Sony Xperia Tablet Z Testbericht mit Software-Check

Meine ersten Eindrücke nach dem Auspacken des Sony Xperia Tablet Z hatte ich euch ja bereits präsentiert: Sony Xperia Tablet Z Hands On. Im ersten Artikel ging es hauptsächlich um das Design, die Verarbeitung und meinen Eindruck vom Display. Im Folgenden wird es also mehr um die Software gehen, da ich meine Begeisterung für die Hardware schon für euch festgehalten habe.

Bevor wir aber mit der Software loslegen, will ich noch kurz ein paar Worte zum obigen Bild verlieren. Mehrfach habe ich schon betont, dass wir es hier mit einem wasserdichten Tablet zu tun haben. Also konnte ich es natürlich nicht lassen, mal eine Gießkanne Wasser darüber zu verteilen. Alles ist heile geblieben, es läuft perfekt und die Indikatoren sind alle in Ordnung. Ich weise nur extra darauf hin, der Touchscreen läuft überhaupt nicht gut wenn Wasser drauf steht oder gar das ganze Gerät eingetaucht ist. Nach dem abputzen ist aber alles wieder bestens. Daher in Summe mal Daumen hoch für diesen Testabschnitt.

Android-Version und Anpassungen

Sony liefert das Xperia Tablet Z momentan mit Android 4.1.2 aus, obwohl es bereits zum Marktstart schon Android 4.2 gab. Jetzt steht ja bereits Android 4.3 frisch in den Startlöchern, und Sony hat ein Update auf Android 4.3 für das Xperia Tablet Z auch bereits zugesichert. Für das Android 4.2 Update sollte es in wenigen Wochen bereits erfreuliche Neuigkeiten geben, denn auch beim Smartphone-Vorbild Sony Xperia Z konnte inzwischen das entsprechende Update vollzogen werden. Trotzdem bezieht sich dieser Testbericht noch auf die ursprüngliche 4.1.2 Version.

Die Anpassungen gegenüber Googles AOSP zeigen sich bei Sonys aktueller Linie im Vergleich zu vielen anderen Herstellern noch recht verhalten, bringen aber doch ein paar Features mit, die ich euch vorstellen will.

Der Lockscreen kann durch rauf- bzw. runterwischen entsperrt werden und bietet nebenbei Schnellzugriffe für den Musikplayer und die Kamera. Lockscreen-Widgets fehlen vor dem Update leider noch, das ist schon ein Manko. Zusätzlich kann man auch PIN, Passwort, Muster oder Faceunlock wählen. Wer eine passende Hülle benutzt verzichtet eventuell auch ganz auf den Sperrbildschirm. Übrigens hat Sony einen Magneten verbaut, sodass entsprechendes Zubehör das Tablet beim Öffnen und Schließen automatisch Entsperren kann.

 

Die Homescreens kommen mit einem Icon-Grid von 8x7 daher und lassen sich natürlich je nach Belieben mit Apps und Widgets belegen. Die Anzahl der Homescreens kann zwischen einem und sieben eingestellt werden. Welche Seite durch drücken des Homebuttons angewählt werden soll, könnt ihr dabei frei auswählen. Es kann nicht im Karussell gescrollt werden, sprich nach der letzten Seite geht es nicht wieder direkt zur ersten. Jedoch könnt ihr über den Seitenindikator am oberen Rand jederzeit gezielt auf bestimmte Seiten springen.

In der oberen wie unteren Leiste des Homescreens verbergen sich die spannenden Änderungen gegenüber der normalen Tabletoberfläche von Google.

Oben links befindet sich die Google Suche, daneben können vier Shortcuts frei mit Apps oder sogar Ordnern belegt werden. Diese Schnellzugriffe stehen dann auf allen Homescreens zur Verfügung, sind also wie das Dock welches man von den meisten Smartphones kennt.

Oben in der Mitte findet ihr die bereits beschriebenen Schnellzugriffe auf die diversen Homescreen-Seiten. Der aktuelle Homescreen wird durch einen Punkt markiert, die anderen Screens durch einen Kreis.

