Shell im Shitstorm nach Kindle-Schnäppchen-Aktion

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Kindle-Aktion von Shell: User-Frust statt Leselust
Kindle-Aktion von Shell: User-Frust statt Leselust(© 2014 Amazon, Shell, CURVED Montage)

Wenn eine gute Aktion gehörig nach hinten losgeht: Shell hatte gegen Punkte einen Kindle zum Schnäppchenpreis versprochen. Doch jetzt steht der Mineralölkonzern im Shitstorm.

Was war passiert? Für 999 Treuepunkte sollten Kunden bis zum 1. Mai einen Kindle Paperwhite erhalten. Was zunächst nach einer teuren Angelegenheit klingt - für einen Liter gibt es bei Shell nur zwei Treuepunkte - entpuppte sich dank der Schnäppchenjäger von Mydealz recht schnell zu einem Super-Deal. Wer eine gewisse Kombination Schokoriegel kaufte, konnte sich für rund 10 Euro seine 999 Punkte zusammensammeln. Normalerweise kostet der Paperwhite rund 129 Euro.

Doch am Freitag, ein Tag nach Ablauf der Aktion, war das Drama perfekt: Die vielen Teilnehmer hatten kurzerhand beim Einlösen ihrer Punkte die Shell-Server zum Erliegen gebracht. Nicht nur das: Das Angebot war begrenzt. Aus einem garantierten Schnäppchen war ein Glücksspiel geworden - wenn man denn überhaupt auf den Server kam.

Die Empörung ließ nicht lange auf sich warten: Auf Facebook machen die Nutzer ihrer Wut Luft und nutzen kurzerhand die Social-Media-Seite, um die Bestellung aufzugeben. Viele erklären, künftig nie wieder an einer Shell-Aktion teilnehmen zu wollen.

Die Tankstellenkette stellt sich angesichts der vielen empörten Postings stumm. Ein vermeintlicher "Support"-Account entpuppte sich als Fake. Der eigentlich ruhige Brückentag, er dürfte dem Social-Media-Team von Shell Deutschland noch einige schlaflose Stunden bereiten.


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