Seene - Fotos in 3D aufnehmen

Es gibt mittlerweile für fast jeden Anlass und fast jedes Thema soziale Netzwerke. Die bekanntesten sind wohl Facebook, Twitter oder auch Instagram. Zumeist werden dort Bilder, Links, Videos oder einfach nur Texte eines Blogeintrages geteilt und veröffentlicht. Was kommt dabei raus, wenn man den Supertrends der letzten Jahre - 3D - integriert? Richtig, noch ein soziales Netzwerk. Seene nimmt Bilder in 3D auf und teilt sie mit meinen Freunden. Share life in 3D ist das Motto. Ob es das halten kann und wie die App funktioniert, habe ich mir angeschaut.

Was kann Seene?

Seene erfüllt als soziales Netzwerk alle klassischen Funktionen, die man erwartet und läuft zum Großteil nur über das Smartphone, ähnlich wie Instagram. Die Fotos können in einem Netzwerk sowie auf Plattformen wie Twitter und Facebook geteilt werden, man kann, wie bei Instagram üblich, Nutzer finden, ihnen folgen und nach Hashtags Bilder entdecken. Außerdem können Bilder kommentiert und als gefällt mir markiert werden. Um Bilder aufzunehmen, reicht es aus, wenn man die App einfach benutzt. Extra anmelden, muss man sich nur, wenn man die umfangreiche Netzwerk-Funktion nutzen möchte.

Klingt wie Instagram, oder? Nun kommt aber der Clou an der App und womit sich Seene von anderen Anbietern wie z.B. auch Vine unterscheiden will: Sie nimmt Bilder in 3D auf, die durch bewegen des Smartphones von verschiedenen Perspektiven aus angesehen werden können. Dazu braucht man kein speziellen Bildschirm, wie es 3D-Fernsehgeräte tun, sondern diesen Effekt übernimmt die App.

3D Bilder aufnehmen

Wie man die Bilder korrekt aufnimmt, erklärt in der App ein Video. Einige Regeln muss man schon beachten. Die App arbeitet vorrangig mit zahlreichen Markierungs-Punkten, ähnliche eines Modells mit X, Y und Z Koordinaten, um das Objekt erfassen zu können. Daher sollte bei der ersten Aufnahme, möglichst viele gelbe Markierungs-Punkte abgebildet sein. Je mehr Punkte, desto genauer ist das 3D-Bild dann. Hat man die erste Aufnahme getätigt, so müssen noch vier zusätzliche Perspektiven aufgenommen werden. Dazu einfach das Objekt von oben, unten, rechts und links fotografieren. Grüne Flächen während der Aufnahmen zeigen an, ob die jeweilige Aufnahme korrekt ist oder nicht. Das geschafft, ist das 3D-Bild auch schon fertig und kann geteilt bzw. per Email versendet werden. Filter oder Rahmen gibt es nicht. Wer das Tutorial noch mal nachlesen will, kann das hier tun.

Fazit

Zugegeben: Die Idee hinter Seene ist sehr löblich und trifft durchaus den Trend des 3Ds, jedoch überzeugt die App überhaupt nicht. Die Umsetzung des Netzwerkes ist sehr gelungen, aber die Bilder wirken fast immer unfertig oder völlig weltfremd, da Teile des Objekts einfach fehlen. Bei der Aufnahme fällt auf, dass die App selbst errechnet und damit entscheidet, wann es genug Bildmaterial hat. Dabei fehlt aber leider noch eine der vier Perspektiven, um es vollends abzurunden. Das merkt man dann hinterher. Auch fallen die aufgenommenen Bilder aus dem Bildausschnitt heraus und es entstehen dann beim drehen der Bilder seltsame Lücken. Das wirkt nicht sehr ästhetisch. Ich bin enttäuscht von der App und würde sie nur ungern weiterempfehlen. Einen wirklichen Nutzen hat 3D sowieso nicht.

Verfügbar ist die App bisher nur für iOS ab Version 6.0.