SoundCloud - die Musikplattform für jedermann

Eines der bekanntesten Berliner Startups ist SoundCloud. Das von den zwei Schweden Alex Ljung und Eric Wahlforss 2007 gegründete Unternehmen, ist in digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Mit über 250 Millionen Nutzern zählt es neben Spotify zu den wichtigsten Musikstreaming-Diensten weltweit. Im Gegensatz zu Spotify und Co. kann hier jeder selbst seine Musik hoch laden und vertreiben. Die iOS-7-App für das iPhone habe ich mir für euch einmal angeschaut.

Musik von Nutzern für Nutzer

Die Nutzung von Soundcloud ist für jeden erst einmal kostenlos. Zum einem kann man Musik bis zu 120 Minuten hoch laden und anderen zur Verfügung stellen, also mit dem sozialen Netzwerk rund um SoundCloud teilen. Die meisten werden jedoch eher darauf bedacht sein, Musik zu finden und zu hören, als selbst welche zu "produzieren". Um SoundCloud vernünftig nutzen zu können, empfiehlt es sich die Anwendung auch mit Facebook zu verbinden, um zu sehen, welche meiner Freunde ebenfalls bei SoundCloud sind und ich folgen könnte. Denn nur wenn ich Leuten folge, sehe ich in meinem Stream was diese ebenfalls mögen und somit mir eventuell gefallen könnte. So befinden sich auch viele schon bekannte Musiker auf SoundCloud und nutzen diese Plattform als Marketingkanal, um Songs den Nutzern zu präsentieren. Sucht man jedoch alle Titel eines bekannten Künstlers, so sollte man vielmehr auf Spotify danach suchen, dort wird man eher das gesamte Repertoire finden. Dafür hält SoundCloud viele Mixes von Clubs wie z.B. dem Berliner Club Kater Holzig bereit, die auf Spotify nicht anzufinden sind.

Die App hat als zentralen Bestandteil vor allem die Suchfunktion, mit der ich gezielt nach Tracks, Playlists oder People (andere Nutzer) suchen kann. Der Search Button befindet sich, wie alle anderen wichtigen Funktionen auch, in der unteren Leiste in der Mitte. Hat man den richtigen Song gefunden, kann man dem dazugehörigen Künstler folgen und verpasst keine seiner Lieder mehr. Weiter können Songs in einer eigenen Liste gespeichert oder über zahlreiche soziale Netzwerke anderen empfohlen werden. Weiter kann die iOS-App noch das eigene Profil mit Posts, Playlists, Likes und Info anzeigen, sowie die Activity. Die Activity zeigt an, wer mir folgt, meine eigenen Songs kommentiert oder diese als Gefällt mir markiert hat - also alles, was Facebook unter Benachrichtigung gepackt hat. Wer einen Song ebenfalls kommentieren will, muss sich diesen einfach anhören und kann dann über das Kommentarfeld unten rechts, während der Song läuft und aktiv auf dem Screen ist, an einer beliebigen Stelle des Tracks kommentieren. Das dient gleichzeitig als direktes Feedback für jeden Hobby-Musiker.

Mit der App Musik direkt aufnehmen

Das zentrale Element dieser App ist die Record-Funktion. Beliebige Musik kann über das Mikrofon aufgenommen werden. In der Browser-Anwendung dagegen können direkt Dateien hochgeladen werden, was mit der App nicht möglich ist. Mit dem Smartphone kann man dann aber z.B. Konzertmitschnitte aufnehmen und direkt seinem Netzwerk zur Verfügung stellen. So kann jeder selbst, der keine Musik produziert, Musik hoch laden, die er zufällig gefunden hat. Um das Feature zu nutzen, einfach auf den rechten unteren Button More gehen und dann Record auswählen

Fazit

Mit der SoundCloud App hat man seine Musik immer dabei und kann sie von unterwegs aus streamen. Einen Offline-Modus wie bei Simfy oder Spotify gibt es leider nicht, so dass man immer auf mobiles Internet angewiesen ist. Sehr funktional und fast einzigartig ist die Record-Funktion, die es Musikliebhabern erlaubt, Musik von z.B. einem Konzert und einem Straßenmusiker spontan aufzunehmen. Reicht die App noch eine Offline-Funktion nach, dann ist sie ebenfalls wie Spotify der perfekte Reisebegleiter. Neben iOS ist die SoundCloud App auch auch für Android verfügbar, sowie für mobile Webseiten unter m.soundcloud.com.