Sofortüberweisung.de – Datenschützer kritisieren Online-Bezahldienst

Beim Shoppen im Internet auch online zu bezahlen hat sich längst eingebürgert. Viele machen es aber immer noch nicht gern oder haben ein ungutes Gefühl dabei. Sie werden sich jetzt bestätigt fühlen. Daten- und Verbraucherschützer haben den Online-Bezahldienst sofortüberweisung.de kritisiert, da dieser sich dabei einen umfangreichen Einblick in die Konten der Kunden gönnt.

Georg Schardt, Vorstand der Betreiberfirma Payment Network, erklärt dies damit, dass man die Software den Verfügungsrahmen des Kunden zum Zeitpunkt der Zahlung berechne. Damit wolle man sicherstellen, dass der Kunde auch zahlungsfähig ist. Und dafür werden Kontostand, Dispokreditrahmen, die Überweisungen der letzten 30 Tage sowie die Kontostände anderer Konten und Auslandsüberweisungen abgefragt.

Wie es von Seiten des Unternehmens heißt, werden die abgefragten Daten nicht gespeichert und auch die Mitarbeiter bekämen davon nichts mit. Was bei sofortüberweisung.de passiert ist nicht illegal. Datenschützer kritisieren jedoch, dass es eben auch nicht transparent ist. Payment Network, das Unternehmen, das den Dienst sofortüberweisung.de betreibt, informiert die Kunden zwar bei einer Transaktion darüber, aber nicht so, dass das auch verstanden wird.

Bemängelt wird, dass die meisten Kunden mit dem Begriff „Kostendeckungsabfrage“ zunächst nichts anfangen können. Daten- und Verbraucherschützer fordern eine verständlichere und kundenfreundlichere Formulierung – der Kunde muss wissen, was mit seinen Daten geschieht.

Sofortüberweisung.de hat sich zu einem beliebten Bezahldienst entwickelt, weil der Verkäufer sofort eine Bestätigung erhält, dass die Zahlung angewiesen wurde – nicht erst, wenn das Geld auch tatsächlich beim Verkäufer eingegangen ist. Das kann unter Umständen länger dauern. Mit sofortüberweisung.de sollen Einkäufe so schneller abgewickelt werden.