Slingshot: Update macht Kern-Feature nur noch optional

Mit dem neuesten Update verkommt Slingshot immer mehr zum gescheiterten Snapchat-Klon
Mit dem neuesten Update verkommt Slingshot immer mehr zum gescheiterten Snapchat-Klon(© 2014 Slingshot, CURVED Montage)

Facebook raubt seiner Slingshot-App per Update das Alleinstellungsmerkmal: In den Einstellungen kann nun jeder selbst festlegen, ob er am viel kritisierten Grundprinzip der App festhalten oder sie noch mehr zu einem Snapchat-Klon umfunktionieren will.

Aus der Verwandtschaft zum populären Foto-Messenger macht Slingshot ohnehin keinen Hehl, startete die App des Facebook-Konzerns doch inmitten des Snapchat-Hypes. Bisher ist sie aber weit hinter den hohen Erwartungen zurückgeblieben. Den Unterschied machte eine recht eigentümliche Eigenheit von Slingshot: Nutzer mussten bei Erhalt einer Nachricht von Kontakten stets erst selbst ein Foto oder ein Video zurückschicken, bevor sie den erhaltenen Schnappschuss oder Clip ansehen konnten – und zwar jedes einzelne Mal.

Die daraus resultierende Schwierigkeit, eine halbwegs zusammenhängende Konversation zu führen, versuchte Facebook bereits in der Vergangenheit mit einem Slingshot-Update auszubügeln. Nun ist das ehemalige Alleinstellungsmerkmal zum deaktivierbaren Gimmick degradiert worden: Zukünftig trudeln Eure Fotos und Videos direkt und ohne Antwortzwang in den Profilen Eurer Freunde ein, sofern Ihr es so wünscht.

Versteckt, aber nicht entfernt

Die Pflicht zum 1:1-Austausch von Fotos und Videos hat Facebook aber nicht vollständig aus der Slingshot-App entfernt. Im Optionsmenü steht die Funktion weiterhin zur Verfügung und lässt sich dort aktivieren. So könnt Ihr vor dem Verschicken einer Aufnahme jetzt selbst festlegen, ob Ihr dafür eine Gegenleistung vom Empfänger haben wollt oder nicht. Die Entscheidungsfreiheit ist zwar sicher für viele Slingshot-Nutzer hilfreich, doch verliert die App damit auch ihren größten Unterschied zu Snapchat und wirkt daher noch stärker wie ein gescheiterter Klon.


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