Oben rechts ist der Link zum App-Drawer sowie das Plus-Symbol zum Hinzufügen von neuen Apps oder Widgets, zudem können in diesem Menü noch das Hintergrundbild und die Designs geändert werden. Bei den Designs handelt es sich einfach um unterschiedliche Farbkombinationen in denen dann die Menüs dargestellt werden. Das ist natürlich kein Überflieger-Feature, aber Individualisierungen stehen hoch im Kurs und so kann man sich seine Umgebungen ein wenig selbst gestalten.

 

Unten Rechts ist der übliche Benachrichtigungsbereich samt Uhr. Durch nach oben wischen über diesen Bereich werden die entsprechenden Benachrichtigungen ausgeklappt und man kann in ein Quick-Settings Menü einstiegen. Der Gedanke ist super, aber ich finde es dann doch leider etwas zu starr. Man kann zum Beispiel nicht einfach sein WLAN einschalten sondern nur in das entsprechende Menü abbiegen. Verändern lassen sich die vergebenen Punkte auch nicht. Hier ist Samsung doch schon etwas weiter in der Benutzerfreundlichkeit.

 

Unten in der Mitte befinden sich die nächsten zwei spannenden Knöpfe. Der Rechte, mit dem violetten Schimmer, ist eine Verknüpfung zur Fernbedienung. Wie schon das Vorgängermodell hat auch das Sony Xperia Tablet Z einen Infrarot-Sender und kann damit beliebige Geräte steuern. In einem schnellen Test wurde mein Samsung TV und die zugehörige Telestar Satelliten-Box problemlos gesteuert. Es ist eine breite Palette an Herstellern für die jeweiligen Endgeräte hinterlegt, sodass die meisten Funktionen in kürzester Zeit laufen sollten. Manuelles einlernen nicht gespeicherte Befehle ist zudem trotzdem möglich. Ich persönlich habe keinen Bedarf an dieser Funktion und mit daher ein komplettes einprogrammieren all meiner Geräte gespart, ich vertraue weiterhin auf meine Logitech Harmony. Aber da ich weiß, dass viele Kunden dieses Feature sehr spannend finden, sei gesagt, es läuft sehr gut und kinderleicht von der Hand. Durch die dauerhafte Verknüpfung am unteren Rand ist diese Funktion fast immer griffbereit und da die Fernbedienung als Overlay-Popup eingeblendet wird, kann man sie auch gut nebenbei nutzen.

Die Zweite Schaltfläche beinhaltet direkt ein komplettes Menü für die sogenannten Small Apps. Hierbei hat Sony schon ein paar Anwendungen vorinstalliert, die sich dann in kleinen Fenstern öffnen lassen, welche man einfach über andere Inhalte schieben kann. Beispielhaft sei hier ein Taschenrechner, Notizblock oder ein kleiner Browser genannt. Über das Hinzufügen Menü kann man noch viele weitere Small Apps aus dem Google Play Store laden. Richtig innovativ finde ich dann auch noch die Möglichkeit, aus jedem beliebigen Widget eine Small App kreieren zu lassen. Ihr könnt euch also dann ganz einfach mal ein Kalender, Wetter oder E-Mail Pop-up aus eurem favorisierten Widget erstellen lassen und dieses jederzeit schnell aufrufen.

 

Im Menü der Small Apps verbirgt sich außerdem der Clip Manager, eine Anwendung die direkt einen Screenshot erstellt und dann kleine aber feine Tools zum Bearbeiten anbietet, recht praktische Geschichte und erinnert mich ein wenig an die tollen Möglichkeiten die Samsung immer für seine Galaxy Note Serie bewirbt. Tipp am Rande, es lassen sich auch ohne dieses Tool jederzeit Screenshots erstellen, man drücke dazu gleichzeitig Power und Vol-Down.

Als letztes bleibt uns noch die untere, rechte Ecke. Hier befinden sich die drei obligatorischen Tochkeys für Zurück, Home und den App-Switcher. Ein nach oben wischen über Home öffnet Google Now, also alles Standard.

