Spotify: 2 Milliarden Dollar an Labels ausgeschüttet

Daniel Ek will Vorurteile der Musiker gegenüber Spotify abbauen
Daniel Ek will Vorurteile der Musiker gegenüber Spotify abbauen(© 2014 Spotify)

Gefährdet Spotify die Musikindustrie? Mit dieser Frage setzt sich der CEO des Streaming-Anbieters, Daniel Ek, in einem langen Artikel auseinander. Der Autor versucht darin, den Mythos auszuräumen, dass Spotify mit seinem Angebot zuungunsten der Künstler Geld verdient.

Dem Artikel zufolge hätten die Gründer Spotify ins Leben gerufen, weil sie Musik lieben und diese durch Piraterie gefährdet sei. Seit der Gründung des Streaming-Dienstes im Jahr 2008 habe Spotify bis zum Jahr 2013 eine Milliarde Dollar an Labels, Herausgeber und Gesellschaften ausgeschüttet, die für eine gerechte Bezahlung der Musiker eintreten. Seitdem sei bis zum heutigen Tag noch einmal eine Milliarde hinzugekommen.

Verantwortung des Marktführers

Ek gibt zu, dass sich der Musikmarkt im Wandel befindet, ebenso wie die Hörgewohnheiten der Menschen – und dass Spotify als Marktführer unter Streaming-Diensten davon profitiert. Aber er führt auch an, dass Dienste wie Spotify dafür sorgten, dass überhaupt Geld an die Musikindustrie zurückfließt – anders als bei illegal heruntergeladenen Songs.

Ek gesteht auch ein, dass von den Beträgen nur wenig Geld bei den Musikern selbst ankommt. Das ist allerdings ein Problem, das die Musikindustrie seit jeher kennzeichnet und nicht erst durch Streaming-Dienste hervorgerufen wurde. Ek verspricht aber auch, dass Spotify in Zukunft verstärkt mit der Musikindustrie zusammenarbeiten will, um für Transparenz zu sorgen und die Ausschüttungen von Gewinnen zu beschleunigen.


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