Sony: Android 4.0 nicht immer sinnvoll

Wenn eine neue Version von Googles mobilem Betriebssystem herauskommt, dann sind viele Nutzer ganz heiß darauf und wollen sie natürlich so schnell wie möglich auf ihrem Smartphone erleben. Das ist durchaus verständlich, aber nicht immer sinnvoll, wie die Entwickler von Sony in einem Blogpost erklären.

Immer wieder hört man von verärgerten Nutzern, die vergeblich auf ein Update für ihr Android-Smartphone warten. Eigentlich hatte Google mit Android 4.0 die Fragmentierung verringern wollen, also die vielen unterschiedlichen Betriebssysteme reduzieren. Doch bisher sind noch kaum Updates auf Ice Cream Sandwich ausgerollt worden.

Prozessor und Arbeitsspeicher werden belastet

Sony erklärt in dem erwähnten Blog-Beitrag, warum ein Update auf Android 4.0 nicht für alle Nutzer bzw. alle Smartphone-Modelle sinnvoll ist. Zwar bringt die neueste Android-Version einige Verbesserungen und vor allem tolle neue Features, doch die Anforderungen an die Hardware sind gar nicht so ohne. Vor allem der Prozessor und der Arbeitsspeicher sind besonders beansprucht. Als Beispiel nennen die Sony-Entwickler den Browser, der unter Android 4.0 20 – 30 MB mehr an Arbeitsspeicher benötigt als unter Gingerbread.

Und noch ein weiteres, nicht unwesentliches Argument führen sie an: Android 2.3 Gingerbread läuft sehr stabil und bei Sony ist man darauf auch sehr stolz. Android 4.0 Ice Cream Sandwich, das es ja noch nicht so lange gibt und das vor allem noch auf recht wenigen Geräten läuft kann mit der sehr hohen Stabilität von Gingerbread noch nicht mithalten.

Kein Update auf Ice Cream Sandwich nicht immer schlecht

Es muss also nicht zwingend schlecht sein, wenn ein Smartphone kein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich mehr bekommt. Bei manchen Modellen, die über wenig Prozessorleistung oder RAM verfügen ist es auch durchaus eine Überlegung wert, ob man überhaupt das ICS-Update aufspielt oder nicht vielleicht doch bei Gingerbread bleibt – getreu dem Motto: Never change a winning team.