Spotify wird zum Netflix für Podcasts

Künftig werdet ihr bei Spotify noch mehr Podcasts hören können
Künftig werdet ihr bei Spotify noch mehr Podcasts hören können(© 2018 CURVED)

Spotify arbeitet anscheinend mit Hochdruck am Aufbau eines Netzwerks für Podcasts. Der Musik-Streaming-Dienst hat kürzlich zwei Unternehmen gekauft. Weitere Übernahmen könnten noch 2019 folgen.

Spotify hat offenbar Gimlet Media und Anchor übernommen, berichtet Recode. Offenbar will das Unternehmen im Podcast-Sektor noch stärker Fuß fassen. Laut CEO Daniel Ek ist Spotify innerhalb von nicht einmal zwei Jahren zur weltweit zweitgrößten Podcasting-Plattform hinter Apples iTunes aufgestiegen. Die jetzige Strategie führt seiner Meinung nach dazu, dass Podcasts künftig 20 Prozent aller gehörten Spotify-Inhalte ausmachen. Ziel sei es, die Audio-Plattform zur Nummer eins auf der Welt zu machen.

Eine halbe Milliarde Dollar für Podcasts

So ehrgeizig das klingt, unrealistisch erscheint es nicht. Bis zu 500 Millionen Dollar will Spotify allein in 2019 investieren, um das Podcast-Business auszubauen. Immerhin 230 Millionen Dollar soll der Kauf des Podcast-Netzwerks Gimlet Media gekostet haben. Aus dem Portfolio von Gimlet stammt zum Beispiel der Podcast "Homecoming", der als Grundlage für die gleichnamige Thriller-Serie von Amazon Prime diente.

Anchor entwickelt unterdessen Software, mit der sich Podcasts sogar auf dem Smartphone herstellen und zu Geld machen lassen. Es ist also abzusehen, dass Spotify in den nächsten Jahren eine enorme Menge an eigenen Podcast-Inhalten im Programmkatalog haben wird. Ob wir ungewollte Podcasts dann ebenso ausblenden können, wie dies vielleicht bald auch mit nervigen Künstlern möglich ist?

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