Google und Apple vs. Corona: Gemeinsames Smartphone-Tool kommt im Mai

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Das Tracing-Tool gegen Corona von Google und Apple nutzt Bluetooth
Das Tracing-Tool gegen Corona von Google und Apple nutzt Bluetooth(© 2015 CURVED)

Update (30. April 2020, 17 Uhr): Apple stellt derzeit die Weichen für die Einführung des Tracing-Tools: Die aktuelle Beta von iOS 13.5 enthält eine Schnittstelle, die Corona-Tracing-Apps ermöglicht. Via Bluetooth werden diese Anwendungen die Bewegungen von iPhone-Nutzern nachvollziehen können und sie vor potenziellen Corona-Kontakten warnen. Das Feature lässt sich aber in den Einstellungen deaktivieren.

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Wie kann die Ausbreitung von Corona verhindert werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur zahlreiche Wissenschaftler, sondern auch Unternehmen. Apple und Google haben nun eine Partnerschaft angekündigt, um dabei zu helfen, das Coronavirus einzudämmen. Nun sind Details zur Funktionsweise des Tracing-Tools bekannt.

Eine wichtige Information vorab: Die Daten, die Apple und Google zu Corona via Smartphone erheben wollen, sollen nicht zentral gespeichert werden, wie TechCrunch berichtet. Sie befinden sich auf dem Gerät des jeweiligen Nutzers – und er soll entscheiden können, ob sie freigegeben werden oder nicht. Zugriff erhalten neben den beiden Unternehmen angeblich nur öffentliche Gesundheits-Organisationen. Dies geschieht über eine spezielle API.

Welche Smartphones können die App nutzen?

Apple will das Update mit dem Tracing-Tool an möglichst viele seiner Geräte verteilen. Offenbar ist iOS 13 die Grenze – ältere Versionen des Betriebssystems können das Tracing-Tool nicht nutzen. Damit stünde es aber bereits für knapp drei Viertel aller iPhones und iPads zur Verfügung. Google will das Update über den Play Store ausrollen – für alle mobilen Geräte, die Android 6.0 oder neuer benutzen. Die Aktualisierungen sollen ab Mitte Mai zur Verfügung stehen.

Laut Google und Apple sei kein System "unhackbar". Immer könnten Server Schwachstellen aufweisen und Daten verloren gehen. Aber durch die Dezentralisierung der Corona-Daten sei es viel schwieriger für Unbefugte, an diese heranzukommen.

So funktioniert das Tracing-Tool

Das Tracing-Tool nutzt die Bluetooth-Funktion eures Smartphones und übermittelt an andere Smartphones in eurer Umgebung einen sogenannten "Identifikator". Dieser sei anonymisiert und würde zudem alle 15 Minuten geändert. Nutzer können nun Informationen zu ihrem Corona-Status hochladen und so andere Menschen um sich herum informieren. Das Tool teilt euch mit, wenn ihr möglicherweise im Umfeld einer erkrankten Person gewesen seid.

Apple hat bereits Ende März 2020 eine Selbstdiagnose-App zu Corona veröffentlicht. Damit könnt ihr feststellen, ob ihr vielleicht infiziert seid – und welche Verhaltensmaßnahmen empfehlenswert sind. Es gibt aber auch eine ganze Reihe an Corona-Apps, die ihr lieber meiden solltet.


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