Steve Jobs-Biopic: DiCaprio-Absage Grund für Sony-Aus

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Leonardo DiCaprio: iPhone-Fan, aber kein Steve Jobs-Mime
Leonardo DiCaprio: iPhone-Fan, aber kein Steve Jobs-Mime(© 2014 Facebook/TheWolfOfWallStreet)

Das Geheimnis ist nach einem Leak gelüftet: Sony stieg aus dem über Jahre geplanten Projekt aus, nachdem Leonardo DiCaprio für die Hauptrolle abgesagt hatte. Das Produktionsstudio befürchtete ohne den „Wolf of Wall Street“-Darsteller Umsatzeinbußen von über 25 Prozent. Auch Oscar-Preisträgerin Natalie Portman sagte ab.

Es hätte die Krönung einer glanzvollen Karriere sein können: Nach Howard Hughes in „Aviator“, FBI-Boss Jay Edgar Hoover  in „J. Edgar“ und vor allem der Darstellung des fiktiven Selfmade-Milliardärs Jay Gatsby in der Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“ blieb in der Neuzeit eigentlich nur eine Rolle über: die des vermutlich größten Unternehmensgründers der letzten 50 Jahre – Steve Jobs.

Für Charakterdarsteller DiCaprio hätte es die Steilvorlage zum lang herbeigesehnten Oscar sein können – doch obwohl dem 40-Jährigen Interesse an der Verfilmung der Jobs-Biografie von Walter Isaacson nachgesagt wurde, kam es nicht zum Vertragsabschluss, Termingründe wurden Anfang Oktober für die Absage angeführt. Oder lag die Wahrheit im Skript oder der Regie-Besetzung?

Hackerskandal bei Sony Pictures macht Gründe für Rückzug deutlich 

Fest schien zumindest für Sony Pictures zu stehen, dass die seit 2011 geplante Jobs-Verfilmung ohne das größte Aushängeschild, das Hollywood wohl in diesen Tagen zu bieten hat, schlechter an den Kinokassen abschneidet.

Das geht aus internen Dokumenten hervor, die im Zuge eines großen Hackerskandals bei Sony Pictures publik wurden. So ging das Hollywood-Filmstudio nach eigenen Schätzungen davon aus, dass der Jobs-Film ohne DiCaprio gleich 25 Prozent weniger umsetzen würde.

Dreijährige Saga von Pleiten, Pech und Pannen

Die Verfilmung des Lebens von Steve Jobs ist schon jetzt eine Saga von Pleiten, Pech und Pannen. Nachdem zunächst auch George Clooney als Mime des legendären Apple-Gründers gehandelt worden war, sagte später auch Christian Bale ab. Mitten in den Planungen wurde sogar der Regisseur ausgetauscht: Auf David Fincher („The Social Network“) folgte Danny Boyle („Slumdog Millionaire“).

Sony hatte indes das Vertrauen mehr als drei Jahre nach Erwerb der Filmrechte verloren und übertrug sie Ende November schließlich an Universal Pictures, das nun schließlich Michael Fassender als Steve Jobs-Darsteller verpflichtet hat. Ist die Besetzung damit endlich in trockenen Tüchern? Nicht so schnell: Heute wurde ebenfalls bekannt, dass Natalie Portman, die die Rolle von Steve Jobs’ Tochter Lisa spielen sollte, abgesagt hat.

Und Leonardo DiCaprio? Der 40-Jährige ist unterdessen auch anderweitig bestens ausgelastet: Der frischgebackene Single – die Liaison mit dem Hamburger Model Toni Garrn ist schon wieder zu Ende – verließ Anfang der Woche eine Party der Kunstmesse ArtBasel mit 20 Models

Update 10. Dezember, 19 Uhr:  Unterdessen werden neue Details zum einmaligen Ränkespiel bekannt, das sich hinter den Kulissen abspielte und inzwischen Material für eine eigene Serie „Die unendliche Geschichte des Steve Jobs-Films“ böte. Wie die neusten Leaks enthüllen, lieferten sich die Sony-Manager Amy Pascal und Steve Mosko heiße Planungsgefechte, wer unter den sich immer wieder veränderten Rahmenbedingungen im Biopic die tragende Rolle spielen solle.

Dabei wird die Liste der Hollywood-Größen immer länger: Angelina Jolie taucht in wenig schmeichelhafter Weise darauf auf, weil sie für ihr geplantes „Cleopatra“-Epos die Arbeitskraft von Regisseur David Fincher abziehen würde – was für entsprechende Verstimmung beim Produzent Scott Rudin sorgte. Die Folge: Fincher ging, Christian Bale im Gefolge auch.

Und auch der Name einer anderen Hollywood-Ikone tauchte in den Gedankenspielen der Sony-Manager auf: Gegen „Top Gun“ Tom Cruise wurden jedoch Vorbehalte nicht zuletzt wegen seines Alters laut. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Cruise mimte Jobs auch nicht – und Sony trennte sich nach drei Jahren Planung am Ende entnervt vom Projekt, das Ende November Universal übernahm…


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