Sexismusdebatte: Anzahl an Aufschrei-Tweets einmalig

Der Twitter-Hashtag #Aufschrei ist nach Recherchen des "Spiegel" vom 25. bis 31. Januar dieses Jahres in 49.000 Tweets eingebunden worden. Er wurde von Anne Wizorek, Beraterin für Online-Kommunikation, ins Leben gerufen und beschäftigt sich mit der Sexismusdebatte.

15.000 Twitterer dabei

Unter Berufung auf Daten der Programmiererin Lena Schimmel schreibt das Magazin auf seiner Webseite, es hätten sich ungefähr 15.000 Personen an der Online-Debatte beteiligt. 30.000 Retweets konnte Schimmel mindestens zählen. Bei ihrer Analyse stellte die Braunschweigerin fest, dass sich etwa 20 Menschen besonders in die Diskussion eingebracht hätten.

Hohe Aktivität

Besonders aktiv setzten die Twitter-Nutzer den Hashtag ein, wenn im Fernsehen Gesprächsrunden zu dem Thema stattfanden. "Internet und Fernsehen sind nicht voneinander abgekoppelt, sondern schaukeln sich teils gegenseitig hoch", erklärte Matthias Jugel vom Web-Analyseunternehmen "Twimpact" gegenüber der Nachrichtenseite.

"Eine neue Qualität"

"Der #Aufschrei war eine neue Qualität, kein Hype, sondern etwas anderes, vielleicht der Vorbote einer neuen Art gesellschaftlicher Debatten", schreibt die Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp in ihrem Blog. "Die Anzahl der Beiträge ist in der Form bisher in Deutschland einmalig", sagte Stefanie Aßmann von der Werbeagentur "elbkind" zu "Spiegel Online".

Bild: Twitter