In den Einstellungen verbergen sich aber noch weitere Funktionen die einen Blick wert sind. Man kann den Bildschirm so konfigurieren, dass er durch doppeltest antippen aufgeweckt wird.  Der On-/Off –Schalter wird also nicht benötigt zum entsperren. Ob sich das negativ auf die Akkulaufzeit auswirkt weiß ich nicht verbindlich. Vom Gedanken her muss es so sein, da die Aktion überwacht werden muss, merklich aufgefallen ist mir aber nichts.

Die Energiesparoptionen vom Sony Xperia Z sind auch beim Xperia Tablet Z vorhanden, wer diese noch nicht kannte bekommt hier eine knappe Vorstellung nachgereicht.

  • STAMINA-Modus: Deaktiviert mobile Daten, wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Die Beschreibung sagt es schon ganz treffend. Wenn ihr den Bildschirm abschaltet wird zum Stromsparen die mobile Verbindung eingeschränkt. Laufende Downloads werden noch beendet, es kommen aber keine neuen Verbindungen mehr zustande. Man kann allerdings einzelne Apps von dieser Regel ausnehmen, wer also weiterhin über Facebook erreichbar sein will, der kann die App einfach hinzufügen uns so kommuniziert diese wie gewohnt. Jede einzelne App die man hier hinzufügt untergräbt natürlich Stück für Stück den Erfolg beim Energiesparen ein wenig. Grundsätzlich wird die Standby-Zeit je nach installierten Apps aber deutlich verlängert und gerade bei einem Tablet finde ich es auch überhaupt nicht schlimm, wenn es nicht ständig online ist. Es reicht mir wenn ich nach dem Einschalten des Bildschirms meine Benachrichtigungen eben nachgeladen bekomme. Der STAMINA-Modus regelt dies übrigens bedeutend schneller als jede andere Alternative. Die Nutzung mit eingeschaltetem Display bleibt natürlich unverändert.
  • Akkuschonmodus: Deaktiviert Funktionen, um bei niedrigem Akkustand Energie zu sparen. Eine inzwischen bei vielen Herstellern vorzufindende Option, die mir persönlich aber wenig zusagt. Bei Erreichen eines bestimmten Akku-Standes (hier 30%), werden bestimmte Funktionen deaktiviert um den restlichen Akku möglichst lange zu halten. Ich reguliere diese Einstellungen lieber je nach Situation selber, aber für alle die es mögen hat Sony hier etwas vorbereitet. Man kann die Helligkeit, das Bildschirmtimeout, WLAN, GPS, Bluetooth, Auto-Sync und die mobilen Daten regulieren lassen, alles vorher definierbar.
  • Ortsbezogenes Wi-Fi: Wi-Fi wird im Bereich eines bekannten Wi-Fi Netzwerkes automatisch aktiviert. Der Text legt die Funktion soweit schon gut dar, die Frage ist nur, woher weiß das Sony Xperia Tablet Z denn ob es in der Nähe von einem bekannten WLAN steckt. Ganz einfach, Ortung per Mobilfunkzelle. Das heißt aber auch, dass ihr eine SIM Karte eingelegt haben müsst, alle die ihr Tablet als WiFi-only Variante kaufen oder nutzen wollten sind hier leider raus. Für alle anderen sei gesagt, es funktioniert richtig gut und wenn man zum Beispiel täglich zwischen Wohnung und Büro pendelt lässt sich so unterwegs ein wenig Akku sparen.

Das Sony Xperia Tablet Z hat noch einen weiteren untypischen Menüpunkt, nämlich das eigene Xperia Menü. Hier hat Sony etwas wüst ein paar Einstellungen zusammen gebracht, die so nicht direkt zusammen gehören müssen. Im Screenshot sehr ihr alle, ich erwähne nur die spannenden.

