Smartwatches laufen Fitnesstrackern zunehmend den Rang ab

Die Apple Watch Series 3 ermöglicht Herzfrequenzmessung über den ganzen Tag
Die Apple Watch Series 3 ermöglicht Herzfrequenzmessung über den ganzen Tag(© 2017 CURVED)

Die Beliebtheit von Fitnesstrackern hat anscheinend abgenommen. Das geht laut Wareable aus einem Bericht der International Data Corporation (IDC) hervor, die sich die weltweiten Verkaufszahlen für das erste Quartal 2018 angeschaut hat. Grund dafür sei die zunehmende Nachfrage nach Smartwatches. 

Die Verkaufszahlen von Fitnesstrackern seien in den ersten Monaten des Jahres 2018 um 9,2 Prozent zurückgegangen. Wearables generell legten zwar um 1,2 Prozent zu, damit aber deutlich weniger als im ersten Quartal des Vorjahres, als das Wachstum noch 18 Prozent betragen hatte. Dass der Wearable-Markt unterm Strich dennoch ein leichtes Plus verzeichnen konnte, liege laut IDC an den Smartwatches. Deren Verkäufe seien um 28,4 Prozent gestiegen.

Apple und Huawei sind die großen Gewinner

Generell sei ein Trend hin zu teureren, leistungsfähigeren Wearables zu erkennen. Das liege auch an den neuen Möglichkeiten, die moderne Smartwatches inzwischen bieten, meint IDC-Analyst Jitesh Ubrani: "Zusätzliche Sensoren, jahrelang gesammelte Daten und verbesserte Algorithmen erlauben Branchengrößen wie Fitbit oder Apple, Erkrankungen oder Herzrhythmusstörungen zu erkennen." Außerdem habe die Mobilfunkunterstützung diverser Smartwatches neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet.

Das LTE-Modul soll auch einer der Gründe für den großen Erfolg der Apple Watch Series 3 gewesen sein. Apples Smartwatch zähle mit einem Plus von 13,5 Prozent zu den großen Gewinnern des ersten Quartals. Apple sei mit einem Marktanteil von 16,1 Prozent außerdem aktuell die Nummer eins im Wearable-Bereich. Auf Platz zwei folge mit 14,8 Prozent Xiaomi. Allerdings habe das Unternehmen aufgrund seiner niedrigen Preise nur eine sehr geringe Rendite erzielt. Ein hoher Gewinn ist eigenen Aussagen zufolge allerdings auch nicht das Ziel Xiaomis.

Platz drei (8,7 Prozent) belege trotz eines Verkaufsrückgangs um 28 Prozent Fitbit, dessen neue Smartwatch Versa bei den Kunden gut ankommen soll. Am meisten zugelegt habe der Viertplatzierte: Huawei könne dank seines vielfältigen Produktportfolios im Vorjahresvergleich ein Wachtsum von 147 Prozent und 5,2 Prozent Marktanteil verzeichnen. Allerdings sei der Erfolg in erster Linie auf den asiatischen Markt beschränkt. Garmin komplettiere die Top 5 mit einem Marktanteil von 5 Prozent.

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