Sony Xperia S Test - Der Langzeit Praxistest

Das Sony Xperia S darf ich seit Anfang April für euch testen und nun folgt mein endgültiger Langzeit-Praxistest des "alles in HD-Gerätes".

Mit seinem eigenen Design erkennt man das Sony Xperia S sofort, es hebt sich der Smartphone-Konkurrenz ab. Der schmale tansparente Streifen, der die Trennung zwischen Gehäuse und Antennenteil markiert, ist bisher komplett neu und auffällig. Der Widererkennungswert ist hier von Sony gesichert.

Mein Testgerät arbeitet zur Zeit noch mit Android 2.3.7, aber auch das Sony Xperia S erhält Ende Mai - Anfang Juni das Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich. Ich freu mich drauf und wie Ihr das Update installiert, werde ich euch auch direkt bei den Mobilfunkexperten in einem Artikel bekannt geben.

Display

"Alles in HD" - Das beginnt beim Display, das mit 720 x 1280 Pixeln auflöst. Das Ergebnis: Trotz einer Diagonalen von 4,3 Zoll sind die einzelnen Bildpunkte der Anzeige mit bloßem Auge nicht zu erkennen und selbst kleine Schriften wirken gestochen scharf. Laut Statistiken bietet lediglich das Samsung Galaxy Note mit 5,3-Zoll-Touchscreen eine höhere Auflösung.

Bei der multitouchfähigen Anzeige, die zudem mit kräftigen Farben und starkem Kontrast überzeugt, hat Sony also nicht zu viel versprochen. Hier wird mit der hauseigenen Mobile Bravia Engine für eine kräftige und dennoch natürliche Darstellung gesorgt. Die Anzeige ist auch in hellem Tageslicht gut zu erkennen und selbst aus schrägem Blickwinkel sind die Displayinhalte super ablesbar.

Ich persönlich schau mir auch gern mal einen Film auf dem Weg zur Arbeit an und bin fasziniert von der Darstellung und den kräftigen Farben, zumal das Xperia S das Full-HD-Format (1080p) unterstützt. Auch meine Sitznachbarn schauen gern mal rein. Praktisch ist auch, dass man ganz einfach das Gerät mit dem HDMI-Anschluss an den Fernseher anschließen kann.

Kamera

"Werde ein Filmproduzent" - Die Kamera auf der Rückseite zeichnet Full-HD-Videos auf, die Frontkamera schafft immerhin HD-Auflösung (720p). Dabei bekommt die Kamera beim Filmen wie beim Fotografieren (bis zu 12 Megapixel) auch bei schlechten Lichtverhältnissen detailreiche und farbtreue Aufnahmen hin. Die unscheinbar wirkende LED reicht im Dunkeln fast zwei Meter weit.

Muss es mal ganz schnell gehen, lässt sich mit einem langen Druck auf die Kamerataste selbst bei gesperrtem Display fotografieren. Ansonsten wird mit der kleinen Kamerataste der schnelle Autofokus sicher gesteuert. Der Automatikmodus, kam bei mir sehr gut an. Denn ich bin ein "Schnapp-Fotograf" und da muss es immer schnell gehen.

Prozessor

"Volle Power" - Das Sony Xperia S arbeitet jeder Zeit schnell und sauber. Der Dualcore-Prozessor von Qualcomm mit 1,5 Gigahertz Taktfrequenz ist dafür verantwortlich. Der Grafikprozessor, ein Adreno 220, ebenfalls von Qualcomm, dürfte an der guten Perfomance aber noch einen größeren Anteil haben. Siehe doch einmal meinen Vergleich zwischen dem Sony Xperia S und dem Sony Ericsson Xperia Arc S. Im Quadrant-Benchmarktest schafft mein Xperia S über 3000 Punkte.

Neben dem von Sony Ericsson bekannten Music- und Spielestore Playnow fand ich auf dem Sony Xperia S auch Sonys Streamingdienst Music Unlimited. Zum reinen Betrachten von Office-Dokumenten ist die Office Suite 5 von Mobisystems aufgespielt, wer unterwegs auch Hand an Dokumente anlegen will, kann auf die kostenpflichtige Vollversion aufrüsten.

Der Speicher lässt sich zwar nicht erweitern aber es stehen immerhin 25 Gigabyte für die Nutzung zur Verfügung. Das reicht für den "normalen Gebrauch". Die Rückseite des Sony Xperia S lässt sich zwar öffnen, doch darunter findet sich lediglich der Steckplatz für die Micro-SIM Karte.

Akkusleistung und Klang

Die Akkuleistung ist recht mäßig. Ich musste sehr aufpassen, dass ich unterwegs das W-Lan ausgeschaltet und auch die Helligkeit runtergesetzt habe, sonst hat der Akku nach ca. 6-7 Stunden nach wenigem Gebrauch schlapp gemacht. Typisch für Smartphones muss man spätestens abends auch das Sony Xperia S an die Ladestation hängen. Ich nehme an, dass das Update auf Android 4.0 hilft, um den Akku zu stabilisieren und die Laufzeit zu erhöhen. Dazu werde ich nach dem Update ein Vergleich zu vor- und nachher fertigstellen.

Zu dem Sound gibt es nichts zu beklagen. Die Lautstärke über den Lautsprecher ist optimal. Auch über die beiliegenden Kopfhöhrer gibt es einen hervorragenden Sound. In dem vorinstallierten Player kann man auch den Klang ändern, so wie man sich gerade fühlt. Auch beim telefonieren hat sich mein Gespärchspartner sehr naturgetreu angehört.

Fazit:

Im Großen und Ganzen ein top Gerät. Das Sony Xperia S ist schnell und das nicht nur in der Fotoverarbeitung. Die Qualität und auch die Leistung ist fast hervorragend. Nach meiner zweimonatigen Nutzung erkennt man kleinere Gebrauchsspuren. Die leichten Kratzer an den Seiten des Display stören nicht wirklich aber bei dem empfindlichen Akkudeckel können, so wie bei mir, tiefe Rillen entstehen. Ich habe aber auch mein Handy lose in meiner Hand- oder Bauchtasche. Gut ist aber, dass man, wenns nötig wird, für nur ein paar Euro einen neuen Akkudeckel kaufen kann.

Das sehr gut, bekommt das Sony Xperia S allerdings noch nicht von mir. Dazu fehlte mir von Anfang an Android 4.0 und bei der Akkuleistung bleibe ich gespannt, wie es nach dem Update wird.