Smartphones 2012 - Statistiken und Ausblick über Funktionen

Vor wenigen Tagen hat der Branchenverband Bitkom seinen jährlichen Bericht zu Smartphones veröffentlicht. Für 2012 werden voraussichtlich 23 Millionen verkaufte Smartphones in Deutschland erwartet. Im Handymarkt ist das ein Anteil von 93%, nur noch 7% der verkauften Geräte 2012 sind dann Handys. Dem Handy und Liebling der Deutschen droht das Aus. Zu alt, zu wenig Funktionen, nicht mehr zeitgerecht. Doch was macht die Faszination Smartphone aus? Die kleinen Geräte sollen im Schnitt 342 Euro kosten und für einen Umsatz in 2012 von 7,9 Milliarden Euro sorgen. Wir zeigen Euch die Top fünf  Anwendungen, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind und schauen was in den nächsten Jahren auf uns zukommt.

Emails & Nachrichten

Die Art und Weise wie wir kommunizieren, hat mit dem Aufkommen des Smartphones einen grundsätzlichen Wandel erfahren. Emails sind nicht mehr standortgebunden an Desktop Rechnern, die im Büro stehen, sondern können ortsunabhängig auf dem Weg zur Arbeit, beim Shoppen oder kurz vor dem Abflug geschrieben werden. Verzichten will darauf keiner mehr. Mit diversen Chat-Programmen können wir untereinander Nachrichten, Bilder und Videos austauschen. Der Urlaub kann so noch vor Ort mit Anderen geteilt werden.

Music Streaming

Zugang zu Musik immer und überall über das Smartphone. Anbieter wie Simfy, Spotify, Aupeo oder rdio machen das bereits möglich und haben bis zu 16 Millionen Songs im Repertoire. Die Lieder werden kurzzeitig geladen, um sie dann anzuhören. Monatliche Gebühren von fünf bis zehn Euro geben den Nutzer unbegrenzten Zugriff auf Musik. Aupeo und Co sind online Radio Sender, die es dem User erlauben neue Musik zu entdecken und seine Musikgeschmack einzugrenzen. Einen lesenwerten Artikel findet Ihr hier: AUPEO! Das neue Internetradio. Entdecke jetzt die Welt der Musik.

Soziale Netzwerke

MySpace, Twitter, Facebook oder Google+, die Welt hat eine Reihe von sozialen Netzwerken kommen und gehen sehen. Ein Netzwerk ohne mobile Anwendung ist nicht mehr denkbar. Über Smartphones teilen wir uns regelmäßig mit, suchen nach Informationen in Twitter oder lassen unseren Freunden bei Facebook wissen, wo wir uns aktuell befinden. Schon jetzt melden sich immer mehr Nutzer ausschließlich mobil bei Facebook an. Im Juni waren es 102 Millionen Nutzer. Tendenz steigend.

News & Infotainment

Schnell mal Infos bei Wikipedia abrufen und mit dem Wissen bei Freunden glänzen. Täglich News auf Spiegel Online oder Zeit Online konsumieren oder das Abonnement des Tagesspiegel pixelfrisch auf dem Smartphone lesen. Ohne mobiles Endgerät nicht denkbar und verzichten will darauf auch keiner mehr.

Mobile Shopping

Das Smartphone 2012 als ständiger Begleiter und Infopoint für Produkte beim Einkaufen. Mit dem Smartphone können Produkte fotografiert, Preise verglichen und Kundenrenzensionen zum aktuellen Bestseller im Buchladen gelesen werden. Über Apps wie die von Amazon können Produkte dann gleich bestellt und nach Hause geliefert werden.

Smartphone 2012 - Was wird kommen?

Immer wieder kamen Trends auf, einige zu früh oder andere konnten sich bis heute nicht durchsetzen. Eine Anwendung die ganz sicher kommen wird, ist das mobile payment, also das Bezahlen mit dem Smartphone. Bekannte Unternehmen wie Google mit seinem Dienst Wallet oder Starbucks haben in den USA bereits erste Konzepte auf den Markt gebracht, mit denen Nutzer bargeldlos und ohne Karte mit dem Smartphone bezahlen können. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es flächendeckend verfügbar sein wird. Erste Gehversuche in Deutschland wird es von E-PLUS in Kooperation mit der Targobank geben. Das größte Problem wird wohl die Angst der Nutzer über Ihre Daten und deren Sicherheit sein.

Einer der ganz großen Trends macht bisweilen Netzanbietern große Sorgen. Mobile TV soll ortsunabhängig und zu jeder Zeit Bewegtbilder an den Nutzer liefern. Also das was Spotify und Simfy für Musik ist, soll nun auch für den TV-Markt kommen. Größte Probleme dabei sind wohl die großen Mengen an Daten und die Rechte mit den Verwertern oder Differenzen mit dem Kartellamt. Ein gemeinsames Streaming-Portal zwischen ProSiebenSat1 und RTL wurde kürzlich untersagt. Die Nutzer würden es sicherlich befürworten.

1958 konnte das erste Mobilfunksystem für Telefonie benutzt werden. Das so genannte A-Netz wurde von der Deutschen Bundespost eingeführt und war bis 1977 in Betrieb. Das analoge Netz wurde von Topmanagern benutzt und Gespräche brachen bei Verlassen des Funkbereiches ab. Bis heute kamen zahlreiche leistungsstärkere Netze hinzu, die nach und nach das Vorgänger Netz ersetzten. Der Standard für die meisten Mobiltelefone ist heute das UMTS-Netz, welches ab 2004 verstärkt zum Einsatz kam und bis heute der Motor für den Erfolg der Smartphones ist. Ohne UMTS und seine sukzessiven Ausbaustufen könnten wir heute keine Musik streamen, Videos gucken oder Webseiten aufrufen. Die Zukunft der Datenübertragung ist der LTE-Standard, der mit bis zu 300mbit/s eine bis zu 14 Mal höhere Datenübertragung leisten soll. Solch Geschwindigkeiten werden noch nicht mal bei Standleitungen angeboten. Bis es jedoch soweit ist und LTE flächendeckend verfügbar sein wird, werden wohl noch Jahre und Milliarden-Investitionen vergehen.