Sony Ericsson Xperia Arc S im Test

Ich konnte nun über einige Wochen das formschöne Sony Ericsson Xperia Arc S mit XL Display und 1,4 GHz Prozessor ausführlich auf Herz und Nieren für euch testen und habe viele Vor- und Nachteile feststellen können.

Produktmerkmale und technische Details

Highlights

  • 10.7 cm (4.2 Zoll) Touchscreen mit 16 Mio. Farben
  • Android 2.3 Betriebssystem
  • 1,4 GHz-Single Core-Prozessor
  • 512 MB RAM
  • 8.1 Megapixelkamera mit Blitz und Digitalzoom
  • 1 GB interner Speicher, erweiterbar auf bis zu 32 GB
  • Lieferumfang: Handy, Akku, Ladekabel, Headset, Bedienungsanleitung

Produktmerkmale

  • E-Mail
  • GPS
  • Internet
  • Kamera
  • MP3
  • Radio
  • Touchscreen
  • USB
  • Wifi

Nachdem Anfang letzten Jahres erst der Vorgänger SE Xperia Arc herauskam, wurde schon nach kurzer Zeit mit vielen kleinen Verbesserungen das Arc S auf den Markt gebracht. Zudem gibt unser Testprodukt die Möglichkeit auch 3D Bilder im Panoramastyle zu schießen, jedoch leider keine um diese auch in voller Auflösung anzuschauen.

Hardware - Verarbeitung und Design

Das Arc S liegt mit seinem schlanken Bogendesign sehr gut in der Hand und misst an seiner dünnsten Stelle, die sich in der Gehäusemitte befindet, etwas weniger als neun Millimeter. Die dickeren Stellen, die sich oben und unten befinden, sind es immer noch sehr dünne elf Millimeter.

Leider ist das gesamte Gehäuse mit Kunststoff ausgestattet und fühlt sich nicht ganz so hochwertig an. Irgendwo muss ja das geringe Gewicht von nur 117 Gramm herkommen. Leider zieht es den Schmutz regelrecht an, jedoch einmal an der Hose rübergewischt, ist es auch wieder sauber.

Die Knöpfe liegen für mich persönlich sehr ungünstig. Beim bedienen dieser schlüpft mir das Arc S gern mal aus der Hand. Zwischen den drei Knöpfen leuchten zwei recht helle LEDs. Oben links besitzt das Gerät einen sehr kleinen An-/Ausknopf, rechts an der Seite die Lautstärkeleiste sowie unten rechts eine kleine praktische Auslösertaste.

Im allgmeinen Punktet das Design jedoch trotzallem, auch schon allein wegen der edlen Bogenform und die leichte Handhabung.

Display

Ein 4,2 Zoll großes Display mit einer konventionellen TFT-Technik und 854×480 Pixel Auflösung bringt das Display des SE Xperia Arc S mit sich. Typisch für die TFT-Technik sind die nicht ganz so kräftigen Farben. Beispielsweise wirkt das Schwarz eher Grau.

Nachteile bringt auch die Empfindlichkeit. Kratzer enstehen schnell und wenn es ungünstig runterfällt, dann bricht die Matrix. In meiner kurzen Anfangszeit der Nutzung, musste mir ausgerechnet das passieren. Aber dank meines Sorglos-Paketes von BASE, war das auch ganz schnell wieder erledigt.

Konnektivität

Zu dem MicroUSB und dem MicroSD-Kartenslot ist das SE Arc S eins der wenigen ersten Geräte, die mit einem MicroHDMI-Ausgang ausgestattet sind. Schade, dass ein dazugehöriges Kabel nicht mitgeliefert wird. Aber wenn man das wenige Kleingeld hat, dann lohnt es sich dies anzueignen. Ich persönlich spiele gern Androidspiele über den Fernseher und die Grafik ist spitze. Als Kontroller ist das Gerät leider nur sehr unpraktisch zu halten, da dieser Ausgang sich oben rechts befindet.

Im übrigen wird eine 8 GB Speicherkarte mitgeliefert und ist bis zu 32 GB erweiterbar.

