Spotify-Boss Daniel Ek erwartet Konkurrenz von Apple

Im Interview gibt sich Spotify-Chef Daniel Ek im Bezug auf mögliche Konkurrenz gelassen
Im Interview gibt sich Spotify-Chef Daniel Ek im Bezug auf mögliche Konkurrenz gelassen(© 2014 Spotify)

10 Millionen Premium-Nutzer zählt Spotify als Gigant im Musik-Streaming inzwischen. CEO Daniel Ek stellte sich jetzt im Interview mit Billboard Fragen zum Geschäftsmodell seiner Firma. Von Apple erwartet der schwedische Unternehmer auf lange Sicht einen Konkurrenzdienst.

Ek hält den Streaming-Dienst seines Unternehmens für das schlichtweg beste Geschäftsmodell auf dem Musik-Markt. Streaming gehöre die Zukunft und bei der derzeitigen Zahl an Nutzern könne der Dienst jetzt richtig abheben.

"I’ve always assumed Apple would offer a streaming service at some point"

Bezüglich des noch immer unbestätigten Kaufs von Beats durch Apple und der Gerüchte, dass dies zu einem Apple-Musik-Streaming-Service führen könne, wollte sich Ek nicht in Spekulationen versteigen. Zum Thema Apple merkte er jedoch an, dass er immer erwartet habe, dass aus Cupertino eine Konkurrenz für seine Firma erwachsen würde. Er gehe allerdings davon aus, dass nur ein spezifischer Streaming-Dienst funktional gut genug sein könnte: Eingeschobene iTunes-Funktionen würden seiner Meinung nach also nicht genügen, um Spotify das Wasser zu reichen.

"Music was free on radio and then you went and bought it."

Zu den zahlenden Nutzern kommen bei Spotify seit Dezember auch noch Nutzer des kostenlosen Dienstes: 40 Millionen sind es inzwischen weltweit. Die große Zahl von Freemium-Mitgliedern, die noch nicht für den Dienst zahlen, vergleicht Ek mit Radiohörern: Musik sei immer schon kostenlos gewesen, nach dem Radio folgte früher der Gang in den Plattenladen. Die Skandinavier haben derzeit ihre größten Wachstumsmärkte in den USA, England, Lateinamerika und Deutschland, wobei die meisten neuen Nutzer zunächst nur auf das mobile Angebot zugreifen. Nutzer der kostenlosen Funktionen werden irgendwann auch Zahlende Kunden, davon geht Ek aus und die derzeitigen Wachstumszahlen geben ihm recht.

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