Smart Home bezahlbar einrichten, Teil 2: Heimautomatisierung

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Ist das Heim erst smart, lässt es sich gleich besser entspannen
Ist das Heim erst smart, lässt es sich gleich besser entspannen(© 2016 Pexels/LEEROY.ca)

Das smarte Zuhause funktioniert nicht nur per Knopfdruck vom Smartphone oder Tablet aus, sondern regelt die ein oder andere Einstellung auch automatisch. Ob geschlossene Rollläden bei einsetzender Dunkelheit, das sich bei Ankunft automatisch öffnende Garagentor oder aber das Dachfenster, das sich bei Regen schließt – alles ist unter Kontrolle.

Viele Anbieter haben Garagentore und Rollläden mit Fernsteuerung und sogar auch mit Anbindung ans Smart Home bereits im Programm. Was aber ist mit zuverlässigen Altsystemen die noch aus einer Zeit stammen, wo an Smartphones noch nicht einmal zu denken war? Eine Lösung ist ein komplettes Upgrade, die andere die kostengünstige Nachrüstung. Bei Systemen die manuell funktionieren, beispielsweise Markisen mit Kurbelantrieb, dem Gartentor oder den Rollläden mit Riemen funktioniert Aufrüstung nicht ohne größere Planungs- und Umbauarbeiten. Wenn aber schon jetzt die Steuerung per Fernbedienung oder Wandschalter klappt, ist das Upgrade auf „Smart“ ziemlich einfach.

Von Aktoren und Sensoren

Dreh- und Angelpunkt des Upgrades sind die sogenannten Aktoren. Das sind jene Smart-Home-Bausteine, die einen Befehl senden oder entgegennehmen – beispielsweise der Schalter am Garagentor oder das Smartphone. Hinzu kommen Sensoren, die Werte an eine zentrale Steuereinheit senden, die wiederum ab einem bestimmten vom Sensor gemeldeten Wert einen Aktor ansteuern. Ein Beispiel: Misst der Lichtsensor nur noch eine bestimmte Menge Licht, kann die Zentrale so konfiguriert sein, dass die Rollläden sich automatisch schließen. Die Verwaltung aller Komponenten übernehmen Smart-Home-Zentralen.

Um den Motor smart anzusteuern, muss klar sein, wie die Schaltung funktioniert. Bei sogenannten passiven Schaltern genügt es, diese einmal kurz zu drücken, damit sich beispielsweise die Jalousien komplett absenken oder sich das Garagentor komplett öffnet. Aktiven Schaltern fehlt diese intelligente Art der Steuerung und die entsprechende Taste muss so lange gedrückt werden, bis der gewünschte Zustand erreicht ist. Handelt es sich um einen aktiven Schalter, ist es noch wichtig zu wissen, wie hoch die elektrische Spannung ist. Danach richtet sich, ob gegebenenfalls ein Relais benötigt wird, das zwischen den beiden Stromspannungen „übersetzt“.

Komplettlösung …

Ein Hersteller, der vielen Besitzern elektronischer Tore und Rollläden ein Begriff sein dürfte, ist Somfy. Der französische Haussteuer-Experte präsentierte Anfang vergangenen Jahres mit TaHoma Connect eine Komplettlösung, mit der die Steuerung sämtlicher Smart-Home-Geräte funktioniert. Herzstück ist die per LAN mit dem Heimnetzwerk verbundene Tahoma Connect Basisstation, die Geräte oder ganze Gruppen per Funk ansteuert. Das funktioniert entweder manuell vom Smartphone aus oder aber zeit- oder sensorabhängig. Eine Alternative ist das von der Deutschen Telekom vertriebene Qivicon, dessen Basis die Qivicon Home Base ist. Auch diese Zentrale vernetzt die verschiedenen Produkte unterschiedlicher Hersteller, darunter Rollladenaktoren und Schaltaktoren.

… oder Einzelanbindung

Größter Vorteil der oben genannten Bausätze ist deren Aufbau aus einzelnen Modulen. So muss die Umrüstung auf die Heimautomatisierung nicht auf einen Schlag geschehen, sondern kann in mehreren Etappen vollzogen werden. Erst die Zentrale und ein oder zwei Rollläden, später dann das Garagentor und im dritten Schritt Sensoren, die für die Automatisierung sorgen. Doch es geht noch günstiger: Viele Hersteller bieten inzwischen Aktoren an, die direkt eine Verbindung zum Smartphone aufbauen und auf eine Zentrale verzichten. Der Vorteil der Verknüpfung und Steuerung von unterwegs ist damit zwar dahin, dafür sind solche Insellösungen in der Anschaffung günstiger. Schellenberg liefert beispielsweise einen Garagentoröffner, der direkt zu Android- oder iOS-Smartphones eine Verbindung aufbaut. Etwas mehr Bastelarbeit wird für die Installation eines Intertechno Bluetooth-Switches benötigt. Dafür punktet der kleine Smart-Home-Baustein mit Funktionen wie Timer, Dimmfunktion sowie Ein- und Ausschaltzeitpunkten. Dadurch ist der Switch mit einer Vielzahl von Anwendungen kompatibel – von der Lampe über Rollläden oder Türen.

In Teil 1 unserer Smart-Home-Reihe erklären wir Euch, wie Ihr Eure Heizung und den Strom smarter macht.


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