Spotify-Playlisten machen Betrüger zum Millionär

Spotify streamt Musik auf euer Smartphone
Spotify streamt Musik auf euer Smartphone(© 2017 CURVED)

Reich werden mit Spotify: Dieser Traum verwirklicht sich eigentlich nur für äußerst populäre Musik-Künstler. Ein gewiefter Betrüger hat es nun auch ohne überragende musikalische Begabung zum Spotify-Millionär geschafft – offenbar ganz legal, wie die Daily Mail berichtet.

Der Mann, dessen Identität zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt ist, habe keinerlei Gesetze gebrochen. Zunächst hat er laut der Boulevard-Zeitung Musik bei Spotify hochgeladen, an denen er die Rechte besitzt. Anschließend soll er tausende Premium-Accounts bei dem Streaming-Anbieter eröffnet haben. Über diese spielte er dann offenbar seine eigene Musik endlos ab und kassierte dafür Tantiemen.

Diese Investition hat sich gelohnt

Das ganze Unterfangen habe umgerechnet etwas mehr als 13.500 Euro im Monat gekostet. Die Investition hat sich für den Bertrüger aber anscheinend ausgezahlt: In den vier Monaten, in denen er Spotify austrickste, soll er Insidern zufolge fast zweieinhalb Millionen Euro verdient haben. Aufgeflogen sei er erst, nachdem große Musik-Labels aufgrund des anhaltend hohen Traffics auf ihn aufmerksam wurden.

Spotify sendet jede Woche Streaming-Statistiken an Industrie-Insider, die Playlisten nach deren Erlösen bewerten. Im Zuge dessen seien zwei Playlisten des Betrügers aufgefallen, die mehr Geld einspielten als jede Song-Zusammenstellung der Major-Labels. Eine genauere Untersuchung ließ dann schließlich die Alarmglocken läuten: Auf einen Betrug hingewiesen hätten unter anderem die kurze Dauer der Lieder und die seltsamen Namen der Interpreten. Stutzig machte anscheinend auch, dass die Playlisten nur wenige Abonnenten, aber viele Abrufe hatten.

Spotify äußerte sich inzwischen zu dem Vorfall: "Wir nehmen künstliche Manipulationen der Streaming-Aktivität bei unserem Dienst sehr ernst." Das Unternehmen wolle weiterhin in Kontrollmechanismen investieren, die Betrugsversuche wie diesen entdecken und verhindern sollen. Warum Playlisten eine so große Rolle bei Musik-Streaming-Diensten spielen, erfahrt ihr in einem Artikel von Sandra.

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