Smartphone-Krieg: Warum Samsung siegt

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Der südkoreanische Konzern hat sich zum größten Smartphone-Hersteller der Welt entwickelt.
Der südkoreanische Konzern hat sich zum größten Smartphone-Hersteller der Welt entwickelt.(© 2014 CURVED)

Mit dem Galaxy S brachte Samsung 2010 das erste wirklich brauchbare Android-Smartphone auf den Markt. Mit ihm und seinen Nachfolgemodellen hat sich der südkoreanische Konzern zum größten Smartphone-Hersteller der Welt entwickelt. Von dieser Spitzenposition werden sich die Südkoreaner nicht vertreiben lassen.

Während Apple mit einer kleinen Auswahl an Geräten erfolgreich ist, setzt Samsung auf Masse. Allein die Galaxy-Serie umfasst inzwischen über 100 Geräte mit Android als Betriebssystem — neben Smartphones auch Tablets und sogar Kameras. Die Südkoreaner bedienen dabei jeden Preisbereich und erreichen damit eine deutlich höhere Präsenz. Der große Gegenspieler Apple steht nur in einem Punkt besser da, nämlich dem Profit pro verkauftem Gerät.

Samsung ist für die Zukunft aber besser aufgestellt. Mit dem großen Angebot bieten die Südkoreaner das passende Gerät für jeden Geldbeutel. Zudem ist der Konzern nicht an ein Betriebssystem gebunden, sondern kann, anders als Apple oder Google, frei agieren. Für die aktuellen Verkaufserfolge sorgen zwar die Android-Geräte. Sollte die Beliebtheit von Googles mobilem Betriebssystem aber einmal sinken oder es zu einem Streit zwischen dem Internetriesen und Samsung kommen, haben die Südkoreaner zwei Alternativen in der Hinterhand.

Smartphones mit Windows Phone befinden sich bereits in Samsungs Angebot. Aufgrund der geringen Nachfrage ist die Auswahl jedoch überschaubar, aber im Fall der Fälle wäre es ein Leichtes für die große Entwicklungsabteilung des Konzerns, mehr Modelle auf den Markt zu bringen.

Zusätzlich hat Samsung mit Tizen ein eigenes Betriebssystem in Reserve. Die Smartwatch Galaxy Gear 2 ist das erste Gerät, das die Südkoreaner mit eigener Software ausliefern. Das erste Tizen-Smartphone ist damit nur noch eine Frage der Zeit und könnte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis locken.

Tizen wird es nicht wie den Wave-Modellen, auf denen das hauseigene Betriebssystem Bada installiert war, ergehen: Sie erhielten zwar gute Kritiken, erzielten aber nur schlechte Verkaufszahlen. Die große Marktmacht von Samsung wird dafür sorgen, dass das Angebot an Apps nicht erneut zur Schwachstelle wird. Sollte der Konzern im großen Stil von Android auf Tizen umstellen, sorgen die Marktführerschaft und die Masse an Geräten dafür, dass App-Entwickler den Tizen Store nicht vernachlässigen können.

Extremer Ehrgeiz gehört bei Samsung zudem zur Unternehmenskultur. Wenn der Konzern auf einem Geschäftsfeld aktiv ist, setzt er alles daran, dort auch die Nummer 1 zu werden – und anschließend zu bleiben.

Anderer Meinung? Da seid Ihr nicht alleine:  Lest nachstehend, warum Apple, Google oder Chinas aufstrebende Mobilfunk-Hersteller den Smartphone-Krieg gewinnen könnten.


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