So könnte die Amazon-Lieferdrohne funktionieren

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Das Lieferfahrzeug als Basisstation und die Drohne übernimmt die letzten Meter.
Das Lieferfahrzeug als Basisstation und die Drohne übernimmt die letzten Meter.(© 2014 University of Cincinnati/Lisa Ventre)

Die Idee von Amazon, Pakete mit Drohnen auszuliefern, sorgte für großes Aufsehen, wurde jedoch schnell wieder als nicht realisierbar beiseite gelegt. Forscher der University of Cincinnati haben sich zusammen mit dem Elektrofahrzeughersteller AMP trotzdem weiterhin Gedanken um einen Liefersystem mit Drohnen gemacht und eine Lösung gefunden, bei der die Lieferfahrzeuge nicht von den Straßen verschwinden.

Stattdessen dienen die Transporter als Basisstationen der HorseFly getauften Drohen. Während der Fahrer sein Fahrzeug durch die Straßen lenkt, liefert die Drohne im Idealfall eigenständig ein Paket nach dem anderen aus. Vorteil: Selbst wenn der Lieferwagen im Stau steht, geht die Auslieferung weiter. In einer Branche, in der Routen und Paketmengen minutiös geplant sind, damit am Ende ein Gewinn übrig bleibt, ist das ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Mit der fahrenden Basisstation beheben die Universitäts-Forscher und AMP auch das Reichweitenproblem von Drohnen. Entweder bräuchten Amazon und Co jede Menge weitere Lager oder die fliegenden Transporter eine deutlich größere Reichweite. Dann würden sie allerdings auch lange Leerflüge haben und nicht mehr wirtschaftlich arbeiten. Zusätzlich dient das Lieferfahrzeug als Ladestation. Für große Pakete muss der Fahrer weiterhin aussteigen, muss sich aber nicht mit kleineren Lieferungen beschäftigen, die die Drohne währenddessen weiter ausliefert.

Noch viele Hürden zu nehmen

Das Konzept aus Cincinnati zeigt allerdings nur, dass sich abstruse Ideen durchaus in der Realität umsetzten lassen, wenn man sich die Mühe macht, richtig über sie nachzudenken. Alle Probleme, die sich mit einem Drohnen-Liefersystem ergeben - Identifizierung der Empfänger, Regen, Gefahren durch Abstürze und so weiter - haben aber auch die Studenten noch nicht gelöst. Bis also wirklich Pakete zu Euch nach Hause schweben, wird wohl noch einige Zeit vergehen.


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