Spotify und Co. haben in Deutschland offenbar keine Chance gegen die CD

Spotify und Co. sind hierzulande zwar beliebt, aber die CD hat noch mehr als genügend Fans
Spotify und Co. sind hierzulande zwar beliebt, aber die CD hat noch mehr als genügend Fans(© 2017 CURVED)

Streaming-Anbieter wie Spotify, Apple Music oder Amazon Music freuen sich über immer weiter steigende Abonnentenzahlen. Zwar sind die Dienste auch in Deutschland recht beliebt, doch einer Statistik zufolge haben sie die gute alte CD immer noch nicht vom Thron gestoßen.

Einer Statistik von dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) zufolge machten Streaming-Dienste in Deutschland 2017 rund 34,6 Prozent des Gesamtumsatzes der Musik-Branche aus, der rund 1,59 Milliarden Euro betragen soll. Obwohl das schon ein recht ordentlicher Wert ist, bleibt die Compact Disc das Zugpferd der Industrie: Mit 45,4 Prozent macht der Verkauf von physischen Alben nur etwas weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Die Schallplatte bringt es immerhin auf 4,6 Prozent – Tonträger sind also insgesamt immer noch wichtig in Deutschland.

Deutschland tickt anders

Allerdings haben CD's, Schallplatten und Co. an Boden verloren: 2016 haben diese noch 15,6 Prozent mehr Umsatz erzielt. Ganz anders sieht es beim Musik-Streaming aus: Von 2016 bis 2017 hat sich wohl eine Steigerung von ganzen 42,8 Prozent ergeben – Spotify und Co. sind anscheinend in Deutschland angekommen. Noch kann aber nicht die Rede davon sein, dass die digitale Revolution hierzulande die klassischen Tonträger vom Markt verdrängt hat.

Aber Deutschland tickt offenbar etwas anders. Denn ganz anders sieht es in den USA aus. Hier seien die Streaming-Dienste bereits beliebter als CD's und für mehr als 50 Prozent des gesamten Musik-Konsums verantwortlich. In dem ersten Halbjahr 2017 sollen sogar nur 16 Prozent der Umsätze durch den Verkauf von Tonträgern erzielt worden sein. Ein Erfolg für Amazon Music, Spotify und Apple Music, jedoch ein Verlust für klassische Plattenläden.

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