Spam-Mails: LinkedIn muss sich vor Gericht verantworten

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Nutzer erlauben LinkedIn bei der Registrierung, auf Kontakte zuzugreifen. Das Spammen ist jedoch nicht erlaubt.
Nutzer erlauben LinkedIn bei der Registrierung, auf Kontakte zuzugreifen. Das Spammen ist jedoch nicht erlaubt.(© 2014 CC: Flickr/sylvain kalache)

Das Berufsnetzwerk schickte wiederholt E-Mail-Einladungen an Kontakte von Nutzern aus. Verärgerte Mitglieder reichten deshalb eine Klage ein.

Einladungen an Kontakte aus Adressbuch

Für seine lästige E-Mail-Marketing-Kampagne muss sich LinkedIn jetzt vor Gericht verantworten: Das Online-Netzwerk nutzte den Zugang zu den E-Mail-Konten seiner User frech aus, um neue zu akquirieren. Wiederholt schickte LinkedIn Nachrichten an Kontakte aus dem Adressbuch, um diese zum Registrieren auf der Plattform zu bewegen.

Über diese Spam-Attacke waren zahlreiche Nutzer verärgert, und einige Mitglieder reichten deshalb sogar eine Klage ein. Das Gericht im kalifornischen San Jose nimmt den Fall nun auf, das in Mountain View angesiedelte Unternehmen (gleich hinter dem Google Campus) muss sich für die Kampagne verantworten. Die Kläger können auf Schadensersatzzahlungen plädieren, so die zuständige Richterin Lucy Koh.

Zustimmung von Nutzern

Eine Unternehmenssprecherin wies in einer Stellungnahme daraufhin, dass Mitglieder bei der Registrierung ihre Zustimmung für die Verwendung ihrer Kontakte, die nicht auf LinkedIn registriert sind, geben. Die "Hacking"-Anschuldigungen der Kläger weist das Karriereportal zurück. Erst vor einigen Monaten hatte das Social Network die Privatsphäre-Einstellungen erweitert.

Richitg ist: Wer sich bei LinkedIn registriert, erlaubt es der Plattform zwar,  für Marketing-Zwecke "Endorsement"-E-Mails an die eigenen Kontakte zu verschicken. Mehrfach Nachrichten an diese zu versenden, wenn sie nicht reagieren, widerspreche jedoch dem kalifornischen Gesetz, so die Richterin.


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