Spec Ops – The Line: Shooter mit ganz neuen Erfahrungen

Och, wieder so ein oller Shooter mit jeder Menge sinnlosem Geballere, mag sich mancher denken wenn er das erste Mal von Spec Ops – The Line hört. Doch das Computerspiel aus Deutschland ist anders. Denn was auf den ersten Blick aussieht wie ein Game im Stile von Call of Duty und Konsorten birgt auf den zweiten Blick die eine oder andere Überraschung.

In Spec Ops – The Line steuert der Spieler Captain Martin Walker, der zusammen mit seinen Kollegen Angel und Lugo den verschollenen Offizier John Konrad und sein Batallion suchen soll. Sehr zum Schrecken des Protagonisten ist Konrad am Leben und scheint ziemlich durchgedreht. In den Ruinen von Dubai, mitten in der Wüste hat er sich eine eigene kleine Welt erschaffen, über die er mit gnadenloser Härte wacht.

Fans knallharter Action kommen in Spec Ops – The Line voll auf ihre Kosten, jedoch auf eine andere Art und Weise, als man es vielleicht gewohnt ist. Denn immer wieder kommen moralische Aspekte ins Spiel, genauso wie für ein Computerspiel völlig neue Sichtweisen. Das in Berlin ansässige Entwickler-Studio Yager bestreitet mit Spec Ops – The Link ganz neue Wege. Statt wie in den meisten Games das Militär zu glorifizieren, zeigt das Spiel auch die schwierigen Seiten und vor allem auch das, was eine Atmosphäre der Gewalt mit einem Menschen anrichten kann.

Nichts für schwache Nerven

Der moralische Aspekt wird in Spec Ops – The Link groß geschrieben. So muss an einer Stelle der tragische Held Captain Walker entscheiden, welchen von zwei Gefangenen der gefährliche Offizier Konrad töten soll. Bei den Bildern haben sich die Grafiker nicht zurückgehalten und so ist Spec Ops definitv nichts für schwache Nerven. Wer sich durch das Spiel an den Film „Apocalypse Now“ oder den Roman „Heart of Darkness – Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad erinnert fühlt, der fühlt richtig: Nicht umsonst heißt der Gegenspieler des Protagonisten John Konrad.

Die Grafik ist sehr Detailverliebt.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde Spec Ops – The Line verboten. Vielleicht, weil sich die Entwickler so große Mühe gegeben haben, Dubai so detailgetreu wie möglich nachzubilden und dann zu zerstören. Auf jeden Fall polarisiert das Spiel, und es weicht ab vom Shooter-Einheitsbrei. Dem Spieler bringt es völlig neue Erfahrungen und nicht Wenige werden sich am Ende des Third-Person-Shooters angewidert abwenden und sich fragen, was da in ihnen vorgegangen ist.

Spec Ops: The Line auf Amazon