe: Miley Cyrus, die Instagram-Hure?

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Miley Cyrus auf Instagram: Mehr "Transparenz" geht nicht
Miley Cyrus auf Instagram: Mehr "Transparenz" geht nicht(© 2014 Instagram/mileycyrus)

Sie kann es einfach nicht lassen. Nach Rihannas Rausschmiss bei Instagram ernennt sich Miley Cyrus jetzt kurzerhand zur “Instagram-Hure”.

Post-Privacy, das gläserne Leben im immer-öffentlichen Netz - das hat keiner mehr verinnerlicht als unser aller Miley. Die Cyrus weiß wohl wie kaum ein anderer Promi die Vorlieben des Social Webs zu bedienen. Miley mit Bong. Miley mit Zunge raus. Miley mit Schwester auf der öffentlichen Toilette? Alles schon gesehen!

Jetzt hebt Miley zum nächsten Eklat an. Auf Instagram postete sie zwei Bilder von sich: eines vor dem Duschen (mit Kraken auf der Brustwarze), das als Hommage an die legendäre Szene aus “Verrückt nach Mary” erinnert, in der Cameron Diaz mit vermeintlichem Sperma eine wirre Haartolle kreierte. Eines danach. Bei Zweiterem mit dem Hashtag #postshowerinstagramwhoreselfielife, übersetzt bedeutet das etwa #nachdemduscheninstagramhurenselfie.

Ach, Miley! Während Rihannas Instagram-Exzess mit anschließendem Rausschmiss wenigstens noch zu ihrem generellen Lifestyle passt, geht das Gebaren der 21-Jährigen Popsängerin so gar nicht konform mit ihrem Liebesleben. Schließlich war Miley etliche Jahre mit Liam Hemsworth verbandelt. Seitdem ist es privat still geworden. Offenbar zu still. Deswegen muss der ehemalige Disneystar wohl auch so laut um Aufmerksamkeit schreien.

Diskussion um vermeintliche Selfie-Sucht

Dazu passt auch die jüngste Diskussion über "Selfitis", die vermeintliche Sucht nach Selfies. Mit anderen Worten: Wer Selfies von sich schießen würde, der leide an einer psychischen Störung, hieß es. Das hätte die American Psychiatric Association (APA) herausgefunden. Wie nicht anders zu erwarten im Jahr des Selfies ging diese News innerhalb kürzester Zeit viral. Dabei stellte sich die vermeintliche Krankheit schnell als Fake heraus.

Doch die Diskussion um das übermäßige Schießen von Selfies ist real. Erin Gloria Ryan, Bloggerin für Jezebel, sieht im Selfietum einen Schrei nach Aufmerksamkeit, eine narzisstische Schwäche, die aus der Unfähigkeit herrühren würde, wie Frauen mitunter mit dem Web umgingen.

Wohl auch deshalb nutzten einige Feministinnen Ende des vergangenen Jahres die Social Networks, um mit dem Hashtag #feministselfies für mehr weiblichen Stolz zu demonstrieren. Auf der US-Webseite Bustle erschien zudem ein Beitrag, der sich dagegen ausspricht, dass Selfies angeblich "anti-sozial" seien. Im Gegenteil: Sie könnten modernen Frauen dabei helfen, unrealistische Ideale zu hinterfragen und den eigenen Körper besser zu akzeptieren.

Hat die instagramsüchtige Miley also ein Problem mit sich und ihrem Körper? Oder ist im Gegenteil alles in bester Ordnung? Vermutlich macht gerade diese Ungewissheit und das Zuschauen bei der Gratwanderung der jungen Künstlerin den Reiz der Miley Cyrus aus.

"Du bist so ein Freak"

Zuletzt sorgte die Sängerin im März für Aufsehen, als sie ihr neuestes Tattoo präsentierte: eine Katze auf der Innenseite ihrer Lippe.  Die Cyrus hatte gleich zwei Selfies von sich und ihrer neuen Tätowierung bei Instagram hochgeladen – ihre Follower klickten über Stunden wie begeistert auf die beiden Fotos. Zusammen haben die zwei Bilder mehr als eine Million Likes und 20.000 Kommentare erhalten, wobei die Meinungen der Fans nicht immer positiv ausfielen. Der Nutzer raah_tuty7 etwa kommentierte eines der Fotos mit den Worten: "Miley, du hast ernsthafte Probleme. Du bist so ein Freak."

Smiley mal nicht im Chat, sondern auf der Lippe von Miley Cyrus(© 2014 Instagram/mileycyrus)

Solche Hass-Kommentare scheint die smarte Skandalnudel in Kauf zu nehmen. Im Medienbusiness gilt nun einmal: Jede Form von Publicity ist Publicity. Mit solchen Aktionen bleibt sie im Gespräch, ihre Selbstdarstellung auf Instagram trägt dazu bei. Und schließlich ist sie nicht allein. Auch ihr Musiker-Kollege Justin Bieber weiß die Plattform für seine Zwecke zu nutzen, wie seine über 1300 Beiträge beweisen. Erst vor Kurzem hatte er es mit einem Bild geschafft, Instagram in die Knie zu zwingen.


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