Darum solltet ihr Smartphones besser nicht im Dunkeln benutzen

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Das Zenfone 4 Max besitzt einen Blaulichtfilter
Das Zenfone 4 Max besitzt einen Blaulichtfilter(© 2017 CURVED)

"Im Dunkeln fernsehen macht die Augen kaputt." Möglicherweise könnte an dieser Warnung mehr dran sein als bisher angenommen – und sie soll sich auch auf die Nutzung von Smartphones übertragen lassen.

Forscher der Universität von Toledo haben in einer Studie herausgefunden, dass Smartphones, Tablets und Fernseher den Ausbruch einer sogenannten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) beschleunigen können. Bei dieser schweren Augenkrankheit stirbt die Netzhaut ab, was zu starker Sehbehinderung oder sogar Blindheit führt. Menschen, die eine entsprechende Veranlagung besitzen, sollen durch blaues Licht aus Bildschirmen früher an AMD erkranken können.

Besser nicht im Dunkeln verwenden

In der Netzhaut unserer Augen befinden sich sogenannte Fotorezeptoren. Die Sehzellen reagieren auf Licht und schaffen somit erst die Voraussetzungen dafür, dass wir überhaupt sehen können. Dafür benötigen sie aber bestimmte Moleküle, die ein gesundes Auge auch produziert. Blaues Licht aus Smartphones, Tablets und Fernsehern soll die Moleküle jedoch giftig machen, sodass diese die Fotorezeptoren zerstören können.

Bei jungen, gesunden Menschen verhindert ein anderes Molekül, dass die Fotorezeptoren durch das blaue Licht absterben. Mit zunehmendem Alter oder bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem tritt dieser Abwehrmechanismus jedoch außer Kraft. "Dann entsteht der richtige Schaden", erklärt Dr. Ajith Karunarathne von der Universität Toledo. Besorgten Nutzern empfiehlt er, ihre Smartphones und Tablets nicht im Dunkeln zu verwenden.

Dr. John Payton, ein Wissenschaftler von einer anderen Universität, relativiert die Gefahr zumindest ein wenig: Von Smartphones ausgestrahltes Licht sei nicht ideal, aber die Menge wohl tolerierbar. Dennoch begrüße er es, dass einige Hersteller die Displays ihrer Geräte mit Blaulichtfiltern ausstatten. Er halte das für eine gute Idee.


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