Sony wehrt sich mit Hacker-Methoden gegen Piraterie

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Sony geht in die Offensive und will Hackern gezielt das Handwerk legen
Sony geht in die Offensive und will Hackern gezielt das Handwerk legen(© 2014 CC: Flickr/Wesley Lelieveld Photography)

Sony zieht in den Krieg gegen Hacker: Wie Re/Code berichtet, will Sony Pictures mit harten Bandagen gegen illegale Filmdownloads und Hacker-Attacken vorgehen. Angeblich plant das Unternehmen, die Server von einschlägigen Download-Portalen außer Gefecht zu setzen und setzt dabei auf die Server von Amazon.

Ein Hackerangriff auf Sony Pictures bescherte dem Unternehmen kützlich einige ziemlich peinliche Schlagzeilen und einen gewaltigen Imageschaden innerhalb der Branche. Durch den Angriff auf die Sony-Server kamen zum Beispiel diverse interne E-Mails ans Licht, in denen neben Lästereien über Stars wie Angelina Jolie auch rassistische Witze über US-Präsident Obama zu lesen waren. Auch der Grund für Sonys Rückzug vom Steve-Jobs-Film war den erbeuteten Daten zu entnehmen. Kein Wunder, dass Sony jetzt zu drastischen Methoden greifen will, um Hackern das Handwerk legen zu können. Laut Re/Code setzt man dabei auf sogenannte "Denial of Service"-Attacken, welche einfach gesagt durch Überlastung dafür sorgen sollen, dass Nutzer keine Verbindung mehr zu den angegriffenen Servern herstellen können.

Sony greift auf Amazon Web Services zurück

Quellen zufolge benutzt Sony für seine Schutzmaßnahmen Hunderte Rechner in Asien sowie die Rechenzentren in Singapur und Tokio von niemand Geringerem als Amazon. Das bestreitet der Onlineversand-Riese jedoch. Gegenüber Spiegel Online äußerte eine Amazon-Sprecherin, dass die genannten Vorgänge auf den Amazon Web Services nicht stattfinden würden. Sony wiederum habe auf eine Anfrage bezüglich seiner unkonventionellen Schutzmaßnahmen bislang noch nicht reagiert.


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