Spotify: Börsengang macht Gründer zum Milliardär

Spotify ist jetzt an der Börse
Spotify ist jetzt an der Börse(© 2017 CURVED)

Es ist so weit: Spotify hat den Börsengang vollzogen und macht Gründer Daniel Ek zum Milliardär. Denn an der New Yorker Börse werden Aktien des Unternehmens zu einem Preis von je 132 US-Dollar gelistet, wie The Verge berichtet. 

Daraus ergebe sich ein Unternehmenswert von 23,5 Milliarden Dollar. Bei der letzten Bewertung im Rahmen einer Finanzierungsrunde 2015 kam der Streaming-Dienst noch auf einen Wert von "lediglich" 8,4 Milliarden Dollar. Wie Business Insider vor Kurzem schrieb, könnte Spotify-CEO Daniel Ek 15,8 Millionen seiner Aktien veräußern und damit nach aktuellem Kurs etwas mehr als zwei Milliarden Dollar verdienen. Wirklich wichtig scheint ihm das viele Geld aber nicht (mehr) zu sein. Der 35-Jährige gilt inzwischen als bodenständig. Reich war der aus einfachen Verhältnissen stammende Ek schon vor Spotify und mit Anfang 20 verjubelte der aus einfachen Verhältnissen stammende Schwede sein selbst verdientes Geld auch noch gerne. Als er davon genug hatte und über die Zukunft nachdachte, kam ihm irgendwann die Idee zu Spotify.

Ungewöhnlicher Börsengang

Spotify hat sich gegen einen klassischen Börsengang und für ein sogenanntes direktes Listing entschieden, das für Unternehmen dieser Größenordnung mehr als unüblich ist. Dadurch entfielen die sonst im Vorfeld üblichen Roadshows und andere Überzeugungsmaßnahmen, die große Investoren anlocken sollen. So spart sich der Streaming-Dienst Gebühren für Beraterbanken, muss aber auch auf deren Unterstützung verzichten. Das Handelsblatt warnt daher vor zu Beginn möglicherweise stark schwankenden Aktienkursen. Außerdem werde Spotify keine neuen Aktien ausgeben.

Warum Spotify sich für diesen Weg entschieden hat, erklärte Daniel Ek im Pressebereich der Unternehmenswebseite. Es gehe zum jetzigen Zeitpunkt nicht darum, das Eigenkapital zu erhöhen. Spotify stehe durch den Börsengang zwar mehr im Rampenlicht als zuvor. Das ändere jedoch nichts an der Identität des Unternehmens. So weiter machen wie bisher, kann Spotify aber wohl nicht. Denn trotz hoher Umsätze schreibt der Streaming-Dienst weiterhin rote Zahlen. Das Unternehmen muss früher oder später nach neuen Einnahmequellen suchen, um die Aktionäre zufriedenzustellen. Das könnte auch für die Nutzer Veränderungen mit sich bringen.


Weitere Artikel zum Thema
Die belieb­tes­ten Apps welt­weit: Habt ihr diese Programme auf dem Handy?
Christoph Lübben
Sehr viele Nutzer haben Spotify und Facebook Messenger auf ihrem Handy installiert
Must-Have-Installationen für alle Smartphone-Besitzer? Eine Liste zeigt die weltweit beliebtesten Apps im 1. Quartal 2019.
Wegen Spotify: EU knöpft sich Apple vor
Francis Lido
Der App Store dürfte für viele Spotify-Abos von iPhone-Nutzern verantwortlich sein
Spotify-Abos über den App Store bescheren Apple 30 Prozent der Einnahmen. Die EU hat eine kartellrechtliche Untersuchung angekündigt.
Spotify-Werbung hört euch womög­lich bald zu
Christoph Lübben
Die Gratis-Version von Spotify spielt Werbung ab – die bald auf Kommandos reagiert?
Werbung auf Spotify wird wohl interaktiver: In den USA können Nutzer den Einspielern künftig Kommandos geben – um etwa neue Playlists zu entdecken.