Spotify und Deezer haben ein Problem mit Apple

Bei Spotify-Abo-Abschlüssen über den App Store verdient Apple mit
Bei Spotify-Abo-Abschlüssen über den App Store verdient Apple mit(© 2014 Spotify, CURVED Montage)

Normalerweise sind es die Marktführer, die ihre Position ausnutzen, um sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Im Fall von Spotify ist das anders. Der Platzhirsch unter den Musik-Streaming-Diensten hat sich erneut bei der EU-Kommission über Apples Geschäftspraktiken beschwert.

Zusammen mit anderen Unternehmen, zu denen auch der Streaming-Dienst Deezer zählt, soll Spotify eine schriftliche Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt haben, berichtet die Financial Times. Der Vorwurf: Apple und auch Amazon würden ihre Marktposition regelmäßig ausnutzen. Die EU solle endlich einschreiten, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Apple verdient an Spotify-Abos mit

In einem Brief an die EU-Komission fordern Spotify und seine Mitstreiter neue Regeln, die über bloße Transparenzverpflichtungen hinausgehen. Denn allein diese würden nicht verhindern, dass Unternehmen wie Apple mit ihren Plattformen als "Gatekeeper" der digitalen Wirtschaft auftreten – also maßgeblich beeinflussen, für welche Apps oder Dienste sich die Nutzer entscheiden.

Was Spotify und Deezer stört, ist Folgendes: Apple genehmigt sich offenbar 30 Prozent der Gebühren für ein Abo, wenn Spotify- oder Deezer-Nutzer dieses über den App Store abschließen. Gleichzeitig biete der iPhone-Hersteller mit Apple Music einen eigenen Musik-Streaming-Dienst an, bei dem ein Abo genauso viel kostet wie bei Spotify.

Da Apple die Abo-Einnahmen nicht mit einem Plattform-Anbieter teilen muss, habe das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber kleineren Anbietern, argumentieren Spotify und Deezer. Der Vorwurf ist nicht neu. Bereits vor einigen Monaten hatten die Unternehmen Maßnahmen von EU-Kommission gefordert.

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