Spionage: Zuckerberg beschwert sich bei Obama über NSA

Mark Zuckerberg hat einen direkten Draht zu Obama
Mark Zuckerberg hat einen direkten Draht zu Obama(© 2014 Flickr/The White House)

Umfassende Kritik an der Internetspionage der NSA: Offenbar hat sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg für seine Beschwerde an die höchste Instanz gewandt und US-Präsident Barrack Obama angerufen. Dieser war anscheinend nicht zu spontanen Zugeständnissen bereit.

Zuckerberg sieht offenbar die Vertrauenswürdigkeit des Internet gefährdet und vielleicht auch das Geschäftsmodell von Facebook, das darauf beruht, dass Menschen Informationen über sich im Internet preisgeben. In einem Post auf seiner Facebook-Seite zeigte sich Zuckerberg enttäuscht darüber, dass es offenbar in nächster Zeit keine Reformen zu den umfangreichen Befugnissen der Geheimdienste geben soll.

Ausgangspunkt für Zuckerbergs Empörung war ein Bericht von Glenn Greenwald, in dem behauptet wird, dass die NSA sich als Facebook getarnt habe, um Computer auszuspionieren. Die Internet-Seite von Glenn Greenwald ist derzeit "undergoing maintenance".

Doppeldeutige Formulierungen

Die NSA selbst reagierte auf die Anschuldigungen so, wie sie schon bei den Anfragen der Bundesregierung getan hatte: mit doppeldeutigen Formulierungen. Es sei nicht korrekt, dass die NSA sich als soziales Netzwerk tarnt. Ob sie dies aber in der Vergangenheit getan hat, lässt die Stellungnahme offen.

Im Gegensatz zu Zuckerberg zeigt Microsoft-Gründer Bill Gates Verständnis für die Maßnahmen der Geheimdienste. Zwar müsse darüber diskutiert werden, wie umfangreich die Maßnahmen sein dürften – grundsätzlich sei die Terrorismusbekämpfung aber wichtiger als die Weitergabe von Informationen über diese an die Öffentlichkeit, betonte Gates in einem Interview mit dem Rolling Stone Magazine.


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