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Spotify- und Apple-Music-Nutzer lässt 90 Prozent der Musik kalt

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Apps (© 2017 CURVED )

Nicht nur hierzulande streamen viele Nutzer Musik über Spotify, Apple Music und Co. Einwohner der USA haben 2017 insgesamt 377 Milliarden Streams konsumiert, wie eine Untersuchung ergeben haben soll. Das ist aber offenbar nicht gleichbedeutend mit musikalischer Vielfalt.

Denn laut Digital Music News entfielen 99 Prozent der 377 Milliarden Streams auf lediglich zehn Prozent aller verfügbaren Lieder. Apple Music und Spotify trügen enorm zu dieser Tendenz bei. Statt das schier unendliche Musikangebot beider Plattformen voll auszuschöpfen, entschieden sich die meisten Anwender dafür, stets die aktuell populärsten Tracks anzuhören.

Playlisten geben den Ton an

Ein Hauptgrund dafür sind wohl die Playlists der Streaming-Anbieter, die sowohl bei Spotify als auch bei Apple Music eine große Rolle spielen. Wie früher einmal Radiosender bestimmen diese nun auf den Streaming-Plattformen, welche Künstler und Tracks gerade im Rampenlicht stehen. Die Zusammenstellung der Playlisten erfolgt über Kuratoren und Algorithmen. Mehr zu diesem Thema könnt ihr in einem früheren Artikel von Sandra lesen.

Im Gegensatz dazu stehe Bandcamp. Der Onlinemusikdienst hilft unabhängigen Künstlern beim Vertrieb ihrer Musik: 2017 seien die Verkäufe von Alben, Singles und Merchandise erneut stark gestiegen. Die Streaming-Giganten Apple Music und Spotify sieht Bandcamp kritisch: In seinem Jahresbericht schreibt das Unternehmen, es sei höchst problematisch, dass diese einen so immensen Einfluss auf den globalen Musikkonsum ausüben. Dass Streaming auch anders geht, will SoundCloud beweisen: Die Verantwortlichen haben angekündigt, in Zukunft noch stärker auf unbekannte Künstler zu setzen.

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