Shellshock: Sicherheitslücke bedroht Linux und OS X

Viele Datenzentren und Webserver könnten von der Bash-Sicherheitslücke betroffen sein
Viele Datenzentren und Webserver könnten von der Bash-Sicherheitslücke betroffen sein(© 2014 CC: Flickr/skreuzer)

Erinnert Ihr Euch noch an die Sicherheitslücke Heartbleed, die im Frühjahr für Aufregung sorgte? Ein nun entdeckter Fehler im Unix-Kommandozeilenprogramm Bash könnte laut Sicherheitsexperten sogar noch gravierender sein als das blutende Herz.

Die Sicherheitsexperten von Red Hat warnen derzeit in ihrem Blog und über Bugzilla vor einer gefährlichen Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Bash-Shell von Unix-Systemen, zu denen auch Apples OS X und viele Linux-Distributionen gehören. Laut den Spezialisten könne über diese Sicherheitslücke mit minimalem Aufwand Schadcode auf ein System gebracht werden. Aufgrund der weiten Verbreitung der Bash-Shell könnten viele unterschiedliche Systeme wie Webseiten, Server und sogar Geräte mit Smart-Home-Funktion betroffen sein. Entdeckt wurde die Sicherheitslücke in Bash vom französischen Programmierer Stephane Chazelas, ein griffiger Name ist mit "Shellshock" auch schon gefunden.

Auswirkungen von Bash-Sicherheitslücke mit Heartbleed vergleichbar?

Sicherheitsexperten wie Robert Graham vergleichen die Bash-Sicherheitslücke bereits mit Heartbleed, bei der ein Fehler im Programmcode des Verschlüsselungsprotokolls OpenSSL ausgenutzt wurde. Bei Heartbleed war das Problem jedoch leichter einzugrenzen. Bash wird als alter Bestandteil von Unix-Systemen von unzähligen Programmen verwendet, für die seit langem keine Updates mehr veröffentlicht werden. Die Sicherheitslücke dürfte daher wahrscheinlich nicht nur sehr weit verbreitet sein, sondern auch aus vielen Systemen nur langsam entfernt werden.


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