Sony Xperia miro im Test

Die Sony Corporation hat mit dem Sony Xperia miro ein Einsteiger-Smartphone auf den Markt gebracht, das nicht nur durch den günstigen Preis (219€ UVP) versucht zu überzeugen, sondern auch softwaretechnisch eine Menge zu bieten hat.

Nach meinem Unboxing hatte ich nun Zeit das Sony Xperia miro ausführlich zu testen.

Das Xperia miro besitzt eine 5 Megapixel-Kamera hinten, eine Frontkamera (mit VGA Auflösung) für Videotelefonie, sowie einen 800 MHz Singe-Core Prozessor

Die Ansprüche, die ich an mein Smartphone habe, sind hoch. Es soll flüssig laufen, eine gute Akkulaufzeit bieten sowie einen ordentlichen Musikplayer besitzen, der Features, wie zum Beispiel einen Equalizer, bietet. Sony hatte vor einigen Jahren ja den Durchbruch mit den „Walkman“-Handys geschafft, von daher war ich sehr gespannt was die vorinstallierte „Walkman“-Musik Applikation zu bieten hat.

Ob meine Erwartungen beim Sony Xperia miro erfüllt wurden, erfahrt ihr im Verlaufe dieses Testberichts.

Spezifikationen

  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich
  • 3,5 Zoll Display mit HVGA Auflösung (480x320px)
  • Dimensionen: 113mm x 59,4 mm x 9,9 mm und wiegt nur 110 Gramm
  • 800 MHz Qualcomm SingleCore Prozessor
  • 512 MB RAM
  • HSDPA bzw WLAN-n
  • 5 Megapixel Kamera hinten mit Blitz, VGA Kamera für Videotelefonie
  • 2 Gigabyte interner Speicher, erweiterbar um max. 32GB via microSDHC
  • 1.500-mAh-Akku

Leistung und Akku

Die Akkulaufzeit ist für mich das „K.O.“-Kriterium schlechthin bei den heutigen Smartphones. Jeder kennt es doch: Der Nachmittag hat gerade erst begonnen und das Smartphone möchte bereits wieder aufgeladen werden. Wie sieht es beim Sony Xperia miro aus?

Der Akku ist nicht fest verbaut, sondern kann entnommen und ggf. ausgetauscht werden. Diese Eigenschaft ist heutzutage ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

Der Akku bietet insgesamt 1.500 mAh - ganz ordentlich wie ich finde (mehr als ein iPhone zum Beispiel). Ein normaler Tag besteht aus einigen kurzen Telefonaten, Messenger und SMS, Email-Synchronisation, sozialen Netzwerken und natürlich Musik, viel Musik! Die mobile Datenverbindung habe ich dabei permanent an, WLAN während der Arbeitszeit nicht. Wie weit ich mit dem Akku gekommen bin, könnt ihr dem Screenshot entnehmen. Mein Fazit: Besser als erwartet!

Da es sich beim Sony Xperia miro um ein Einsteigersmartphone handelt, darf man natürlich bei der Leistung keine Ergebnisse in den Sphären des großen Bruders Sony Xperia T erwarten. Besonders der Vergleich mit den aktuellen Highend-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S3 oder HTC One X hinkt natürlich. Nichtsdestotrotz verrichtet der 800MHz schnelle Qualcomm-Prozessor seine Arbeit sehr gut. In Kombination mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) und der schicken Sony Timescape UI kann man stets flüssig durch die Menüs navigieren. Wenn man jedoch eine rechenintensive App benutzt (bspw. ein Spiel) und gleichzeitig über das Handy Musik hört, kann die Musik an einigen Stellen schonmal stocken. Hier macht sich dann bemerkbar, dass es sich lediglich um einen Single-Core Prozessor handelt.

Wer die Leistung seines Smartphones gerne via Benchmark-Applikationen feststellt: Im Quadrant-Benchmark erreicht das Sony Xperia miro 1447 Punkte. Im AnTuTu-Benchmark sind es 2830 Punkte.

Softwarefeatures

Timescape-UI:
Wie bereits eben kurz erwähnt, setzt Sony beim Xperia miro auf Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) in Kombination mit der hauseigenen „Timescape“-Oberfläche.
Oft wird ja bemängelt, dass die Oberflächen das System langsamer und überfüllt machen, in einigen Fällen ja sogar für die schlechte Update-Politik verantwortlich sind. Inwieweit Timescape-UI mögliche Updates verzögert, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Allerdings kann ich sagen, dass mir die Sony-Oberfläche extrem gut gefällt. Das System arbeitet stets prompt, basiert nach wie vor zum großen Teil auf „Stock-Android“ mit punktuell gesetzen, nützlichen Features und einigen grafischen Anpassungen.

Sony Applikationen:
Besonders positiv ist mir dabei die „Walkman“-App –Sonys Musikplayer- auf dem Sony Xperia miro aufgefallen.

Grafisch sieht sie sehr ansprechend aus und besitzt zudem einen Equalizer, der das Musikvergnügen noch deutlich steigert. Auf Wunsch lassen sich zudem Interpreteninfo, das zugehörige Musikvideo oder der Songtext anzeigen.

Smart Connect:
Smart Connect lässt dich Aufgaben automatisieren. Wenn ich zum Beispiel die Kopfhörer ins Handy stecke, weiß Smart Connect, dass ich Musik hören möchte und startet automatisch den Musikplayer sowie einen vordefinierten Titel. Sehr praktisch!

Die Regeln lassen sich natürlich frei definieren, jeder so wie er mag. Die Smart Connect App stellt für mich einen deutlichen Mehrwert dar.

Ein kleines Feature, das mir außerdem gut gefallen hat: Startet man die Kamera, lässt sich via Lautstärkewippe herein- bzw. herauszoomen. Cool gemacht!

Kamera

Kamera Auflösung 5,0 Megapixel Blitz ja Digital-Zoom 16-fach

Die 5 Megapixel Kamera liefert akzeptable Fotos. Für Schnappschüsse kann man sie gut und gerne nutzen. Was die Qualität betrifft, darf man sie aber natürlich nicht mit der Kamera eines iPhone 5 oder Samsung Galaxy S3 vergleichen. Die Preiskategorie ist ja auch eine ganz andere.

Fazit

Mit dem Sony Xperia miro kann man für nur 219 € (UVP) wahrlich nichts falsch machen. Der größte Kritikpunkt ist für mich die niedrige Display-Auflösung (480x320px), für heutige Zeiten ist das einfach zu wenig. Texturen, gerade beim Surfen, wirken teilweise verschwommen. Positiv überrascht bin ich aber von der Ausdauer des Akkus und von der generellen Performance des Handys, obwohl hier nur ein 800MHz Prozessor arbeitet.

Das Sony Xperia miro kann ich ohne Vorbehalte jedem, der den Sprung vom "Handy" zum Smartphone wagt, ans Herz legen!