  • Bildschirm spiegeln: Spiegeln Sie den Bildschirm von Ihrem Xperia auf Ihrem Fernsehgerät. Hört sich richtig super an, Display Mirroring ist eine ganz feine Sache wenn sie flüssig läuft. Leider konnte ich nicht genau finden, welche technischen Anforderungen Sony hier an den Fernseher stellt. Sie schrieben selber nur, dass es mit aktuellen Bravia Geräten funktioniert. Im Internet finden sich auch berichte wo es mit anderen Herstellern klappte. Da mein Fernseher etwas älter ist und keine neueren Standards kennt muss ich erst einmal passen.
  • DUALSHOCK 3 Drahtlos Controller: Man kann seinen PS3 Controller per Kabel (ja richtig gelesen) mit dem Xperia Tablet Z verbinden und zum spielen nutzen. Mangels Controller erfolgt auch hier kein Test.
  • Nutzungsinfos: Eigentlich nicht so spannend, aber standardmäßig ist hier hinterlegt, dass ihr Statistik-Daten per Mobilfunk und WLAN sendet, möchte der ein oder andere sicherlich ändern.
  • Throw-Einstellungen: Wer DLNA kennt braucht hier nicht weiter lesen, für alle anderen sei gesagt, man kann zum Beispiel Fotos vom Tablet auf den Fernseher beamen lassen. Kann mein TV aber auch nicht, daher kein Test.

Vorinstallierte Apps

Das Sony Xperia Tablet Z kommt direkt mit Google Chrome als Browser daher, hier hat man sich den eigenen Android Browser geschenkt. Eine Entscheidung mit der ich sehr gut leben kann, da Chrome regelmäßige Updates durch den Play Store erhält ist man hier immer gut unterwegs.

Der Kalender von Sony sieht Googles Original auch sehr ähnlich, kann aber leider nicht die verschiedenen Kalenderfarben aus meinen Google Konto synchronisieren. Für alle die eh nur ein oder zwei Termine im Quartal eintragen mag das egal sein, jeder der wirklich mit seinem Kalender arbeitet muss hier passen. Ich weiß nicht warum man so ein Feature für ein bisschen Design entfernt.

Sonys Entertainment Quartett, der Name ist von mir und nicht offiziell, aber passend.

1)      Filme: Eine eigene App die als Videoplayer und zugleich Videogalerie dient, sie soll nebenbei zu bekannten Filmen auch noch entsprechende Informationen direkt herunterladen. Ich finde es komplett unspannend, aber ein Videoplayer gehört halt dazu.

2)      WALKMAN: Jeder sollte diesen Markennamen aus dem Hause Sony kennen, er steht für eine ganze Reihe an Musikgeräten. Stellvertretend ist es hier der Name der passenden Anwendung um eure Musik zu verwalten und anzuhören. Es gilt dasselbe wie beim Thema Filme, es funktioniert, aber was soll man da spannendes zu sagen.

3)      Album: Die dritte App im Bunde welche eure Fotos verwalten soll. Neben dem lokalen Speicher kann auch noch Facebook und Picasa angezapft werden. Falls vorhanden sogar Sonys eigener Dienst PlayMemories. Alles läuft ohne zu ruckeln, mehr werden die meisten von uns hier gar nicht erwarten.

4)      Sony Select: Eine Sammlung von App-Empfehlungen aus dem Hause Sony. Ich konnte hier bisher allerdings keine Sonderaktionen oder Gratis-Kauf-Apps finden. Sony bietet die Apps auch nicht selber zum Download an sondern verteilt nur die entsprechenden Links. Vielleicht ganz nett für jemanden, der seine erstes Android Gerät in den Händen hält. Ansonsten empfehle ich den direkten Gang über den Google Play Store.

Fernbedienung: Die große Variante der oben bereits vorgestellten Fernbedienung. Hier könnt ihr in Ruhe eure Geräte einrichten und verwalten. Zudem lassen sich auch Makros programmieren, zum Beispiel: Schalte TV ein, setze Eingang HDMI2, Schalte DVD Player ein usw. Wie ihr seht, es lohnt sich vielleicht doch mal hier einen genaueren Blick rein zu werfen.

