Square lässt Euch Cash per Email einsammeln

Square: Hinter dem Bezahldienst steht Twitter-Mitgründer Jack Dorsey
Square: Hinter dem Bezahldienst steht Twitter-Mitgründer Jack Dorsey(© 2014 Square)

Das Payment-Startup Square lässt User ab sofort Zahlungsforderungen per Mail verschicken. CFO Sarah Friar sprach bei der Women 2.0-Konferenz in San Francisco über die Vision des Unternehmens. 

Das Ziel: Echtzeit-Transfer von Geld

Den Service "Square Cash" launchte Jack Dorsey, bekannt als Mitgründer Twitters, mit seinem Unternehmen bereits vergangenen Herbst. Die Anwendung lässt Geldbeträge per Email überweisen. Jetzt kann damit ein User auch Zahlungsforderungen per Mail schicken. Der Empfänger kann die Schulden ebenfalls über "Cash" begleichen. Der Betrag wird über die Debitkarte übermittelt. Innerhalb von zwei Tagen landet das Geld am Konto.

"Wir streben einen Echtzeit-Transfer an", berichtete CFO Sarah Friar am Donnerstag bei der Women 2.0-Konferenz in San Francisco. Diese Woche feierte Square seinen fünften Geburtstag. Die Finanzmanagerin blickte deshalb auf die bisherige Entwicklung des Payment-Wunders zurück. Dabei verriet sie: "Die Gründer wollten das Startup ursprünglich Squirrel nennen." Mit dem ersten Produkt, einem Kreditkartenlesegerät, mit dem Händler ein iPhone in eine Kasse verwandeln können, wollte Square das "Zahlungs-Erlebnis" neu definieren. Unternehmer sollten sich auf ihre Produkte konzentrieren und keine Sorgen über den Zahlungsprozess machen müssen, so Friar.

"Ich habe noch keine Zahl gesehen, die mir nicht gefallen hat."

Ein Kartenlesegerät ist nicht unbedingt ein cooles Produkt. Dorsey überlegte sich deshalb eine Marketingstrategie. "Es war wichtig, eine Geschichte zu erzählen", erinnert sich die CFO. Die erste Square-Zahlung erfolgte im Sightglass Coffee, weitere Hipster-Läden an der US-Westküste und später darüber hinaus folgten. Im Jahr 2012 landete Square einen Deal. Diese Woche kommunizierte das Unternehmen eine weitere große Partnerschaft: Künftig kann auch in der Bio-Supermarktkette Whole Foods mit Square bezahlt werden.

"Fang' klein an, aber hab' eine große Vision", zitiert Friar die Mission ihres Arbeitgebers. Das Lesegerät war demnach erst der Anfang von Squares Revolution des Payment-Marktes. Mit "Square Wallet" entwickelte Dorseys Unternehmen eine Bezahl-App für den Kunden. "Square Cash" ist der nächste Schritt in Richtung virtuelle Transaktionen.

Kleine Herzattacken gehören dazu

Auch Händler hatten weitere Bedürfnisse: "Aufgrund der großen Nachfrage haben wir 2013 unsere eCommerce-Plattform gelauncht." Auf dem "Square Marketplace" bieten Kleinunternehmer ihre Produkte an. Internationale Expansion steht als nächstes auf der To Do-Liste der Finanzchefin. Bisher ist Square außerhalb der USA nur in Kanada und Japan verfügbar.

Friar gab bei ihrem Talk einen kleinen Einblick in den Unternehmensalltag. Zahlen verpackt sie am liebsten in Geschichten und Visualisierungen, die leicht verdaulich sind. "Ich habe noch keine Zahl gesehen, die mir nicht gefallen hat", behauptet sie. Square lege zudem Wert auf offene Kommunikationskultur: "Alle Meetings mit mehr als zwei Personen werden schriftlich festgehalten. Die Memos sind für alle einsehbar. Als CFO bekomme ich manchmal einen kleinen Herzinfarkt."


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