Smartphone am Steuer: So viel müssen Verkehrssünder jetzt zahlen

UPDATEGefällt mir7
Ohne Freisprechanlage dürft Ihr das Smartphone am Steuer nicht nutzen
Ohne Freisprechanlage dürft Ihr das Smartphone am Steuer nicht nutzen(© 2016 Pexels)

Ab dem 19. Oktober 2017 gelten einige Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung. Dann wird es für Euch beispielsweise teurer, wenn Ihr mit dem Smartphone am Steuer erwischt werdet. Zudem sind nun weitere mobile Geräte von der Regelung betroffen. Aber auch bei anderen Verstößen zahlen Verkehrssünder künftig höhere Strafen.

Zuvor hat es laut Spiegel 60 Euro gekostet, wenn Ihr mit dem Smartphone in der Hand am Steuer erwischt werdet. Nun droht eine Strafe von 100 Euro und einen Punkt in Flensburg gibt es dazu. Sofern Ihr gerade Euer Smartphone im Auto nutzt, etwa beim Lesen einer Nachricht, und einen Unfall mit Sachbeschädigung verursacht, sind es 200 Euro und zwei Punkte – sowie ein Fahrverbot für einen Monat.

Konkret heißt es in der dreiundfünfzigsten Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften, dass Autofahrer "ein elektronisches Gerät, das der Kommunikation, Information oder Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist" nur benutzen dürfen, wenn das Gerät "weder aufgenommen noch gehalten wird." Das heißt: Ihr dürft Euer Smartphone nicht in die Hand nehmen, aber über eine Freisprecheinrichtung wie zum Beispiel Logitech Zerotouch benutzen. Praktisch: Alle iPhones mit iOS 11 bieten den "Beim Fahren nicht stören"-Modus. Ist er aktiviert, erhaltet Ihr keine Notifications zu neuen Nachrichten oder Anrufen. Wie Ihr in aktiviert, erklären wir hier.

Laptop auf dem Rad nutzen ist verboten

Aber nicht nur Autofahrer sind von der Änderungen betroffen. Auch Fahrradfahren wird zu einem teuren Hobby, sofern Ihr während der Fahrt Euer Smartphone nutzt: Statt 25 Euro beträgt die Strafe nun 55 Euro, wenn Ihr erwischt werdet. Das gilt übrigens auch bei allen anderen mobilen Geräten: Die Nutzung von etwa einem Laptop, Tablet oder Convertible ist am Steuer (und auf dem Fahrrad) nun ebenfalls offiziell verboten. Wenn Ihr Eure Technik schon im Fahrzeug bedienen müsst, ist dies nur dann erlaubt, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Ein automatisches Start-Stop-System zur Abschaltung erfülle dieses Kriterium aber nicht.

Neben dem Smartphone am Steuer solltet Ihr aber auch auf ein paar andere Dinge verzichten: Bildet Ihr etwa keine Rettungsgasse, kann Euch das mindestens 200 Euro statt zuvor 20 Euro kosten. Unter Umständen beträgt die Strafe sogar 320 Euro und einen Monat Fahrverbot. Ihr solltet der Polizei, Feuerwehr oder dem Rettungswagen generell den Weg frei machen: So können die Einsatzkräfte womöglich Menschenleben retten und Euch droht keine Strafe.

Zuletzt solltet Ihr auch davon absehen, an illegalen Straßenrennen teilzunehmen, da Euch dabei bis zu zwei Jahren Haft drohen könnte. Kommt es dabei zu einem Unfall mit Verletzten oder Toten, sind es bis zu 10 Jahre. Wenn Ihr also ein Rennen fahren wollt, solltet Ihr das lieber etwa auf dem Smartphone oder dem Tablet tun – sofern Ihr gerade nicht ein Auto steuert. Oder Daheim an der PlayStation 4 oder der Xbox One.


Weitere Artikel zum Thema
Zum vier­ten Mal: USA gewäh­ren Huawei erneut Aufschub – aller­dings nur kurz
Martin Haase
Die USA gewähren Huawei eine weitere Verlängerung der Schonfrist.
Und täglich grüßt die Gnadenfrist: Die USA erteilen Huawei einen weiteren Aufschub im Handelsstreit. Dieses Mal allerdings nur kurz.
Ist das Samsung Galaxy Z Flip eine Mogel­pa­ckung?
Francis Lido
Hübsch, aber empfindlich: Das Galaxy Z Flip
Das Galaxy Z Flip musste im Härte-Test ran. Dabei kamen Zweifel auf, ob das Gerät wirklich ein Glas-Display besitzt. Führt uns Samsung hinters Licht?
Bilder des Galaxy A70e: Samsung, was hast Du Dir dabei gedacht?
Lars Wertgen
Samsung Galaxy A70e
Das Galaxy A71 und A70 sind bekannt und beliebt. Nun ergänzt Samsung die Reihe wohl durch das Galaxy A70e. Dieses ist auf ersten Bildern zu sehen.