Fruit Ninja, dass Spiel sollte eigentlich jeder kennen. Ein altes aber immer noch bewährtes Spielprinzip, immerhin auf meinen Sony Xperia Tablet Z ist das Spiel vorinstalliert und kann auch nicht entfernt werden. Finde ich eigentlich nicht so toll, wenn man sich von diesem Extra bei Bedarf nicht trennen kann. Immerhin ist es die werbefreie Variante.

Let’s start PSM (Play Station Mobile): Hier verbirgt sich erst mal nur eine Verknüpfung, wo ihr bei Bedarf die 20 MB große PlayStation Mobile App herunterladen könnt. Falls ihr kein Interesse daran habt, könnt ihr die Verknüpfung auch deinstallieren, das ist schon mal ein guter Anfang. PlayStation Mobile selbst bietet euch eine Auswahl an Apps und Spielen zum Download bzw. Kauf an. Ich habe aber noch nie so unbekannte Titel gesehen wie hier, da war wirklich nichts Spannendes dabei. Den genauen Mehrwert für Besitzer weiterer PlayStation Geräte (PS3, PS4 oder Vita) kann ich aber nicht genau einschätzen. Man soll wohl teilweise lizensierte Spiele auf verschiedenen Plattformen spielen können. Hört sich gut an, kann ich mangels weiterer Sony Produkte aber nicht testen.

Music Unlimited, eine weitere App die man bei Bedarf auch entfernen kann. Es handelt sich bei Music Unlimeted um Sonys Antwort auf Spotify und Co, also einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst. 30 Tage kostenlos testen, dann ca. 10€ im Monat bezahlen, kennen wir doch alle. Könnt ihr euch gerne mal in der Web-Version anschauen: https://music.sonyentertainmentnetwork.com/

Notizen: Hier hätten wir dann die passende Anwendung zu den oben angesprochenen Small Apps Notizen und Clip Manager. Geschrieben Texte oder mit dem Finger angefertigte Zeichnungen, alles kein Problem. Kein Funktionsmonster, aber ihr könnt die wichtigsten Dinge erstellen, bearbeiten, teilen und archivieren.

PlayMemories Online: Ein weiterer Sony Service den ihr euch auch im Web anschauen könnt: http://playmemoriesonline.com/ Es gibt 5GB gratis Speicher und passende Anwendungen auf allen Sony Produkten sowie für iOS und Android. Eine klassische Fotoverwaltung in der Cloud. Ich bevorzuge hier Services die nicht an Gerätehersteller gekoppelt sind, aber wer vielleicht eh schon bei Sony ist, warum nicht. Auch hier gilt, bei mangelndem Interesse, leider Pech gehabt denn deinstallieren ist nicht möglich.

PlayNow: Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, der nächste Anlaufpunkt zum Herunterladen von Apps und Musik den Sony uns an die Hand gibt. Die Inhalte scheinen halbwegs aktuell zu sein, das Layout ist auf dem Tablet allerdings furchtbar und die Performance ist auch für die Katz. Gott sei Dank kann ich die App deinstallieren.

Smart Connect: Auch bekannt vom Sony Xperia Z, aber hier erneut kurz erklärt. Ihr könnt Profile anlegen, was unter bestimmten Bedingungen passieren soll. Zum Beispiel: Wenn nach 22 Uhr das Ladegerät angeschlossen wird, dann bitte WLAN an, alle Töne auf Lautlos und Wecker-Menü öffnen. Ähnliche praktische Modelle lassen sich bei der Kopplung bestimmter Bluetooth Geräte oder ähnlichem erstellen. Ganz klar gibt es da im Play Store noch ausgefeiltere Apps (Tasker), aber Sonys Smart Connect ist für Einsteiger super übersichtlich gestaltet und daher eine gute Dreingabe.

