Skype-Crash: Windows-Client war Schuld

Nach sieben Tagen gibt es nun endlich eine offizielle Stellungnahme zum großen Skype-Ausfall vor einer Woche.

Per Blog-Eintrag macht CIO Lars Rabbe auf einen Fehler in der Clientversion für Windows aufmerksam, der den Fehler verurchsacht haben soll. Es handelt sich um die Version mit der Nummerierung 5.0.0.152.

Zum ersten Mal fiel der beliebte Videotelefonie- und Instant Messaging - Dienst am 22. Dezember aus. Laut Rabbe lag zuerst ein Serverabteil still, dass für die Zustellung von Offline-Nachrichten verantwortlich war. Warum dieser, sogenannte, Cluster, ausfiel, nannte der Skype-Vertreter nicht.

Da alle Nachrichten nur mit erheblicher Verspätung ankamen, setzte sich eine Kettenreaktion in Gang. Ein Fehler in der Version 5.0.0.152 von Skype für Windows ließ die Software abstürzen. Benutzer der aktuellsten Skype-Version 5.0.0.156, sowie Nutzer von Skype für Mac oder dem mobilen Skype für Smartphone merkten davon erst einmal noch nichts.

Nun war es aber so, dass ungefähr 50 Prozent aller Nutzer mit der veralteten Windows-Version online waren. Durch das Neustarten der Anwendung nach dem Absturz wurde eine Last auf die Skype-Server ausgeübt, die über 100 mal größerer war als der Standardwert. Dadurch gingen dann die ersten Supernodes (riesige Vermittlungsrechner) in die Knie. Die übrig gebliebenden Supernodes konnten das riesige Aufkommen nicht verkraften und quittierten ebenfalls ihren Dienst. Der Super-GAU war perfekt!

Für die Zukunft plant Skype, den Autoupdate-Prozess zu verbessern. Dadurch sollen Nutzer schneller zu aktuellen Versionen kommen, auf Fehler könne man schneller reagieren. Außerdem möchte der Konzern 2011 stark in den Ausbau ihrer Serverinfrastruktur investieren um eine bessere Netzwerkkapazität zu bieten.