So könnte Uber zurück nach Deutschland kommen

Auch hierzulande erhalten Taxis wohl bald mehr Konkurrenz
Auch hierzulande erhalten Taxis wohl bald mehr Konkurrenz(© 2017 CC: Unsplash/Scott Walsh)

Das Bundesverkehrsministerium will in naher Zukunft die Weichen für mehr Ridesharing in Deutschland stellen. Davon könnte unter anderem auch Uber profitieren. Denn das Unternehmen aus den USA hat vor, hierzulande Sammeltaxis anzubieten, wie aus einem Bericht der Tagesschau hervorgeht.

Genau das verbirgt sich nämlich hinter dem Begriff "Ridesharing": Professionelle Fahrer befördern in Sammeltaxis mehrere Fahrgäste, die während der Fahrt zu- und aussteigen können. Die Vermittlung der Autos erfolgt dabei via App – ähnlich wie bei MyTaxi. Das Bundesverkehrsministerium  will nun die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen und das Personenbeförderungsgesetz liberalisieren. Denn zurzeit sind Angebote dieser Art nur zu Testzwecken erlaubt.

Uber will sich einbringen

Warum ist Ridesharing nicht schon längst in größerem Umfang zulässig? Weil die Dienste eine direkte Konkurrenz zu herkömmlichen Taxi-Unternehmen darstellen, die ihrerseits strengen Regulierungen unterworfen sind. Da ist auch einer der Gründe, weshalb Uber sein ursprüngliches Geschäftsmodell in Deutschland nicht praktizieren kann: In den USA nehmen Privatleute Fahrgäste in "ihrem Uber" mit.

Einen Personenbeförderungsschein oder gar eine Lizenz, wie sie Taxifahrer vorweisen müssen, benötigen die Uber-Fahrer nicht. Die Folge: In vielen US-Großstädten bedrohen Uber und der Konkurrent Lyft die Taxibranche. Immerhin: In Deutschland will Uber "nur" Ridesharing anbieten. Denn das ursprüngliche Geschäftsmodell dürfte in Deutschland auch weiterhin verboten bleiben – auch wenn noch nicht klar ist, was die Gesetzesänderung beinhalten wird.

Offenbar hat das US-Unternehmen auch "seine Hilfe" bei der Gestaltung des neuen Personenbeförderungsgesetzes angeboten: Wie auf der offiziellen Tagesschau-Webseite zu lesen ist, habe das Unternehmen Bundestagsabgeordneten Textbausteine dafür zukommen lassen. Aber auch Anbieter aus Deutschland haben eigenen Aussagen zufolge ihre Hausaufgaben gemacht und sich "eingebracht", etwa der vom ADAC mitfinanzierte Ridesharing-Dienst "Allygator".


Weitere Artikel zum Thema
Galaxy S11 und Co.: Sieht so das neue Smart­phone-Design von Samsung aus?
Michael Keller
Her damit !11Der Nachfolger des Samsung Galaxy S10 (Bild) könnte ein neuartiges Infinity Display erhalten
Bis zum Release des Galaxy S11 dauert es noch. Nun ist ein Bild aufgetaucht, das Hinweise auf die zukünftige Design-Sprache von Samsung geben soll.
So könnte Apple die Notch im iPhone vermei­den
Michael Keller
Peinlich !16Ein künftiger Nachfolger des iPhone Xs Max (Bild) könnte ohne Notch auskommen
Eine Display-Notch ist praktisch – aber für das Design ein Ärgernis. Apple hat nun ein Patent angemeldet, das die Aussparung überflüssig machen soll.
Google Maps: Dank großem Update dreht ihr euch künf­tig nicht mehr im Kreis
Lars Wertgen
Supergeil !5Das Update für Google Maps gibt es für iOS und Android
Google Maps ist um ein tolles Feature reicher: Die AR-Navigation "Live View" ist verfügbar. Sie führt euch elegant durch jede Gasse.