Sociallife: Hier kann man sich in einer Magazin-Ansicht eine Sammlung aus seinen Facebook, Twitter, YouTube und RSS Kanälen basteln lassen. Vom Gedanken her eine nette Sache, für mich ist das Aufgrund von viel zu vielen Kontakten in einer App einfach nicht realisierbar. Ich bleibe daher doch bei einzelnen Apps. Einen Blick würde ich an eurer Stelle dann doch mal reinwerfen wenn ihr Spaß an solchen Apps habt.

Temple Run 2: Wieder ein bekanntes Spiel was ihr kostenlos bekommt. Als Preis bezahlt ihr nur den internen Speicher, denn auch hier könnt ihr diesen nicht durch eine Deinstallation wieder frei geben.

TrackID: Sonys Gegenstück zu Shazam und SoundHound. Euer Gerät identifiziert für euch laufende Songs und verrät den Interpreten und Titel. Da Google Now dieses Feature inzwischen auch beherrscht wurde TrackID auch direkt deinstalliert.

Video Unlimeted: Das Gegenstück zu oben vorgestelltem Music Unlimeted. Auch hier könnt ihr gerne mal im Web vorbeischauen, http://www.sonyentertainmentnetwork.com/de-de/video-unlimited/. Eine weitere Online-Videothek, so was macht heute halt jeder von den großen. Eine Empfehlung welches Angebot am besten ist kann ich nicht aussprechen, einfach mal die Preise vergleichen. Spontanes Ausleihen kann ganz praktischen sein, Filme kaufen ist oft teurer als die BluRay und das bei schlechterer Qualität.

Video Studio: Ein Programm zum Schneiden von Videos. Sicherlich ganz praktisch für den ein oder anderen von euch. Man braucht nicht für jede Kleinigkeit direkt seinen PC anwerfen, vielleicht will man beim gedrehten Handy-/Tabletvideo ja nur kurz den Anfang oder das Ende anpassen. Wem es nicht gefällt, tut mir leid, ist eine System App und die bleibt.

Wisepliot for XPERIA ist eine Navigationslösung die ihr kostenlos testen dürft, die dann aber mit Folgekosten aufwartet. Muss jeder selber für sich entscheiden, ich komme mit Google Maps bestens aus. Zudem ich keine Halterung für ein 10“ Tablet in meinem Auto habe ;)

Xperia Link: Eine vereinfachte Version des mobilen Hotspot Features. Wenn ihr die passende App auf eurem Smartphone habt könnt ihr am Tablet einen QR-Code erzeugen lassen und diesen einscanne. Danach kann die Internetverbindung des Smartphones am Tablet genutzt werden. Der Datenaustausch geschieht hier nicht über ein WLAN sondern per Bluetooth. Für alle die sich ein wenig auskennen komplett unnötig, für Einsteiger sicherlich nett.

Damit sind wir durch, das ist aber auch schon ein größeres Paket an zusätzlichen Apps. Ich habe versucht die einzelnen Vor- und Nachteile schnellstmöglich zu präsentieren und direkt ein Gefühl dafür zu vermitteln, was kann man löschen und womit müsst ihr leben.

Kamera

Die 8 Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist in der oberen linken Ecke positioniert. Das Erstellen von Aufnahmen wird dadurch etwas unnatürlich, da man immer leicht versetzt arbeiten muss. Jetzt sagt natürlich der Technikliebhaber in mir, dass mit so einem Tablet eh niemand ein Foto macht. Aber dann sehe ich da draußen doch ständig Leute mit ihren Tablets fotografieren. Solltet ihr diese seltsame Vorliebe teilen, dann seit gewarnt, hier ist der Winkel komisch ;)

 

Zum Thema 8-Megapixel-Kamera muss ich hier den gleichen Einschnitt machen wie auch bei vielen anderen Herstellern. 8 MP gibt es nur im 4:3 Format, die meisten von uns werden 16:9 bevorzugen und somit nur 5 MP-Auflösung zur Verfügung haben. Der überlegene Automatikmodus den Sony als Standard einschaltet arbeitet ebenso nur mit den 5 MP. Die Beispielbilder die hier gezeigt werden, sind alle in diesem Modus entstanden. Man kann natürlich auch auf Normal und alle Einstellungen selbst vornehmen.