WiFi b/g/n-Verbindungen, HSDPA (maximale theoretische Download-Rate von 14,4 MBit/s) und GPS gehören zum heutigen Standart.

Tonqualität

Ich selbst habe ja schon ein paar Handys besessen und die Qualität und vor allem die Lautstärke konnte mich komplett überzeugen. Ich brauche schon allein auf den Arbeitsweg Musik, und die kann ich jetzt auch ohne Probleme hören. Selbst wenn in der Bahn Akkordion gespielt wird, die In-Ear-Kopfhörer rein und alles Andere ausblenden. Auch der integrierte Lautsprecher ist hörbar und kann mit seiner Lautstärke überzeugen. Da schaut man bei hohen Tönen gern mal hinweg wenn es dann mal kurz rauscht.

Kamera

Wenn man das Handy nicht ausschließlich als Schnappfotohandy benötigt, dann reicht die integrierte Kamera völlig aus. Schade nur, dass das SE Xperia Arc S, sowie auch sein Vorgänger, als Fotohandys angepriesen werden. Es gibt Lichtverhältnisse tagsüber, da gelingen die gemachten Fotos ohne Probleme. Abends, obwohl das Gerät den Exmor-R-Fotosensor von Sony besitzt, rauschen die Bilder und die Farben sind nicht das Wahre. Die Zeit zwischen Klick und Aufnahme des Bildes ermöglicht keine schnellen Schanppschüsse. Wirklich schade, da ich ein aufgewecktes Kind habe, das nicht lange mit einer Grimasse verharren kann.

Sehr schön hingegen finde ich die Panoramaaufahme. Sie ist sehr einfach in der Handhabung und wenn man eine ruhige Hand bewahren kann, kommt auch ein tolles Ergebnis dabei heraus.

Die bereits am Anfang erwähnte 3D-Aufnahme für Bild und Video ist ein nettes Feature aber so an sich nicht der Bringer. Das SE Xperia Arc S bringt leider nur die Möglichkeit diese Aufnahmen zu erstellen aber sich diese nicht im vollem Umfang anzuschauen, wenn man da nicht gerade einen 3D Fernseher zu Hause zu stehen hat.

Performance

Dieser Punkt ist schnell zu beschreiben- super flüssig. Selbst bei aufwendigen Spielen gibt es so gut wie keine Ruckler. Hier hat Sony Ericsson schlicht weg gute Arbeit geleistet.

Akkulaufzeit

Das ist ein schwieriger Punkt. Die Akkulaufzeit ist immer Nutzerabhängig. Ich kann mich schon als sogenannten “Poweruser” outen. Der 1500 mAh große Akku reicht bei mir den Tag über aus, abends wird er standardmäßig wieder angeschlossen.

Software

Hier hat Sony Ericsson seine eigene Herstelleroberfläche draufgespielt. Da es sich von anderen Androidgeräten abhebt, finde ich das gar nicht so schlecht. Nur eigenartig, wenn man vorher mit einem HTC Desire HD herumgewerkelt hat. Auch die vielen schon bereits vorinstallierten Apps finde ich gut ausgewählt.

Der App-Drawer ermöglicht eine eigene Sortierung bzw. Anordnung der Anwendungen. Auch in den Einstellungen kann man verschiedene Farben für die Oberfläche wählen – und damit sein Smartphone perfekt individualisieren.

Fazit

Auf der einen Seite bietet das Xperia Arc S einen guten Lautsprecher, eine akzeptable Akkulaufzeit, wirklich exzellente beigelegte In-Ear-Kopfhörer, ruckelfreies Arbeiten und einen innovativen HDMI-Port. Auf der anderen Seite schwächelt eben gerade das für mich wichtigste Feature - die Kamera. Von dem Display hätte ich vor allem einen höheren Kontrast und mehr Stabilität gewünscht.

Der Preis ist für das Gerät recht hoch angesetzt Ich habe mein Arc S zu einem Mein BASE Vertrag gekauft und bin mit dem Paket, so wie es ist, sehr zufrieden.