"Spawn" bekommt ein düsteres Remake: Der Held aus der Hölle kehrt zurück

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Spawn ist ein düsterer Antiheld.
Spawn ist ein düsterer Antiheld.(© 2017 New Line Cinema)

In den 90ern landete Comiczeichner Todd McFarlane mit "Spawn" einen Hit, der mäßig erfolgreich verfilmt wurde. Nun kündigt McFarlane ein Leinwand-Comeback, quasi den Re-Spawn, des Antihelden an.

Wenn es heute im Kino um Superhelden geht, gibt es an Marvel und DC kein Vorbeikommen. Besonders Marvel beziehungsweise Disney bringt gefühlt im Dreimonatstakt neue Streifen auf die Leinwand. Auffällig: Um möglichst viele Fans von jung bis alt zu erreichen, sind sämtliche Disney-Marvel-Filme ab zwölf Jahren freigegeben, inhaltlich quietschbunt und am Ende immer stimmig. Kurzum: Die Helden sind echte Saubermänner.

Es gibt nicht nur strahlende Superhelden

Dass es auch anders geht, zeigte der Comiczeichner Todd McFarlane schon in den 90ern. Die düstere Geschichte um den aus der Hölle zurückgekehrten Söldner Al Simmons, genannt Spawn, begeisterte Comic-Freunde schon mit der ersten Ausgabe. Schon damals war klar: Das muss verfilmt werden. Was 1997 eher schlecht als recht gelang. Zwar konnte der Streifen durch Special-Effects überzeugen. Die Story war allerdings dünn. Bei IMDb kam er nur auf eine Wertung von 5,2 Punkten. Auch McFarlane selbst soll laut MovieWeb nicht gerade ein Fan des Filmes gewesen sein.

Deswegen arbeitet er bereits seit längerem an einem Drehbuch für einen neuen Film. In einem YouTube-Video kündigt McFarlane nun an, dass er das erste grobe Script für den Streifen fertiggestellt hat. Es umfasste ursprünglich 182 Seiten. Das sei "viel zu lang für Hollywood". Deswegen kürzte er das Drehbuch auf 136 Seiten herunter, kündigte aber an, es noch weiter zu kürzen. Hintergrund: In Hollywood zähle man eine Filmminute pro Seite. "Sie mögen es, wenn es ungefähr 120 Seiten sind", so McFarlane. Das entspricht also einem zweistündigen Film. Wenn das Drehbuch fertig ist, gilt es noch, einen Produzenten zu finden. McFarlane liegen aber schon 14 Anfragen vor.

In einem früheren Interview verriet McFarlane bereits, dass der Film sehr düster werde und sehr wahrscheinlich ein R-Rated erhalte, also nur für Erwachsene freigegeben sein wird. Außerdem soll die Figur im neuen Film nicht im ansonsten obligatorischen Latex-Superheldenanzug herumlaufen und auch keinen Superschurken bekämpfen. Stattdessen geht es wohl eher Richtung Horror. Wie MovieWeb berichtet, soll sich das Setting des Films auch sehr real anfühlen. Umso besser. Denn, es kann nicht nur strahlende Helden auf der Leinwand geben.


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