Als zusätzliche Varianten gibt es noch ein paar vorgefertigte Effekte die auch in einer Livevorschau direkt in der Kamera-App erzeugt werden. Ein Beispielfoto mit dem Zeichen-Effekt habe ich angefügt. Des Weitern gibt es die üblichen vordefinierten Szenen, zum Beispiel Landschaft, Portrait, Feuerwerk oder Dokumente.

 

Insgesamt finde ich die Kamera für ein Tablet völlig ausreichend, da sind meine Erwartungen auch nicht so riesig hoch. Die Bilder sind eventuell ein wenig blas aber das größere Problem habe ich mit der seltsamen Kamera-Position in der oberen Ecke.

Eine Frontkamera gibt es übrigens auch, reicht für Videochat aus, mehr kann man da aber auch nicht erwarten.

Performance

Grundsätzlich bin ich zufrieden und benutze das Sony Xperia Tablet Z glücklich und zufrieden auf täglicher Basis. Komischerweise kann ich aber einen heftigen Ruckler reproduzieren, jedes Mal wenn ich neue Apps auf den Homescreen packen möchte. Das positionieren der App Verknüpfung ruckelt wirklich fürchterlich. Eine erweiterte Recherche im Internet hat dazu aber wenig Futter geboten, anscheinend ist dieses Lag nicht verbreitet. Ob es jetzt an meine über 150 Apps liegt oder ich aber ein Montagsgerät zum Testen bekommen habe, das weiß ich leider nicht. Da ich nicht ständig neue Apps hinzufüge und das tatsächliche Benutzen der Apps ohne nervige Ruckler läuft bin ich aber generell zufrieden, wenn auch irritiert.

Um das Sony Xperia Tablet Z wirklich zu fordern habe ich das äußert beliebte und gleichzeitig grafisch ansprechende N.O.V.A. 3 von Gameloft installiert und direkt mal zwei Stunden am Stück gespielt. Nicht ein einziges Mal hat es hierbei geruckelt oder gehackt, alles läuft perfekt. Spielerlebnis und Grafik lassen an Konsolen-Spiele anknüpfen, hier macht das Display und das leichte Gerät eine super Figur. Die Temperaturentwicklung an der Rückseite war zwar spürbar, aber wirklich nur leicht warm. Da fallen mir spontan zehn Geräte ein bei denen ich ganz andere Wärmeentwicklung zu spüren bekam. Der Akku geht während dem Spielen aber schon ordentlich in die Knie, da muss man wohl schon je nach Helligkeit rund 25 Prozent pro Stunde planen.

Benchmark Ergebnisse zur besseren Vergleichbarkeit sollt ihr aber auch bekommen. Ich bin zwar kein Fan dieser Zahlen, da einzig und alleine zählt wie sich das Gerät im Alltag schlägt, aber für alle interessierten gibt es anbei die Ergebnisse aus dem AnTuTu Benchmark, NenaMark und Quadrant Standard.

Abschließendes Fazit

Tolles Full-HD Display, super Abmessungen und dazu ausreichend Performance für aktuelle Spiele. Die Geschichte mit der Wasserdichtigkeit hat natürlich zwei Seiten, da man zum Laden und für die Kopfhörer immer diese nervigen Klappen öffnen muss, für mich bleibt es trotzdem ein Pluspunkt. In der Software-Oberfläche ist sicherlich noch ein bisschen Platz nach oben, aber mit dem offiziellen Versprechen von Sony, dass wir Android 4.3 bekommen, sollte sich hier ja auch noch was tun.

Meiner Meinung nach hat das Sony Xperia Tablet Z einen stolzen Preis, aber wenn es ein Android 10 Zoll Gerät sein soll dann sind wir hier auch ganz weit vorne mit dabei. Entscheiden müsst ihr euch nur noch zwischen den Varianten, mit und ohne UMTS/LTE und inklusive 16GB oder 32 GB.